Kleiner Nachbar mit starken Zuwächsen

Der nur knapp 60km vom Flughafen Wien entfernte Bratislava M.R.Stefanik Airport, darf sich über besonders hohe Passagierzuwächse freuen. Ryanair, Wizzwair & Co., sorgen für einen neuen Höhenflug des slowakischen Hauptstadt Flughafens.

Der Flughafen Bratislava hat eigentlich alles was man für einen erfolgreichen Betrieb benötigt. Einen neuen lichtdurchfluteten Terminal mit einer Kapazität von 5 Millionen Passagieren, zwei Landebahnen und eine Genehmigung für einen 24 Stunden Flugbetrieb. Geplant wurde die Einrichtung zu einer Zeit, als die stark expandierende Fluggesellschaft Skyeurope Airlines, die Zahl der abfliegenden Passagiere innerhalb eines Jahres beinahe verdoppelte! Weiterlesen

„Einmal um die Welt“

Der Schweizer Luxus Uhrenhersteller BREITLING, machte während seiner Welt – Tour mit einer historischen DC-3 der Breitling Flotte, halt am Flughafen Wien.

Den Traum einer Weltumrundung gibt es nicht erst seit dem Jahre 1897, als Mark Twain mit seinem Buch „Reise um die Welt“ ein Meisterwerk schuf.  Für das nicht weniger aufwendige Projekt BREITLING „World Tour“, wurde eine 77 Jahre alte DC-3 aus den Beständen der historischen BREITLING-Flugzeugflotte gewählt.  Im März startete die Maschine die durch ihre robuste Bauart und Langstreckentauglichkeit, einen nicht unbedeutenden Beitrag zum Aufbau der kommerziellen Luftfahrt nach heutigem Muster beitrug, zu einer sechsmonatigen Reise rund um die Welt. Neben der Crew befanden sich auch 500 Stück einer limitierten Uhrenserie des Typs BREITLING Navitimer mit an Bord. Die berühmte Aviatik Chronografen der Serie Navitimer, die bereits seit 1952 beim edlen Schweizer Uhrenhersteller Breitling produziert wird und mit einem kreisförmigen Rechenschieber ausgestattet ist, mit dem man alle für die Luftfahrt notwendigen Berechnungen anstellen kann, kommt ab Herbst 2017 mit einem vom Piloten unterschriebenen „World Tour“ Zertifikat in den Handel. Weiterlesen

Austrian goes West …

Erstmals in der knapp 60-jährigen Geschichte des österreichischen Luftfahrtunternehmens, hob am 10. April eine Boeing 777 mit 308 Passagieren an Bord, von Wien nach Los Angeles ab. Passagiere die am Erstflug an die US Westküste teilnahmen, wurden dem Anlass gebührend am Gate des Terminals 3, von Hollywood Helden wie Batman, Spiderman & Co empfangen. Um die Wartezeit bis zum Abflug zu verkürzen, wurde zur Feier des Tages an die Passagiere, kostenlose Muffins, Sekt, Säfte und US Fahnen verteilt. Natürlich durfte bei einem so wichtigen Termin, nicht auf eine „Ribbon-Cutting“ Zeremonie vergessen werden, die Austrian Finanzvorstand Christian Lachinger vornahm, bevor die voll ausgebuchte Triple 7 zu ihrem 12-stündigen Erstflug abhob.

Mit einem Gate-Event im Terminal 3, wurden die ersten LAX Gäste verabschiedet

Copyright: Amir Aghamiri / Austrian Airlines

Fokus USA

Ab sofort bedient Austrian Airlines sechsmal wöchentlich die zweitgrößte Stadt der USA (Mo-Sa) und erhöht damit ihr Angebot auf dem amerikanischen Kontinent, auf sechs Destinationen. Während des Sommerflugplanes 2017 werden neben Los Angeles noch Chicago, Miami, Washington, New York und Newark mit bis zu 37 wöchentlichen Flügen bedient. Austrian Finanzvorstand Heinz Lachinger zeigte sich im APPROACH Gespräch anlässlich des Erstfluges, über die Aufnahme der neuen US- Verbindung sehr erfreut. Die Auslastung der neuen Los Angeles Flüge sei sehr erfolgsversprechend. Für das Jahr 2017 erwarte man sich bis zu 80.000 Passagiere auf der neuen Strecke.

Um die neue Verbindung eröffnen zu können, ohne zusätzliches Fluggerät anschaffen zu müssen, wurden laut Heinz Lachinger, bestehende Flugpläne optimiert. So wurde die Anzahl der JFK und Toronto Flüge auf jeweils sechs pro Woche reduziert, Abflugzeiten verändert und die Auslastung der 767/777 Flotte, auf durchschnittlich 16 Stunden pro Tag verlängert.

Austrian Airlines setzt seit vier Jahren auf eine kontinuierliche Expansion am amerikanischen Markt. In den letzten vier Jahren wurden vier neue US Destinationen eröffnet. Der Anteil des USA-Verkehrs belegt inzwischen bereits 33% des gesamten Austrian Airlines Interkontinentalmarktes. Die Aufstockung der Flüge zeigt Wirkung, zwischen 2012 und 2017 hat sich die Zahl der im Amerika-Verkehr beförderten Passagiere, auf nahezu 600.000 verdoppelt.

