Austrian: E95 Erstflug VIE-INN

Die Einflottung der Embraer 195 (17 Stück ) bei Austrian Airlines, die als Ersatz für die bereits in die Jahre gekommenen Fokker 70/100  (21 Stück ) eingesetzt werden, schreitet mit schnellen Schritten voran.

Vor wenigen Tagen nahm der bereits zwölfte Embraer 195 mit der Kennung OE-LWQ seinen Dienst auf. Neben den bestehenden 60 Flughäfen, die mit dem neuen Flugzeugtyp bereits bedient werden, kommen neu die Strecken nach Innsbruck, Krasnador, Neapel, Salzburg und Venedig hinzu. Der kommerzielle Erstflug auf der geschichtsträchtigen VIE-INN Verbindung, findet am 27.März statt, nur wenige Tage später am 31.März, startet der erste Linienflug mit den neuen Typ!

Bis zum Ende des Jahres werden die Fokker Flugzeuge verlassen und durch die um bis zu 18 Prozent treibstoffärmeren Embraer Jets, ersetzt werden. Das Durchschnittsalter der neuen Flotte liegt bei vier Jahren. Durch den Einsatz des neuen Jets, erhöht sich die Passagierkapazität auf allen Flügen auf 120 Plätze.

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Austrian mit 65 Millionen Gewinn

Auf der gestrigen Bilanzpressekonferenz von Österreichs Flag-Carrier Austrian Airlines, wurden die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2016 veröffentlicht. So konnte im vergangenen Jahr ein Gewinn von 65 Mio. Euro (EBIT) erzielt werden, was einer Steigerung von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Gesamterlöse des Unternehmens sind um zwei Prozent auf 2.285 Mio Euro gestiegen.

Austrian Vorstand Kai Kratky ist mit der Entwicklung der Ergebnisse nicht ganz zufrieden, war man doch vor Monaten noch optimistisch, eine größeren Gewinn einfliegen zu können. „Derzeit gibt es massive Veränderungen und Überkapazitäten im Markt. Zudem sehen wir für das heurige Jahr durch die steigenden Preise für Kerosin, ein Gewitter auf uns zukommen“.

Finanzvorstand Heinz Lachinger schlägt bei seinem Rückblick in dieselbe Kerbe. Zwar fliegt das Unternehmen seit vier Jahren kontinuierlich schwarze Zahlen ein, doch war das abgelaufene Jahr wie er es nennt, ein „Schönwetterflug mit Rückenwind“. Zum positiven Ergebnis haben Einmalergebnisse, günstige Treibstoffpreise und der Ausbau des Nachbarschaftsverkehrs nach Deutschland beigetragen. Investiert wurde in das Personal (+500 Mitarbeiter), der Einführung der Embraer Flotte, von der bereits zehn Flugzeuge im Einsatz stehen, sowie dem Leasing von zwei A320. Eine zusätzliche Boeing 777 wird ab Sommerflugplan die Langstreckenflotte verstärken und darüber hinaus, werden ab dem ersten Halbjahr fünf A320 der Airberlin in Wet-Lease für Austrian betrieben. Die größeren Kapazitäten haben dazu geführt, dass 11.4 Mio. Passagiere (+5,1%) bei einer gleichzeitig niedrigen Auslastung (76,1%) im vergangenen Jahr mit Austrian Airlines geflogen sind.

Insgesamt wurden knapp 500 Mio. Euro in die Modernisierung der Flotte, sowie in die Qualität des Produktes investiert. So wird ab Ende des Jahres für Passagiere der A320 Flotte, Internet an Bord verfügbar sein. Ganz generell zeigt man sich im Vorstand über die hohe Pünktlichkeitsrate von 98,6% aller Flüge, sehr zufrieden.

