BVwG verbietet 3. Piste

Die aktuelle Entscheidung zum Verbot zum Bau der 3. Piste des Bundesverwaltungsgerichts, sorgt nicht nur für Verwunderung am Flughafen Wien, sondern auch bei Politikern, Gewerkschaft, Wirtschaft und Tourismusvertretern. Am 9. Februar verkündete die APA in einer Aussendung die unverständliche Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 2. Februar 2017. In den Tagen seit Bekanntgabe der Entscheidung, überschlugen sich die Presseaussendungen und Wortmeldungen zum Thema.

Während sich die Flughafen Wien AG, die Gewerkschaften, sowie die Industrie & Tourismusverantwortlichen, verständlicherweise Sorgen um die Arbeitsplätze und die Zukunft des VIE machen, jubeln die Wiener Grünen und zahlreiche Bürgerinitiativen.

Vorstandsdirektor Günther Ofner stellt Aufgrund der Argumentation des Bundesverwaltungsgerichtes, in der Sonntagsausgabe des KURIER vom 11.2.2017 nicht umsonst die Frage, nach der allgemeinen Entwicklung von Infrastrukturprojekten in Österreich?

„So eine Begründung hat es weltweit noch nicht gegeben. Im Interesse der Zukunft des Wirtschaftsstandortes müssen wir dieses Urteil bekämpfen. Geht das durch, bedeutet das einen Investitionsstop und man kann zukünftig keinen neuen Betrieb errichten. Den jede Zusatzkapazität, wird CO2 ausstoßen“, sagt Ofner“. (Zitat im KURIER vom 11.2)

Der VEREIN DER FLUGHAFENFREUNDE WIEN unterstützt mit seinen 250 Mitgliedern seit jeher den Ausbau und die positive Entwicklung des Flughafen Wien. Wenn gleich die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts noch keine endgültige Wirkung hat, so darf man auf die weitere Entwicklung und dessen möglichen negativen Folgen für den Flughafen Wien gespannt sein.

Martin Dichler

Im Folgenden die APA Aussendung vom 9.2.2017:

Das Bundesverwaltungsgericht teilt mit, dass der Antrag zur Errichtung und zum Betrieb der geplanten dritten Start- und Landebahn am Flughafen Wien-Schwechat abgewiesen wurde. Die Ermittlungsergebnisse der Behördenentscheidung des vor zehn Jahren eingereichten Projektes wurden im Zuge des Beschwerdeverfahrens durch das Bundesverwaltungsgericht einer neuerlichen umfassenden Überprüfung unter Beiziehung von Sachverständigen unterzogen.

Der zuständige Senat, bestehend aus drei Richtern, hat nach detaillierter Prüfung und Abwägung der öffentlichen Interessen entschieden, dass das öffentliche Interesse am Schutz vor den negativen Folgen des Klimawandels, insbesondere durch die hohe CO2-Belastung, höher zu bewerten ist als die positiven öffentlichen (standortpolitischen und arbeitsmarktpolitischen) Interessen an der Verwirklichung des Vorhabens samt zusätzlichem Bedarf.

Durch den Bau der dritten Piste am Flughafen Wien-Schwechat und dem damit erhöhten Flugverkehr würden die Treibhausgasemissionen Österreichs deutlich ansteigen. Dies ergibt sich unter Berücksichtigung der Emissionen beim Start- und Landevorgang sowie dem Treibhausgasausstoß nach Erreichen der Flughöhe. Aus Sicht des Bundesverwaltungsgerichtes ist diese hohe zusätzliche CO2-Belastung gegenüber den positiven Aspekten des Vorhabens nicht zu rechtfertigen.

Der Richtersenat setzte sich mit Beschwerden von insgesamt 28 unterschiedlichen Beschwerdeführerinnen und Beschwerdeführern auseinander (Privatpersonen, Bürgerinitiativen sowie der Stadt Wien) und prüfte die verschiedenen standortpolitischen und arbeitsmarktpolitischen Aspekte, den Bedarf aufgrund der steigenden Flugbewegungen sowie die Frage der Flugsicherheit im Rahmen des Beschwerdeverfahrens. Es wurde eine dreitägige mündliche Verhandlung durchgeführt und insgesamt sieben umfangreiche Sachverständigen-Gutachten (Luftschadstoffe, Lärmschutz, Vogelkunde, Umwelthygiene, Verkehrsplanung, Treibhausgasemissionen und Bedarfsplanung) in Auftrag gegeben.