Tamur Goudarzi Pour, seines Zeichens LH Group Vice President Sales America, sieht derzeit keinen negativen „Trump-Effekt“ beim Buchungsverhalten, trotz einer nachweislich niedrigeren Passagiernachfrage (-6%) in die USA. Mit der Aufnahme der Austrian Flüge erhöht sich das Angebot auf fünf tägliche LAX Verbindungen ex-VIE, ZRH, FRA und MUC. Im Jahr 2016 beförderte die Lufthansa Gruppe 5,7 Mio. Passagiere in die USA (+3,2%), davon alleine 760.000 nach Los Angeles. Auf den 354 wöchentlichen USA Flügen ist laut LH Manager Tamur Goudarzi Pour, ein besonders erfreulich hohes Business Aufkommen zu verzeichnen. Jeder fünfte USA Kunde ist ein Premium Passagier, der sein Ticket in der First- & Business Class bucht!

Die Aufnahme der Flüge nach Los Angeles, ist sowohl für den touristischen, als auch für den Geschäftsreiseverkehr von großer Bedeutung. Für Norbert Kettner (Wien Tourismus) ist durch den Direktflug an die US-Westküste, ein langjähriger Wunsch in Erfüllung gegangen. Im vergangenen Jahr verzeichnete man in Österreich bereits 830.000 Nächtigungen aus den USA. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten zählt heute zum wichtigsten Fernmarkt für die österreichische Tourismusbranche. Zusätzlich haben rund 70 österreichische Unternehmen ihren Firmensitz im Raum Los Angeles. Durch einen hohen Anteil an Geschäftsreiseverkehr, der Wirtschaftsraum Los Angeles zählt zu den 16 stärksten Volkswirtschaften der Welt, erwartet man sich zudem ex Wien, einen besonders hohen Transferanteil von rund zwei Drittel aller Passagiere.

Mehr Passagiere, neue Investments

Das 60-jährige Jubiläumsjahr von Austrian Airlines, die Gründung fand am 30. September 1957 statt, wird zahlreiche Höhepunkte beinhalten. So wird es laut Aussagen von Heinz Lachinger (CFO), es erstmals in der Unternehmensgeschichte gelingen, mehr als 12 Millionen Passagiere innerhalb eines Jahr zu befördern. Bereits im ersten Quartal 2017 konnte mit einem Passagierplus von 6,6% (2,2 Mio.), ein positiver Trend verzeichnet werden.

Mit dem bevorstehenden Einbau einer Premium Economy Class an Bord der Langstreckenflotte, kommt man laut Heinz Lachinger, dem Wunsch vieler Business Passagieren nach. Knapp 15 Mio. Euro werden in den nächsten Monaten in den Umbau der Boeing Flotte investiert werden und bereits Ende des Jahres, wird das erste Flugzeug mit dem neuen komfortablen Produkt an den Start gehen. Obwohl die Boeing 767 Flugzeuge in den nächsten Jahren abgelöst werden müssen, haben Kalkulationen ergeben, dass sich selbst hier, der Einbau der neuen Premium Economy Class wirtschaftlich rechnet.

Norbert Kettner (Wien Tourismus), Tamur Goudarzi Pour (LH Sales America), Heinz Lachinger (CFO Austrian)

Charmante AUA Crew im neuen Uniform Design

Bis zum Ende des Jahres wird innerhalb des Konzerns, eine Entscheidung über die Boeing 767 Flugzeugnachfolge getroffen werden. Finanzvorstand Heinz Lachinger hat sich zuletzt immer öfters über die Wirtschaftlichkeit der Boeing 777 Flotte besonders zufrieden geäußert. Die Übernahme einer weiteren Boeing 777 im Sommerflugplan 2018, lässt vielleicht heute schon erahnen, wohin die künftige Flugzeugwahl geht.

Nachdem sich die Austrian Langstrecke zuletzt gut entwickelt, Miami hinkt bei den Zahlen noch etwas hinterher, kann man davon ausgehen, dass die zuletzt immer öfter genannten saisonalen Verbindungen nach San Francisco und Kapstadt, spätestens im Jahr 2018 angekündigt werden. Stabile Verkehrsergebnisse und höhere Gewinne, sind laut Finanzvorstand Heinz Lachinger, aber Grundvoraussetzung für eine zukünftige Expansion des Streckennetzes.

Los Angeles – eine Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten

Das Einzugsgebiet rund um Los Angeles mit seinen 88 Städten und 18,1 Millionen Einwohnern, zählt zu den wirtschaftlich bedeutendsten Regionen der Vereinigten Staaten. Für die österreichische Exportwirtschaft zählt daher der US Markt, nach Deutschland, zur zweitwichtigsten Exportregion. Alleine in Kalifornien werden heute bereits jährlich heimische Waren im Wert von einer 1,39 Milliarden USD importiert. Eine anhaltend gute Entwicklung der Wirtschaft und ein Absatzmarkt von rund 39 Millionen Einwohnern in ganz Kalifornien, hat auch zahlreiche heimische Unternehmen dazu bewogen, Zweigstellen ihrer Unternehmen rund um Los Angeles zu eröffnen.

Los Angeles ist nicht nur für seine Filmindustrie bekannt, sondern auch das neue Mekka für Startups. Zwischen Santa Monica und Venice liegt der neue Star der Startups: Silicon Beach. Zahlreiche bekannte Universitäten bilden jedes Jahr die höchste Anzahl an Studienabsolventen innerhalb der USA im Bereich Engineering aus. Im Land der Tesla Elektrofahrzeuge, werden jährlich Millionen USD in die Entwicklung grüner Cleantech Produkte investiert. Österreichische Unternehmen wie z.B. die Firma AVL, Pankl Aerospace oder Pankl Racing  haben Forschungslabors und Produktionsstätten im Raum Los Angeles eröffnet, um an dieser Entwicklung teilhaben zu können.