Was die Langstrecke betrifft, so wird ab 10.April erstmals direkt an die US-Westküste (Los Angeles) sechsmal wöchentlich geflogen. Zwar sind laut Vorstand Kai Kratky die Langstreckendestinationen insgesamt positiv, nicht alle erfüllen jedoch die Erwartungen. „In Hongkong ist noch viel zu tun, zahlreiche Maßnahmenpakete sind derzeit in Ausarbeitung“, so Kai Kratky. Und Heinz Lachinger ergänzte dazu: „Es waren mutige Entscheidungen in der Langstrecke zu treffen, wir sind das Risiko eingegangen, neue Strecken aufzunehmen“.

Was die Zukunft der Langstreckenflotte betrifft, so zeigt man sich Austrian Vorstand derzeit noch bedeckt. Mit einem Investment von mehr als einer Milliarde Euro, schaut der Mutterkonzern Lufthansa sehr genau, wann und wo investiert wird, so Kai Kratky. Die LH Gruppe hat derzeit mehrere Flugzeuge bei den großen Flugzeugherstellern geordert, eine Entscheidung, wann und welcher Typ für Austrian Airlines möglicherweise zum Einsatz kommen wird, kann noch ein- bis zwei Jahre hinausgeschoben werden. Zuvor sind laut Finanzvorstand Heinz Lachinger aber größere und bessere Ergebnisse für Investitionen notwendig. Er warnte zugleich, das Sparen im Unternehmen ist noch nicht abgeschafft!

Martin Dichler

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Flughafen Wien und TU Wien

Flughafen Wien und TU Wien starten Forschungsprojekt zur Energieoptimierung.

 

In einer komplexen Simulation wird in einem gemeinsamen Forschungsprojekt des Flughafens und der TU Wien der gesamte Airport in eine virtuelle Modellstadt verwandelt, in welcher Informationen von Planern, Nutzern und Bauherrn mit Messdaten und Erfahrungen aus dem Betrieb bestehender Gebäude verknüpft werden. Die Dimensionen dieser virtuellen Stadt sind gewaltig und auch für die TU Neuland. So umfasst der Flughafen rund 100 Objekte in denen an die 20.000 Menschen in Büros, Terminals, Hotels, Shops, Logistikunternehmen und vielen weiteren Bereichen arbeiten. Der gesamte Stromverbrauch des Standorts ist mit jenem von Klagenfurt vergleichbar. Wahrlich gewaltige Dimensionen mit ebenso großen Einsparungsmöglichkeiten, wobei der Flughafen schon in der Vergangenheit nicht untätig war. „Wir haben im Bereich des Energie– und Umweltmanagements in den letzten Jahren zahlreiche Maßnahmen umgesetzt und die CO2-Emissionen um rund 27%, den Strombedarf um rund 15% und den Gesamtenergiebedarf um 6,8% reduziert. Im Rahmen des Forschungsprojektes wollen wir nun die wissenschaftliche Expertise der TU Wien nutzen um neue Projekte so effizient, bequem und günstig wie möglich umsetzen zu können“, so Dr. Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG. In etwa 2 Jahren soll die virtuelle Flughafenstadt fertig modelliert sein. Danach kann evaluiert werden, wie genau das Modell der Realität entspricht. Was solche Simulationen bewirken können zeigt das Plus-Energie-Bürohochhaus der TU Wien. Es ist das weltweit erste Bürohochhaus, das mehr Energie ins Stromnetz einspeist als für den Gebäudebetrieb und die Nutzung benötigt werden. Das zeigt, dass hoher Komfort nicht im Gegensatz zu Energieeffizienz stehen muss, und dient nun als Vorbild für künftige Gebäude am Flughafen Wien. Im Gegenzug erwartet sich die TU Wien von diesem gemeinsamen Forschungsprojekt einen gewaltigen Impuls für die Weiterentwicklung ihrer Simulationssoftware.