Mitberücksichtigt wurden bei dieser Entscheidung, dass die Grundrechte-Charta der Europäischen Union, die österreichische Bundesverfassung und die niederösterreichische Landesverfassung dem Umweltschutz und insbesondere dem Klimaschutz einen hohen Stellenwert einräumen und Österreich sich international und national zur Reduktion der Treibhausgasemissionen verpflichtet sowie im Rahmen des Klimaschutzgesetzes sektorale Emissionshöchstmengen bis 2020 festgelegt hat. Die Möglichkeiten des Flughafens, den CO2-Ausstoß durch eigene Maßnahmen zu verringern (wie etwa die Installation von Solar- bzw. Photovoltaik-Anlagen oder etwa die Umstellung der Wagenflotte auf Elektro-Autos) waren nicht ausreichend.

Grundsätzliche Rechtsfragen haben sich in dem Verfahren nicht gestellt, eine ordentliche Revision wurde daher nicht zugelassen.

3.Piste: Betriebsräte kündigen Proteste an

Die Arbeitnehmervertreter der Flughafen Wien AG (FWAG) sind über den negativen Bescheid zur 3. Piste empört. „Wir werden nicht zulassen, dass unsere Arbeitsplätze nach Bratislava oder München exportiert werden. Das wäre ein Diebstahl Zehntausender Arbeitsplätze. So verbauen wir unsere Zukunft und die Zukunft unserer Kinder am Wirtschaftsstandort Österreich“, erklärt der Vorsitzende des Arbeiterbetriebsrats der Flughafen Wien AG Thomas Faulhuber. Ein Verbot der 3. Piste schädigt die Interessen der mehr als 20.000 Beschäftigten am Flughafen und der mehr als 40.000 Beschäftigten, die in Zulieferbetrieben arbeiten, und verhindert die Schaffung zehntausender neuer Arbeitsplätze, was angesichts einer Rekordarbeitslosigkeit nicht hinnehmbar ist. „Die Regierung hat erst vergangene Woche klar gesagt, dass die Schaffung neuer Arbeitsplätze oberste Priorität hat. Daher kann man nicht das öffentliche Interesse neu definieren, indem man sagt, Klimaschutz geht über alles“, zeigt der Vorsitzende des Angestelltenbetriebsrats der FWAG, Thomas Schäffer die Widersprüche auf.

Besonders skurril ist aus Sicht der Betriebsräte, dass ein Verbot der 3. Piste nicht nur nichts zum Klimaschutz beiträgt, sondern ihm sogar schadet: Ein Teil der Fluggäste wird auf andere Flughäfen wie München oder Bratislava ausweichen, und die übrigen kreisen in vielen hundert Kilometer langen Schleifen über Wien, bis sie endlich landen können. „Der globalen Erderwärmung wirkt man so sicher nicht entgegen“, entrüstet sich Faulhuber. Die Argumentation des Verwaltungsgerichts für das Verbot der 3. Piste, nämlich dass die Schaffung von Arbeitsplätze und die Sicherheit des Flugverkehrs nichts zählen, ist ein Schlag ins Gesicht für unsere Mitarbeiter und für eine halbe Million Arbeitslose in Österreich. Eine derartig unsachliche Provokation können und werden wir nicht unwidersprochen hinnehmen.

Es sei auch absolut zynisch, erhöhte Risiken für Leib und Leben im Flugbetrieb und damit auch für unsere Mitarbeiter, die durch die steigende Auslastung entstehen werden (was die Richter auch ausdrücklich im Urteil bestätigen), wegzuwischen. Und das auch noch mit der in Zeiten gewaltiger agrarischen Produktionsüberschüsse absurden Begründung des Schutzes von Ackerland für die Nahrungsmittelversorgung künftiger Generationen. Dabei wird die Verwertung dieser Agrarüberschüsse – Stichwort Butterberg und Milchsee – seit Jahrzehnten mit Milliardenbeträgen aus den von uns bezahlten Steuern subventioniert.

Alle am Flughafen Tätigen haben bereits hunderte Maßnahmen gesetzt, um den CO2-Ausstoss (seit 2012 Reduktion um über 20%) und den Energieverbrauch (seit 2012 Reduktion um 15%) zu optimieren. Ohne 3. Piste wird dieser aber sicher wieder steigen, weil es zu mehr Verzögerungen bei Start und Landung kommen wird.

Die Betriebsräte der Arbeiter und Angestellten des Flughafens werden daher mit Protestaktionen gegen das Verbot der 3. Piste die Öffentlichkeit über diesen Anschlag auf ihre Arbeitsplätze und ihre Sicherheit informieren. Über die konkreten Aktionen werden wir jeweils zeitgerecht informieren.