Ein nicht unbeträchtlicher Teil der Volkswirtschaft, wird auch im Bundesstaat Kalifornien aus dem Tourismus erwirtschaftet. Die Hotellerie der Region L.A. County ist Nutznießer dieser Entwicklung. Im Jahr 2016 wurden 29,2 Millionen Nächtigungen in L.A. verzeichnet, die durchschnittliche Auslastung der Hotelbetriebe lag dabei bei einem unglaublich hohen Wert von 81,3%. Die ADR (Average Daily Rate) wuchs um 8,5% auf USD 171,95.- pro Übernachtung. Alleine mehr als 500.000 Beschäftigte werden im Bereich des Tourismus und Unterhaltungsindustrie beschäftigt. Die Filmstadt Los Angeles, lockte im vergangenen Jahr mit seinen zahlreichen Attraktionen alleine 47,3 Millionen Besucher an. Im sechsten Jahr in Folge konnte das Los Angeles Tourism & Convention Board einen Anstieg der Besucherzahlen (+3,8%) verzeichnen.

Der Anteil an internationalen Besuchern liegt dabei bei 7,1 Millionen Besuchern (+3,5%), den größten Zuwachs verzeichnete man bei den chinesischen Touristen. Als erste U.S. Destination begrüßte L.A. im vergangenen Jahr erstmals mehr als 1 Million Besucher aus China! Die Zuwächse der Gäste aus dem Reich der Mitte, haben alleine fast 75% des internationalen Wachstums im vergangenen Jahr ausgemacht. Dabei wurde in Los Angeles in den vergangenen sieben Jahren ein durchschnittliches Besucherplus von mehr als 20% (China) verzeichnet. Geht es nach den Wünschen von Bürgermeister Eric Garcetti, soll die Stadt bis zum Jahr 2020 mehr als 50 Millionen jährliche Besucher begrüßen.

Fotos & Text: Martin Dichler

BVwG verbietet 3. Piste

Die aktuelle Entscheidung zum Verbot zum Bau der 3. Piste des Bundesverwaltungsgerichts, sorgt nicht nur für Verwunderung am Flughafen Wien, sondern auch bei Politikern, Gewerkschaft, Wirtschaft und Tourismusvertretern. Am 9. Februar verkündete die APA in einer Aussendung die unverständliche Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 2. Februar 2017. In den Tagen seit Bekanntgabe der Entscheidung, überschlugen sich die Presseaussendungen und Wortmeldungen zum Thema.

Während sich die Flughafen Wien AG, die Gewerkschaften, sowie die Industrie & Tourismusverantwortlichen, verständlicherweise Sorgen um die Arbeitsplätze und die Zukunft des VIE machen, jubeln die Wiener Grünen und zahlreiche Bürgerinitiativen.

Vorstandsdirektor Günther Ofner stellt Aufgrund der Argumentation des Bundesverwaltungsgerichtes, in der Sonntagsausgabe des KURIER vom 11.2.2017 nicht umsonst die Frage, nach der allgemeinen Entwicklung von Infrastrukturprojekten in Österreich?

„So eine Begründung hat es weltweit noch nicht gegeben. Im Interesse der Zukunft des Wirtschaftsstandortes müssen wir dieses Urteil bekämpfen. Geht das durch, bedeutet das einen Investitionsstop und man kann zukünftig keinen neuen Betrieb errichten. Den jede Zusatzkapazität, wird CO2 ausstoßen“, sagt Ofner“. (Zitat im KURIER vom 11.2)

Der VEREIN DER FLUGHAFENFREUNDE WIEN unterstützt mit seinen 250 Mitgliedern seit jeher den Ausbau und die positive Entwicklung des Flughafen Wien. Wenn gleich die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts noch keine endgültige Wirkung hat, so darf man auf die weitere Entwicklung und dessen möglichen negativen Folgen für den Flughafen Wien gespannt sein.

Martin Dichler

Im Folgenden die APA Aussendung vom 9.2.2017:

Das Bundesverwaltungsgericht teilt mit, dass der Antrag zur Errichtung und zum Betrieb der geplanten dritten Start- und Landebahn am Flughafen Wien-Schwechat abgewiesen wurde. Die Ermittlungsergebnisse der Behördenentscheidung des vor zehn Jahren eingereichten Projektes wurden im Zuge des Beschwerdeverfahrens durch das Bundesverwaltungsgericht einer neuerlichen umfassenden Überprüfung unter Beiziehung von Sachverständigen unterzogen.

Der zuständige Senat, bestehend aus drei Richtern, hat nach detaillierter Prüfung und Abwägung der öffentlichen Interessen entschieden, dass das öffentliche Interesse am Schutz vor den negativen Folgen des Klimawandels, insbesondere durch die hohe CO2-Belastung, höher zu bewerten ist als die positiven öffentlichen (standortpolitischen und arbeitsmarktpolitischen) Interessen an der Verwirklichung des Vorhabens samt zusätzlichem Bedarf.