 

Foto: Heinz Loidl

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„Best Airport Staff in Europe“ – Award

Kundenorientierung steht für den Flughafen Wien im Vordergrund: Das bestätigt auch das Marktforschungsinstitut Skytrax und verleiht dem Wiener Airport zum dritten Mal in Folge den Award zum „Best Airport Staff in Europe“. Über 13 Mio. Passagiere haben insgesamt 550 Flughäfen bewertet und dabei die Dienstleistungsorientierung, Freundlichkeit und Kompetenz der Mitarbeiter am Flughafen Wien erneut als herausragend eingeschätzt. Verliehen wurde die Auszeichnung gestern Abend, Dienstag, 14. März 2017, im Rahmen der Passenger Terminal Expo 2017 in Amsterdam. Dies ist bereits die zweite Auszeichnung in diesem Jahr für die Servicequalität des Flughafen Wien: Erst vor wenigen Tagen, am 6. März 2017 wurde der Flughafen Wien mit dem Airport Service Quality-Award in Gold von ACI (Airport Council International) ausgezeichnet. Insgesamt kann VIE mit dem 4-Stern-Prädikat, dem 3. und 1. Platz bei den ASQ-Awards, zum dritten Mal in Folge Europas bester Flughafen-Mannschaft und dem Beryll-Award für Barrierefreiheit eine ansehnliche Erfolgsbilanz aufweisen.

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NIKI – Verpflegung nur gegen Bezahlung

Die Branche hat es bereits geahnt, unter dem Arbeitstitel “ Neues Servicekonzept bei NIKI“ bietet die Fluglinie ab 26.März keinen kostenlosen Bordservice für ihre Passagiere mehr an. Vorbei die Zeiten von leckeren Leberkäsesemmeln, Würsteln und gratis Niki-Sandwichs. NIKI folgt damit den allgemeinen Trend der Billigfluglinien, dessen Vergleich das Unternehmen in den letzten Jahren immer gescheut hat.

Mit dem neuen Buy-on-Board-Konzept, welches gemeinsam mit Versilia Solutions Ltd., eine Tochtergesellschaft der DO & CO Gruppe entwickelt wurde, können NIKI Fluggäste künftig an Bord auf allen Flügen ab Deutschland, Österreich und der Schweiz ihr Lieblingsessen nach ihrem persönlichen Geschmack zusammenstellen. Auf der regelmäßig wechselnden Speisekarte stehen köstliche Sandwiches in verschiedenen Variationen ebenso wie verschiedene warme Gourmetspeisen zur Auswahl. Die Speisen oder Snacks können auch mit Getränken kombiniert und als Menü bestellt werden.

Die vollständige Speisekarte kann auf www.flyniki.com ab dem 26. März 2017 abgerufen werden.

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Starker Februar – A4 Baustelle

Die positive Passagierentwicklung am Flughafen Wien hält erfreulicherweise weiter an. Am Standort Flughafen Wien stieg das Passagieraufkommen im Februar 2017 um 3,2% gegenüber dem Februar des Vorjahres auf 1.392.409 Reisende an. Die Anzahl der Lokalpassagiere stieg um 5,1% an, während die Anzahl der Transferpassagiere  um 3,0% zurückging. Die Flugbewegungen sanken im Februar 2017 um 5,1% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Bereinigt um den Schalttag im Vorjahr gingen die Flugbewegungen um 1,3% zurück. Beim Frachtaufkommen verzeichnete der Flughafen Wien, bedingt durch das chinesische Neujahrsfest, ein Minus von 1,7% im Vergleich zum Februar des Vorjahres.

Das Passagieraufkommen am Flughafen Wien nach Westeuropa stieg im Februar 2017 um 3,3% an und Osteuropa verzeichnete ein Minus von 0,1%. Das Passagieraufkommen in den Fernen Osten stieg im Februar 2017 um 12,7% an, jenes in den Nahen und Mittleren Osten um 16,9%. Nach Nordamerika ging das Passagieraufkommen um 21,0% zurück, nach Afrika entwickelte sich das Passagieraufkommen mit plus 22,9% positiv.