Durch den Bau der dritten Piste am Flughafen Wien-Schwechat und dem damit erhöhten Flugverkehr würden die Treibhausgasemissionen Österreichs deutlich ansteigen. Dies ergibt sich unter Berücksichtigung der Emissionen beim Start- und Landevorgang sowie dem Treibhausgasausstoß nach Erreichen der Flughöhe. Aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichtes ist diese hohe zusätzliche CO2-Belastung gegenüber den positiven Aspekten des Vorhabens nicht zu rechtfertigen.

Der Richtersenat setzte sich mit Beschwerden von insgesamt 28 unterschiedlichen Beschwerdeführerinnen und Beschwerdeführern auseinander (Privatpersonen, Bürgerinitiativen sowie der Stadt Wien) und prüfte die verschiedenen standortpolitischen und arbeitsmarktpolitischen Aspekte, den Bedarf aufgrund der steigenden Flugbewegungen sowie die Frage der Flugsicherheit im Rahmen des Beschwerdeverfahrens. Es wurde eine dreitägige mündliche Verhandlung durchgeführt und insgesamt sieben umfangreiche Sachverständigen-Gutachten (Luftschadstoffe, Lärmschutz, Vogelkunde, Umwelthygiene, Verkehrsplanung, Treibhausgasemissionen und Bedarfsplanung) in Auftrag gegeben.

Mitberücksichtigt wurden bei dieser Entscheidung, dass die Grundrechte-Charta der Europäischen Union, die österreichische Bundesverfassung und die niederösterreichische Landesverfassung dem Umweltschutz und insbesondere dem Klimaschutz einen hohen Stellenwert einräumen und Österreich sich international und national zur Reduktion der Treibhausgasemissionen verpflichtet sowie im Rahmen des Klimaschutzgesetzes sektorale Emissionshöchstmengen bis 2020 festgelegt hat. Die Möglichkeiten des Flughafens, den CO2-Ausstoß durch eigene Maßnahmen zu verringern (wie etwa die Installation von Solar- bzw. Photovoltaik-Anlagen oder etwa die Umstellung der Wagenflotte auf Elektro-Autos) waren nicht ausreichend.

Grundsätzliche Rechtsfragen haben sich in dem Verfahren nicht gestellt, eine ordentliche Revision wurde daher nicht zugelassen.

3.Piste: Betriebsräte kündigen Proteste an

Die Arbeitnehmervertreter der Flughafen Wien AG (FWAG) sind über den negativen Bescheid zur 3. Piste empört. „Wir werden nicht zulassen, dass unsere Arbeitsplätze nach Bratislava oder München exportiert werden. Das wäre ein Diebstahl Zehntausender Arbeitsplätze. So verbauen wir unsere Zukunft und die Zukunft unserer Kinder am Wirtschaftsstandort Österreich“, erklärt der Vorsitzende des Arbeiterbetriebsrats der Flughafen Wien AG Thomas Faulhuber. Ein Verbot der 3. Piste schädigt die Interessen der mehr als 20.000 Beschäftigten am Flughafen und der mehr als 40.000 Beschäftigten, die in Zulieferbetrieben arbeiten, und verhindert die Schaffung zehntausender neuer Arbeitsplätze, was angesichts einer Rekordarbeitslosigkeit nicht hinnehmbar ist. „Die Regierung hat erst vergangene Woche klar gesagt, dass die Schaffung neuer Arbeitsplätze oberste Priorität hat. Daher kann man nicht das öffentliche Interesse neu definieren, indem man sagt, Klimaschutz geht über alles“, zeigt der Vorsitzende des Angestelltenbetriebsrats der FWAG, Thomas Schäffer die Widersprüche auf.

Besonders skurril ist aus Sicht der Betriebsräte, dass ein Verbot der 3. Piste nicht nur nichts zum Klimaschutz beiträgt, sondern ihm sogar schadet: Ein Teil der Fluggäste wird auf andere Flughäfen wie München oder Bratislava ausweichen, und die übrigen kreisen in vielen hundert Kilometer langen Schleifen über Wien, bis sie endlich landen können. „Der globalen Erderwärmung wirkt man so sicher nicht entgegen“, entrüstet sich Faulhuber. Die Argumentation des Verwaltungsgerichts für das Verbot der 3. Piste, nämlich dass die Schaffung von Arbeitsplätze und die Sicherheit des Flugverkehrs nichts zählen, ist ein Schlag ins Gesicht für unsere Mitarbeiter und für eine halbe Million Arbeitslose in Österreich. Eine derartig unsachliche Provokation können und werden wir nicht unwidersprochen hinnehmen.

Es sei auch absolut zynisch, erhöhte Risiken für Leib und Leben im Flugbetrieb und damit auch für unsere Mitarbeiter, die durch die steigende Auslastung entstehen werden (was die Richter auch ausdrücklich im Urteil bestätigen), wegzuwischen. Und das auch noch mit der in Zeiten gewaltiger agrarischen Produktionsüberschüsse absurden Begründung des Schutzes von Ackerland für die Nahrungsmittelversorgung künftiger Generationen. Dabei wird die Verwertung dieser Agrarüberschüsse – Stichwort Butterberg und Milchsee – seit Jahrzehnten mit Milliardenbeträgen aus den von uns bezahlten Steuern subventioniert.

Alle am Flughafen Tätigen haben bereits hunderte Maßnahmen gesetzt, um den CO2-Ausstoss (seit 2012 Reduktion um über 20%) und den Energieverbrauch (seit 2012 Reduktion um 15%) zu optimieren. Ohne 3. Piste wird dieser aber sicher wieder steigen, weil es zu mehr Verzögerungen bei Start und Landung kommen wird.

Die Betriebsräte der Arbeiter und Angestellten des Flughafens werden daher mit Protestaktionen gegen das Verbot der 3. Piste die Öffentlichkeit über diesen Anschlag auf ihre Arbeitsplätze und ihre Sicherheit informieren. Über die konkreten Aktionen werden wir jeweils zeitgerecht informieren.

China Airlines: A-350 Premiere am Flughafen Wien

Große Premiere am Flughafen Wien. Als erste Fluggesellschaft in Österreich, setzt China Airlines seit dem 10.Jänner den neuen Airbus 350-900 XWB im Linieneinsatz zwischen Wien und Taipeh ein. Mit dem Betrieb des derzeit modernsten Langstreckenflugzeuges der Welt, setzt die staatliche taiwanesische Fluglinie neue Qualität & Komfort Standards für Flüge nach Asien. Das SKYTEAM Mitglied, dessen Geschichte auf das Jahr 1959 zurückgeht, fliegt seit dem 4.Mai 2005 regelmäßig nach Österreich und hat seit Aufnahme der Flüge, bereits mehr als 1 Millionen Passagiere zwischen Taipeh und Wien befördert. Anlässlich des A350 Erstfluges, lud China Airlines in Zusammenarbeit mit dem Flughafen Wien zu einer Flugzeugpräsentation.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch gleich die neue China Airlines Country Managerin Doris Chen, der Öffentlichkeit vorgestellt. Wei Wang, die seit November 2013 die Geschicke des Unternehmens in Wien geleitet hat, wird wieder für China Airlines nach Taipeh zurückkehren. Die Freude war entsprechend groß, als Sie, wie Sie es bei einer kurzen Ansprache nannte, nach einer sehr schönen und unvergesslichen Zeit in Wien, nun an ihrem letzten Arbeitstag, die Aufnahme des A350 Linienbetrieb miterleben durfte.

Alles neu bei China Airlines

Am 30.September wurde der erste von 14 brandneuen (plus 6 Optionen) A-350-900 XWB in Toulouse ausgeliefert und in die Flotte integriert. Der neue Airbus 350 wird bis zum Jahr 2018, die bereits in die Jahre gekommenen A-340-300 Flotte auf den Europa Strecken (Wien, Amsterdam, Rom) ablösen. Mit der Auslieferung des letzten der vierzehn bestellten A350XWB im kommenden Jahr, verjüngt sich das Durchschnittsalter der China Airlines Langstreckenflotte auf nur 3,6 Jahre.

Nach Angaben von Airline CEO Nuan-Hsuan Ho, soll der Einsatz des neuen Airbus Modells, eine jährliche Ersparnis von bis zu USD 2,2 Millionen pro Flugzeug bringen. Ermöglicht werden diese Kostenreduktionen durch die Verwendung von besonders leichten Verbundwerkstoffen bei der Produktion des Flugzeuges und dem Einsatz neuester Triebwerkstechnologien. Im Vergleich zum bisher verwendeten vierstrahligen Airbus 340, werden Kerosineinsparungen von -25% pro Flug erwartet. Ein Argument das dazu beigetragen hat, dass inzwischen 818 Stück des USD 311 Millionen teuren Jets bei Airbus geordert wurden.

Doris Chen übernimmt das Amt der CI Direktorin für Österreich und Osteuropa

Das Besondere am neuen Airbus ist wie sein Name schon besagt (XWB=eXtraWideBody), seine besonders voluminöse Kabine. Das besonders großzügige Raumangebot an Bord wird durch den Einbau von größeren Fenstern, sowie einer je nach Flugphase angepassten LED Beleuchtung, noch weiter verstärkt. Eine höhere Luftfeuchtigkeit, sowie Sauerstoffsättigung sollen zudem das Klima an Bord während der Langstreckenflüge verbessern.

Die Kabine des China Airlines A350 zählt 306 Sitzplätze und besticht durch ein modernes Design mit Stilelementen aus Taiwan. Seit dem 10.Jänner kann der Kunde auf den drei wöchentlich angebotenen Verbindungen(Di, Do, So), nicht nur 40 zusätzliche Plätze buchen, sondern zudem unter drei verschiedenen Klassen wählen.

Die neue Premium Business Class bietet 32 Sitzplätze, die sich zu einem 2 Meter langen Full-Flat Bett verwandeln lassen, viel persönlichen Stauraum bieten, über einen 18 Zoll Bildschirm in HD Qualität verfügen und mit einem großen Arbeitstisch samt Kosmetikspiegel ausgestattet sind. Die komfortable Sitzbreite von 71cm, verspricht zudem viel persönlichen Freiraum beim Schlaf. Durch die Anordnung der Sitzreihen (1-2-1), verfügt jeder Passagier über einen ungehinderten Zugang zu seinem Wunschplatz. Beim Catering setzt China Airlines am Flughafen Wien ganz auf die Qualität des Premium Anbieters DO& CO.

Passagiere der Premium Business Class profitieren zudem von einer erweiterten Freigepäcksgrenze von 40 bzw. 50kg und einem kostenlosen Limousinenservice im Umkreis von 40km um den Flughafen Wien.

Neu an Bord des A350 wird zudem in allen Klassen WLAN angeboten! Der Kunde kann zwischen einer Nutzungsdauer von einer Stunde, drei Stunden, oder 24 Stunden wählen. Die Preise für das neue Online Angebot starten bereits bei günstigen € 10.-.