Ein sehr starkes Passagierplus gab es im Februar 2017 für den Flughafen Malta mit einem Zuwachs um 25,2%. Auch in Kosice gab es einen erfreulichen Anstieg um 7,5%.

Staugefahr auf Flughafenautobahn!

Wie von der ASFINAG bereits angekündigt, startet mit 20. März 2017 die Generalsanierung der A4 Ost-Autobahn im Abschnitt Knoten Schwechat – Ausfahrt Flughafen Wien. Davon betroffen sind beide Fahrtrichtungen. Während der Arbeiten weisen die jeweils drei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung unterschiedliche Spurbreiten auf. Das Geschwindigkeitslimit wird auf Tempo 80 herabgesetzt. Die A4-Anschlussstelle Flughafen steht in beide Fahrtrichtungen zur Verfügung. Die Arbeiten sollen mit Ende November 2017 abgeschlossen sein.

Ausweichroute: Bundesstraße 9

Als Ausweichroute bietet sich die Bundesstraße 9 (B9) an. Aus dem Südwesten sowie aus dem Westen kommend wird diese über den Knoten Schwechat-Ost via Außenring Schnellstraße (S1)  erreicht. Wird der Flughafen Wien aus dem Südosten und Osten angefahren, so kann die B9 über die Bundesstraßen 10 (B10) und 60 (B60) erreicht werden.

Ausweichmöglichkeiten: Öffentliche Verkehrsmittel

Eine Alternative zum PKW sind die öffentlichen Verkehrsmittel. Dafür bieten sich der City Airport Train (CAT), zahlreiche Zugverbindungen der ÖBB sowie die Busse der Vienna Airport Lines an.

Zeitgerecht über aktuelle Straßenlage informieren

Der Flughafen rät Passagieren sich zeitgerecht vor ihrer Anreise zum Airport über die aktuelle Verkehrssituation zu informieren. Aktuelle Verkehrsmeldungen, Verkehrskameras sowie ein Routenplaner stehen auf www.asfinag.at zur Verfügung. Die aktuelle Reisezeit zum Flughafen Wien wird auf www.viennaairport.com in Echtzeit dargestellt. Laufende Verkehrsinformationen im Straßennetz der ASFINAG werden durch Hitradio Ö3 kommuniziert. Mobile digitale Anzeigen weisen Autofahrer vor Ort auf Verzögerungen und mögliche Ausweichrouten hin.

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Catch me, if you can…

Wer kennt Sie nicht die Szene, in dem Leonardo Di Caprio in einer schicken Pan Am Pilotenuniform und einigen Flugbegleiterinnen am Arm, durch die Hallen des JKF Airport flaniert. Diese Szene aus dem US Kinohit „Catch me if you can“ verkörpert am besten die „Goldenen Zeiten“ der Zivilluftfahrt. Zeiten als Fliegen noch ein Luxusgut war und sich die Passagiere extra schick machten, um ihren Urlaubsflug im feinsten Zwirn anzutreten.

Ira Knechtel hatte die gleichen Träume und Vorstellungen vom Fliegen, als Sie Mitte der siebziger Jahre den Schritt wagte, sich als Flugbegleiterin bei Montana Austria, der ersten österreichischen Langstreckenfluggesellschaft (Boeing 707), zu bewerben.

An unserem letzten Vereinsabend am 10.März konnten wir gemeinsam mit Frau Knechtel, die aus ihrem neu erschienenen Buch „Wolkenritt mit Gegenwind“ vorlas, in eine  Zeit zurückblicken, die die meisten unserer 41 Besucher nur aus den Geschichtsbüchern kennen. Umso erfreulicher war der Umstand, dass gerade viele junge Mitglieder den Abend besuchten und gespannt den Ausführungen der früheren Flugbegleiterin lauschten. Im Anschluss an den interessanten und unterhaltsamen Vortrag bestand die Möglichkeit bei Verlagschefin Carinna Klemmer, dass Buch zu erwerben und sich vor Ort signieren zu lassen.