Hinter dem Bereich der Premium Business Class befindet sich an Bord des neuen Airbus eine Sky Lounge. Dieser stimmungsvoll beleuchtete Galley Bereich bittet den Passagieren im Self Service, eine große Auswahl an Kaffee- und Teegetränken, Spirituosen sowie taiwanesischen Snacks und Früchten. Eine kleine Bordbibliothek dient zusätzlich der Bordunterhaltung.

Der Self-Service Bereich der Sky Lounge

In der neu angebotenen Premium Economy Class mit 31 Sitzplätzen erwarten den Passagier gegen einen geringen Aufpreis ein komfortabler Sitz mit einem Abstand von 99cm, breitere Sitzflächen mit einer eigenen Armlehne und viel persönlicher Stauraum.  Die Rückenlehnen lassen sich bis auf 39° Grad zurück neigen und verstellbare Fußstützen unterstützen die bequeme Sitzposition. Natürlich profitieren die Passagiere der Premium Economy Class auch von größeren Bildschirmen (30,7cm) und dem umfangreichen Video on Demand Angebot.

Premium Economy, die preisgünstige Alternative zur Business Class

Die Economy Class des neuen China Airlines A350 wartet zusätzlich mit einem besonderen Produkt auf.

In den ersten Sitzreihen dieser Buchungsklasse, lassen sich jeweils je drei Einzelsitzplätze, zu  einer gemütlichen „Family Couch“ verwandeln. Bei diesen speziellen Sitzen kommen größere Fußstützen zum Einsatz, die nachdem Sie einmal aufgeklappt wurden, die Sitzreihe zu einer 152 x71cm großen Liegefläche verwandeln. Eine weiche Schaumstoffauflage, sowie Decken und Polster sorgen zusätzlichen für mehr Komfort. Mit wenigen Handgriffen lässt sich so für die kleinsten unter den Reisenden, ein Schlaf & Spielparadies für einen anstrengenden Langstreckenflug entstehen. Der Aufpreis für die „Family Couch“ beträgt maximal € 600.- pro Strecke und hängt von der Anzahl der gebuchten Sitzplätze ab.

Die 243 Sitzplätze der Economy Class (3-3-3), verfügen zudem über einen sehr komfortablen Sitzabstand von 81,2cm und einen eigenen Strom und USB Anschluss. Das umfangreiche Unterhaltungsprogramm mit einer großen Auswahl an aktuellen Spielfilmen und Musikkanälen, kann auf 28 cm großen Bildschirm individuell genossen werden.

Aus einer Dreiersitzbank, wird mit wenigen Handgriffen eine „Family Couch“

Im Gespräch mit Approach zeigt sich Salesmanager Walter Negri vom Erfolg des neuen Produktes überzeugt: „Wir erwarten uns mehr Passagiere schon alleine durch die größere Sitzplatzkapazität und durch die neue Qualität des Airbus Produktes. Der Passagier kann nun zwischen drei Klassen wählen, wobei unsere Premium Business Class, Premium Economy Class, sowie Economy Class neue Maßstäbe in der Branche setzt! Die „Family Couch“ ist ein einmaliges Produkt und die um 3 ½ Stunden kürzere Flugzeit nach Taiwan, sind ein klarer Wettbewerbsvorteil“.

Die neue Österreich Chefin Doris Chen setzt ebenfalls auf den Erfolg des neuen A350: „Unsere österreichischen Passagiere können an Bord des A-350XWB die taiwanesische Kultur, sowie modernste Technik im edlen Design fühlen. Wir hoffen, dass unsere Passagiere dieses Flugzeug lieben werden“.

Einzig der Wunsch von Ya-Ping Shih (Vertreterin Taiwans in Österreich) nach einem täglichen China Airlines Flug nach Wien wird nicht so schnell in Erfüllung gehen..

Martin Dichler

Über China Airlines:

China Airlines wurde als erste Fluggesellschaft Taiwan´s im Jahr 1959 gegründet. Im vergangenen Jahr beförderte das Unternehmen 14,7 Millionen Passagiere. Über ihre Heimatbasis in Taipeh erreichen Passagiere ab Österreich, perfekte Anschlüsse zu über 90 Destinationen in Asien, Australien und Neuseeland.

Warum nicht einmal Taiwan?

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Während Herr & Frau Österreicher bei einer Asienreise an Destinationen wie Bangkok, Hongkong oder Singapur denken, ist die Urlaubsdestination Taiwan bislang wenig gefragt. Im vergangenen Jahr besuchten bei mehr als 10 Millionen Auslands-Ankünften, gerade einmal 6000 Österreicher Taiwan. Weiterlesen

Peking, Shanghai, Hongkong…

Austrian Airlines hebt zum Erstflug nach Hongkong ab

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Wie bereits zum Jahresbeginn angekündigt, hat sich der Homecarrier Austrian Airlines für das heurige Jahr eine Expansion in Richtung China auf die Fahnen geheftet. Mit dem Erstflug am 5. September in die ehemalige Kronkolonie Hongkong, wurde diese Expansion abgeschlossen. APPROACH durfte den historischen Erstflug nach Hongkong im Rahmen einer Pressereise begleiten. Weiterlesen