Für alle Mitglieder, die keine Zeit am letzten Vereinsabend hatten, bietet sich an unserem Sammlertag am Samstag den 1.April noch einmal die Möglichkeit Frau Knechtel an ihrem Ausstellertisch persönlich kennen zu lernen, ein Buch zu erstehen und sich dieses signieren zu lassen.

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VIE begrüßt Halbierung der Flugabgabe

Die Flughafen Wien AG begrüßt die im heutigen Ministerrat beschlossene Halbierung der Flugabgabe ab 1. Jänner 2018. „Die Luftfahrtbranche ist nach wie vor hohem Kosten- und Wettbewerbsdruck ausgesetzt, wie die Entwicklungen auf dem Airline-Sektor, wie aktuell bei Alitalia und airBerlin, zeigen. Gleichzeitig entstehen vor den Toren der Europäischen Union Mega-Flughäfen mit Kapazitäten von 150 Mio. Passagieren und ohne Wachstumsbeschränkungen durch Steuern oder Investitionshürden. Die Konkurrenzfähigkeit des Luftverkehrsstandortes Österreich sicherzustellen, ist also unverzichtbar, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können. Die Luftfahrt ist der einzige Verkehrsträger in Österreich, der seine Infrastruktur zu 100% selbst finanzieren muss und dafür keine öffentlichen Mittel erhält. Gleichzeitig sichert die heimische Luftverkehrswirtschaft österreichweit insgesamt über 70.000 Arbeitsplätze und erwirtschaftet 1,8% des Bruttoinlandsprodukts. Die nun beschlossene Halbierung der Flugabgabe stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Luftfahrtstandortes Österreich und damit die gesamte heimische Wirtschafts- und Tourismuslandschaft“, begrüßen die Vorstände der Flughafen Wien AG, Mag. Julian Jäger und Dr. Günther Ofner den heutigen Beschluss.

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EVA AIR sponsert Ticket!

Am Samstag den 1.April findet unser „19. Information & Sammlertages“ am Flughafen Wien statt. Wie im vergangenen Jahr, hat sich EVA AIR unter der Leitung von Edward HO dazu bereit erklärt, unsere abschließende Tombola mit einem Flugticket (VIE-BKK-VIE, exklusive Taxen) zu sponsern.

Im EVA AIR Büro am Flughafen Wien wurde heute der großartige Gewinn von Vereinsobmann Martin Dichler für den Event übernommen.

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VIE mit gutem Ergebnis!

2016 war mit Steigerungen bei Umsatz und Ergebnis ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr. Trotz der ablehnenden Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts zum Projekt 3. Piste  und der damit verbundenen Abschreibungen von € 30,4 Mio. konnten wir unsere Finanzziele für 2016 erreichen. Auch für 2017 erwarten wir eine weitere Verbesserung bei den Finanzkennzahlen und langfristig wird die Luftfahrt weiter wachsen. Umso wichtiger ist also, dass der Flughafen Wien eine Wachstumsperspektive hat und wir werden das Projekt 3. Piste unter Ausschöpfung aller rechtlichen Möglichkeiten weiterverfolgen.“, erläutert Dr. Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG.

„Mit drei Passagierrekorden und 23,4 Mio. Reisenden war das vergangene Jahr für den Flughafen Wien sehr erfolgreich. Die Gruppe verzeichnete ein Plus von 3,8% auf 28,9 Mio. Passagiere. Für 2017 sind wir mit einem erwarteten Passagierplus von bis zu 2% am Flughafen Wien und bis zu 3% in der Flughafen-Wien-Gruppe ebenfalls optimistisch. Langfristig wird der Flugverkehr weiter zunehmen: ACI, IATA und die großen Flugzeughersteller rechnen mit einem jährlichen Passagierwachstum von rund 4% bis 2040. Ob dieser Trend am Wirtschafts- und Tourismusstandort Österreich vorbeizieht oder nicht, wird wesentlich davon abhängen, ob der Flughafen Wien langfristig wachsen darf.“, erläutert Mag. Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG.

 Dividende steigt um 25% auf € 0,625 je Aktie

Gestützt auf die gute Geschäftsentwicklung im Jahr 2016 wird der Hauptversammlung am 31.5.2017 eine erhöhte Dividende von € 0,625 je Aktie (Dividende für das Geschäftsjahr 2015: € 0,50) vorgeschlagen, in Summe € 52,5 Mio. Über die Mitarbeiterstiftung, die 10% der Aktien hält, profitieren auch alle Beschäftigten der Flughafen Wien AG von der höheren Dividende, die ja auch Resultat ihrer erfolgreichen Arbeit ist. Die Dividendenrendite für das Geschäftsjahr 2016 beläuft sich bezogen auf den Kurs vom 31.12.2016 auf rund 2,7%, die Pay-out-Ratio in Prozent des Periodenergebnisses nach Minderheiten beträgt 51,2%.

Erläuterung der Darstellung des Jahresabschlusses

In Entsprechung eines Bescheids der Finanzmarktaufsicht (FMA) betreffend der Konsolidierung des Flughafen Malta wurden die Konzernabschlüsse 2015 und 2016 der Flughafen Wien AG so angepasst, als wäre diese Konsolidierung bereits im Jahr 2006 erfolgt.

Verbesserungen bei den Finanzkennzahlen in 2016 trotz Einmaleffekt

Im Jahr 2016 sind die Umsatzerlöse der Flughafen-Wien-Gruppe um 3,0% auf € 741,6 Mio. gestiegen und das EBITDA hat sich um 5,5% auf € 329,8 Mio. verbessert. Für die im Zusammenhang mit der seit über zehn Jahren laufenden Umweltverträglichkeitsprüfung für das Projekt 3. Piste entstandenen aktivierten Kosten waren nun nach dem abweisenden Erkenntnis des Bundesverwaltungsgerichts im Jahresabschluss für 2016 Wertminderungen im Ausmaß von € 30,4 Mio. vorzunehmen. Eine Wertaufholung für eine Immobilie im Ausmaß von € 10,1 Mio. wirkte sich hingegen positiv aus. Das EBIT belief sich dadurch auf  € 172,0 Mio. (+0,1%). Durch das verbesserte Finanzergebnis konnte das Nettoergebnis im Jahr 2016 schließlich um 0,7% auf € 112,6 Mio. (nach Minderheiten € 102,6 Mio.) gesteigert werden.

Umsatz und Ergebnisentwicklung in den Segmenten

Die Umsätze des Segments Airport stiegen im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 3,2% auf € 370,8 Mio. Durch den starken Anstieg der Segmentabschreibungen in Zusammenhang mit der 3. Piste ging das Segment-EBIT trotz der guten operativen Ergebnisse um 1,7% auf € 52,6 Mio. zurück. Das Segment Handling verzeichnete einen Anstieg der Umsatzerlöse um 4,7% auf € 158,4 Mio. Dabei verbesserte sich das Segment-EBIT um 38,7% auf € 15,9 Mio. Darin sind auch die Sicherheitsdienstleistungen der VIAS sowie die Abfertigungsdienstleistungen der Vienna Aircraft Handling (VAH) enthalten. Im Segment Retail & Properties ging der Umsatz vor allem durch die wirtschaftliche Übertragung von Gebäuden an einen Mieter infolge einer Mietvorauszahlung (Hermione, minus € 5,3 Mio.) und einer verhaltenen Entwicklung bei Parken und Retail um 3,4% auf € 123,9 Mio. zurück. Das Segment-EBIT betrug € 61,8 Mio. (-10,3%).