Moldawiens Tor zur Welt

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Fast genau fünfundzwanzig Jahre ist es her, dass sich Moldawien von der Sowjetunion lossagte und unabhängig wurde. Seitdem ist viel Zeit vergangenen und während sich die Nachbarländer mehr oder weniger erfolgreich in Richtung Europa reformiert haben, scheint es in Moldawien fast so, als wäre die Zeit stehen geblieben. Arm an Rohstoffen, geprägt von Landwirtschaft und fast gänzlich ohne große Industriebetriebe, hat das Land mit seinen 3,5 Millionen Einwohnern seitdem den wirtschaftlichen Anschluss an Europa verloren. Doch trotz der schwierigen Umstände und innenpolitischen Zerrissenheit der Bevölkerung wird gerade jetzt in den Aufbau des Landes investiert. Eine Grundvoraussetzung für eine florierende Wirtschaft sind bekanntlich gute Flugverbindungen und ein Flughafen mit der nötigen Infrastruktur. Mit Air Moldova und dem Hauptstadtflughafen KIV ist beides in Moldawien vorhanden. Weiterlesen

SKYTRAX World Airline Awards 2016

Fünf der 10 weltweit besten Fluglinien steuern den Flughafen Schwechat an

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Alljährlich verleiht das Passagierbefragungsinstitut SKYTRAX die begehrten „World Airline Awards“ an die beliebtesten Fluggesellschaften weltweit. In diesem Jahr gaben mehr als 19 Millionen Passagiere aus 104 Ländern ihre Stimmen bei der Wahl zur beliebtesten Fluglinie ab. Die jährliche Skytrax Umfrage ist die weltweit größte Passagierbefragung zum Thema Kundenzufriedenheit und setzt sich aus 41 Leistungsmerkmalen zu Produkten und Serviceleistungen zusammen. Weiterlesen

Hoffnungsmarkt China

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Am 6. April startete erstmals nach sieben Jahren Unterbrechung wieder eine Austrian Airlines Boeing 777-200 mit 308 Passagieren an Bord in das 8500km entfernte Shanghai. APPROACH hat sich das Entwicklungspotential der Destination sowie seine Bedeutung als Wirtschaftsstandort genauer angesehen.

Nachdem die heimische Fluglinie in den vergangenen Jahren die Expansion seiner Langstrecke in Richtung Nordamerika (Miami, Newark) ausbaute, setzt man nun bei Austrian Airlines verstärkt auf Flüge in Richtung China. Die Wirtschaftsmetropole im Yangtse Fluss Delta wird ab sofort täglich bedient.

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Zuletzt geriet der chinesische Wirtschaftsmotor zwar etwas in stocken, trotzdem zeigt sich alleine das Gebiet rund um Shanghai für rund ein Drittel des gesamtchinesischen Außenhandels verantwortlich. Rund ein Drittel aller ausländischen Investitionen werden hier getätigt und rund ein Viertel des Bruttoinlandsprodukts Chinas erwirtschaftet. Österreichische Unternehmen könnten sich freuen, würden die Wirtschaftsprognosen für das kommende Jahr ein gedämpftes Wachstum von „nur“ durchschnittlich + 6,2% voraussagen.

Auch wenn Austrian Airlines nun bereits den dritten Anlauf in Richtung Shanghai nimmt, so sprechen viele Argumente für einen Ausbau der Verbindungen in den Hoffnungsmarkt China.

Das sieht auch Austrian CFO Heinz Lachinger so: „Durch eine gestärkte Kaufkraft der Shanghai Chinesen und stark wachsende Tourismusströme in Richtung Europa, gibt es ein großes Potential für eine Wiederaufnahme der Verbindung in die größte Stadt Chinas. Wir wollen in Shanghai bleiben, solange die Strecke profitabel ist“.                   

Zuletzt wurden ja bekanntlich die weniger ertragreichen Verbindungen nach Tokio und Delhi, aus dem Angebot der Fluglinie heraus genommen.

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Mit der Eröffnung der Flüge nach Shanghai ist die Expansion in China aber noch lange nicht abgeschlossen. Ab dem 5. September wird zusätzlich als dritte Destination im Land neben Peking und Shanghai, erstmals Hongkong direkt angeflogen. Auf den fünf wöchentlichen Verbindungen erhofft sich die Fluglinie ein Aufkommen von 120.000 Passagieren jährlich. Das wiederum bewirkt, dass sich der China-Anteil am Asienverkehr bei Austrian Airlines von zuletzt 14% im Jahr 2015, auf 40% im Jahr 2016 nahezu verdreifachen wird. Durch die Aufnahme der Shanghai -Flüge erhöht sich die Zahl der Austrian Airlines Verbindungen nach Asien im Sommerflugplan auf 29 wöchentliche Anbindungen.

Die bunt beleuchtete Skyline der Stadt ist gleichzeitig die größte Sehenswürdigkeit Shanghai´s

Die bunt beleuchtete Skyline der Stadt ist gleichzeitig die größte Sehenswürdigkeit Shanghai´s

Der verantwortliche LH Managing Director für Greater China, Jürg Christen sieht die Aufnahme der OS-Flüge als weitere Komplementierung des bestehenden Angebotes der Lufthansa Gruppe in China. So beförderten die Fluglinien der Gruppe (LH, LX, OS) im vergangenen Jahr mehr als 1,5 Millionen Passagiere auf ihren 97 wöchentlichen Flügen zwischen China und Europa. Austrian Airlines wird dabei als weiterer Premium-Carrier der Gruppe am Markt etabliert und soll durch sein gutes Service und die österreichische Küche an Bord beim Kunden punkten.