Die Umsätze des Segments Malta lagen im Jahr 2016 bei € 73,1 Mio. (+9,1%). Das Segment-EBIT belief sich auf € 30,3 Mio. (+15,9%). Die Umsätze des Segments „Sonstige Segmente“ stiegen im Jahr 2016 um 6,3% auf € 15,4 Mio. an. Das Segment-EBIT ging um 3,2 % auf € 11,4 Mio. zurück.

Investitionen

Von den insgesamt € 92,0 Mio. Investitionen (exkl. Finanzanlagen) im Jahr 2016 entfielen € 25,6 Mio. auf Investitionen in die Sanierung der Piste 11/29, € 9,0 Mio. auf Investitionen im Zusammenhang mit der 3. Piste, € 2,8 Mio. auf Arbeiten an Vorfeld-Großraumpositionen sowie € 2,4 Mio. auf Umbauten eines Abfertigungsgebäudes. Darüber hinaus entfielen € 63,7 Mio. auf den Erwerb zusätzlicher Anteile der MMLC (Anteilsaufstockung Flughafen Malta). Für das Gesamtjahr 2017 sind Investitionen in der Höhe von rund € 100 Mio. vorgesehen.

Gute Verkehrsentwicklung 2016 – Neuer Passagierrekord am Standort Wien

Verkehrsseitig hat sich das Jahr 2016 gut entwickelt: Der Flughafen Wien inklusive seiner Auslandsbeteiligungen Malta Airport und Flughafen Kosice verzeichnete mit insgesamt 28,9 Mio. Passagieren im Jahr 2016 einen Passagierzuwachs von 3,8% gegenüber dem Vorjahr. Am Standort Wien verzeichnete der Flughafen Wien mit 23,4 Mio. Passagieren im Jahr 2016 um 2,5% mehr Reisende als im Vorjahr und damit einen neuen Rekordwert in der Flughafen-Geschichte. Das Frachtaufkommen entwickelte sich im Jahresverlauf ebenfalls positiv und nahm um 3,7% auf 282.726 Tonnen zu. 2016 wurde der Flughafen Wien von 74 Fluglinien regelmäßig angeflogen, die 186 Destinationen in 72 Ländern bedienten.

Starker Start ins Jahr 2017: Jänner 2017 mit starkem Passagierplus

Das Jahr 2017 hat gut begonnen: Mit einem Plus von 10,8% bei den Passagieren verzeichnete die Flughafen-Wien-Gruppe inklusive der Beteiligungen Malta Airport und Flughafen Kosice ein kräftiges Wachstum. Am Standort Flughafen Wien stieg das Passagieraufkommen ebenfalls deutlich um 7,9% auf 1,4 Mio. Reisende an.

Prognose für Passagierentwicklung und Finanzguidance 2017

Für das Jahr 2017 rechnet die Flughafen-Wien-Gruppe inklusive der Beteiligungen Malta Airport und Flughafen Kosice mit einem Passagierzuwachs zwischen +1% und +3%. Dementsprechend wird eine Steigerung beim Umsatz auf mehr als € 740 Mio. erwartet und ein EBITDA von € 315 Mio. angepeilt. Das Ergebnis nach Steuern wird aus heutiger Sicht bei mindestens € 120 Mio. liegen. Die Nettoverschuldung des Unternehmens soll auf unter € 350 Mio. reduziert werden.

 

Für den Standort Wien erwartet der Flughafen Wien für 2017 ein Passagierwachstum zwischen 0% und +2%. Erste Impulse dafür sind aus heutiger Sicht unter anderem durch neue Streckenaufnahmen nach Los Angeles (US), Mahé (SC), Burgas (BG) und Göteborg (SE) durch Austrian Airlines, zu 19 Destinationen durch Eurowings sowie durch Frequenzaufstockungen und neue Verbindungsaufnahmen von Volotea, Flybe/Stobart Air, Germania, S7 Airlines und SunExpress zu erwarten.

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