China – wichtigster Handelspartner in Asien

Shanghai ist die bedeutendste Industriestadt Chinas und mit ihren mehr als 15 Millionen Einwohnern zugleich die größte Stadt des Landes. Das Handelszentrum, das auch den größten Containerhafen der Welt beheimatet, ist Austragungsort von zahlreichen Messen, Kongressen und neben der Hauptstadt Peking, das zweitwichtigste touristische Ziel des Landes. Zahlreiche Hochhäuser beherrschen das moderne Stadtbild, darunter der gerade im Bau befindliche Shanghai Tower, der mit seiner Höhe von 632 Meter das zweitgrößte Gebäude der Welt ist.

Der Shanghai Tower rechts im Bild übertrumpft mit seiner Höhe von 632m alle Gebäude der Stadt

Der Shanghai Tower rechts im Bild übertrumpft mit seiner Höhe von 632m alle Gebäude der Stadt

Das Beleuchtungskonzept für das 132 Stockwerke umfassende Hochhaus wurde vom Unternehmen Kolarz mit Firmensitz im niederösterreichischen Breitenfurt entwickelt. Zahlreiche österreichische Betriebe sind in Shanghai seit Jahren ansässig, wie das österreichische Familienunternehmen Zotter. Julia Zotter, die Tochter des Firmengründers, leitet in Shanghai das Schokoladen-Theater. Eine 24.000m2 große Schokoladen-Erlebniswelt, die in ihrer Art einmalig in Asien ist.

Die österreichische Wirtschaft hat natürlich ein besonders großes Interesse an einer direkten Flugverbindung zwischen Wien und Shanghai. Trotz insgesamt durchwachsender Ergebnisse im bilateralen Außenhandel stieg das Handelsvolumen zwischen Österreich und China im Jahr 2015 weiter auf 11,2 Mrd. EUR an. Damit ist China mit Abstand der wichtigste Handelspartner Österreichs in Asien.

Höher, schneller, weiter... Shanghai beteiligt sich seit knapp 30 Jahren an diesem weltweiten Wettrennen

Höher, schneller, weiter… Shanghai beteiligt sich seit knapp 30 Jahren an diesem weltweiten Wettrennen

Tourismus – der Boom hat gerade erst begonnen

Das rund 10:20 Stunden Flugzeit von Wien entfernte Shanghai ist aber nicht nur für die heimischen Wirtschaftstreibenden von besonderer Bedeutung, sondern auch in zunehmenden Maße für den Tourismus. Das chinesische BIP sowie die Zahl der Reisenden nach Europa steigt von Jahr zu Jahr rasant an. Die Ankünfte aus China in Österreich im Jahr 2015 sind im Vergleich zum Vorjahr um 43,6% auf insgesamt 715.100 Besucher gestiegen. Alleine in Wien verzeichnete man zuletzt ein chinesisches Nächtigungsplus von 36,1%. Dabei ist das Land gerade erst dabei den internationalen Tourismus zu entdecken. Auch wenn das Reiseland Österreich derzeit bei den beliebtesten Reisedestinationen in Europa noch keine wichtige Rolle einnimmt, so versucht die ÖW (Österreich Werbung) hier durch gezieltes Marketing Aufmerksamkeit zu erzielen.

Auch in der LH Gruppe verzeichnete man in den letzten Jahren einen gewaltigen Anstieg chinesischer Flugpassagiere. Trotz einer leicht stagnierenden Wirtschaftslage, konnte man in der LH Gruppe im vergangenen Jahr immer noch ein Passagierplus von 10% im Chinaverkehr verzeichnen. Derzeit gibt es auf der neuen Austrian Verbindung nach Shanghai noch kein  Air China Codeshare Abkommen. Die LH Gruppe ist aber laut Jürg Christen bestrebt, die Zusammenarbeit mit der staatlichen Fluglinie im Chinaverkehr zu intensivieren.

Austrian Airlines möchte mit seinem Service an Bord der Boeing 777 bei den Passagieren punkten

Austrian Airlines möchte mit seinem Service an Bord der Boeing 777 bei den Passagieren punkten

Neben einem starken Punkt-zu-Punkt Verkehr auf der neuen Verbindung, erhofft man sich in der Austrian Airlines Konzernzentrale aber auch einen hohen Anteil an Umsteigeverkehr nach West- und Osteuropa. Bereits heute tragen die Langstreckenverbindungen laut Aussagen von Austrian CFO Franz Lachinger ca. 40% am Gesamtumsatz der Fluglinie bei. Im vergangenen Jahr sind fast 1,3 Millionen Passagiere auf der Langstrecke befördert worden, was einem leichten Plus von 0,6% entspricht.

Die Neuaufnahme von Interkontinentalflügen wie zuletzt nach Miami, Colombo oder Mauritius, haben maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens beigetragen und wurden im Rahmen der bestehenden Flugzeugflotte durchgeführt. Frühestens ab dem Jahr 2018 sieht Heinz Lachinger die Möglichkeit weiteres Langstreckenfluggerät für einen Ausbau des Streckennetzes anzuschaffen.

Sollte sich jedoch die neue Verbindung nach Shanghai mit ihren geschätzten 150.000 Passagieren jährlich positiv entwickeln, könnte Sie ein weiterer wichtiger Baustein für den weiteren Ausbau der Langstrecke sein.

Martin Dichler