China Airlines: A-350 Premiere am Flughafen Wien

Große Premiere am Flughafen Wien. Als erste Fluggesellschaft in Österreich, setzt China Airlines seit dem 10.Jänner den neuen Airbus 350-900 XWB im Linieneinsatz zwischen Wien und Taipeh ein. Mit dem Betrieb des derzeit modernsten Langstreckenflugzeuges der Welt, setzt die staatliche taiwanesische Fluglinie neue Qualität & Komfort Standards für Flüge nach Asien. Das SKYTEAM Mitglied, dessen Geschichte auf das Jahr 1959 zurückgeht, fliegt seit dem 4.Mai 2005 regelmäßig nach Österreich und hat seit Aufnahme der Flüge, bereits mehr als 1 Millionen Passagiere zwischen Taipeh und Wien befördert. Anlässlich des A350 Erstfluges, lud China Airlines in Zusammenarbeit mit dem Flughafen Wien zu einer Flugzeugpräsentation.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch gleich die neue China Airlines Country Managerin Doris Chen, der Öffentlichkeit vorgestellt. Wei Wang, die seit November 2013 die Geschicke des Unternehmens in Wien geleitet hat, wird wieder für China Airlines nach Taipeh zurückkehren. Die Freude war entsprechend groß, als Sie, wie Sie es bei einer kurzen Ansprache nannte, nach einer sehr schönen und unvergesslichen Zeit in Wien, nun an ihrem letzten Arbeitstag, die Aufnahme des A350 Linienbetrieb miterleben durfte.

Alles neu bei China Airlines

Am 30.September wurde der erste von 14 brandneuen (plus 6 Optionen) A-350-900 XWB in Toulouse ausgeliefert und in die Flotte integriert. Der neue Airbus 350 wird bis zum Jahr 2018, die bereits in die Jahre gekommenen A-340-300 Flotte auf den Europa Strecken (Wien, Amsterdam, Rom) ablösen. Mit der Auslieferung des letzten der vierzehn bestellten A350XWB im kommenden Jahr, verjüngt sich das Durchschnittsalter der China Airlines Langstreckenflotte auf nur 3,6 Jahre.

Nach Angaben von Airline CEO Nuan-Hsuan Ho, soll der Einsatz des neuen Airbus Modells, eine jährliche Ersparnis von bis zu USD 2,2 Millionen pro Flugzeug bringen. Ermöglicht werden diese Kostenreduktionen durch die Verwendung von besonders leichten Verbundwerkstoffen bei der Produktion des Flugzeuges und dem Einsatz neuester Triebwerkstechnologien. Im Vergleich zum bisher verwendeten vierstrahligen Airbus 340, werden Kerosineinsparungen von -25% pro Flug erwartet. Ein Argument das dazu beigetragen hat, dass inzwischen 818 Stück des USD 311 Millionen teuren Jets bei Airbus geordert wurden.

Doris Chen übernimmt das Amt der CI Direktorin für Österreich und Osteuropa

Das Besondere am neuen Airbus ist wie sein Name schon besagt (XWB=eXtraWideBody), seine besonders voluminöse Kabine. Das besonders großzügige Raumangebot an Bord wird durch den Einbau von größeren Fenstern, sowie einer je nach Flugphase angepassten LED Beleuchtung, noch weiter verstärkt. Eine höhere Luftfeuchtigkeit, sowie Sauerstoffsättigung sollen zudem das Klima an Bord während der Langstreckenflüge verbessern.

Die Kabine des China Airlines A350 zählt 306 Sitzplätze und besticht durch ein modernes Design mit Stilelementen aus Taiwan. Seit dem 10.Jänner kann der Kunde auf den drei wöchentlich angebotenen Verbindungen(Di, Do, So), nicht nur 40 zusätzliche Plätze buchen, sondern zudem unter drei verschiedenen Klassen wählen.

Die neue Premium Business Class bietet 32 Sitzplätze, die sich zu einem 2 Meter langen Full-Flat Bett verwandeln lassen, viel persönlichen Stauraum bieten, über einen 18 Zoll Bildschirm in HD Qualität verfügen und mit einem großen Arbeitstisch samt Kosmetikspiegel ausgestattet sind. Die komfortable Sitzbreite von 71cm, verspricht zudem viel persönlichen Freiraum beim Schlaf. Durch die Anordnung der Sitzreihen (1-2-1), verfügt jeder Passagier über einen ungehinderten Zugang zu seinem Wunschplatz. Beim Catering setzt China Airlines am Flughafen Wien ganz auf die Qualität des Premium Anbieters DO& CO.

Passagiere der Premium Business Class profitieren zudem von einer erweiterten Freigepäcksgrenze von 40 bzw. 50kg und einem kostenlosen Limousinenservice im Umkreis von 40km um den Flughafen Wien.

Neu an Bord des A350 wird zudem in allen Klassen WLAN angeboten! Der Kunde kann zwischen einer Nutzungsdauer von einer Stunde, drei Stunden, oder 24 Stunden wählen. Die Preise für das neue Online Angebot starten bereits bei günstigen € 10.-.

Hinter dem Bereich der Premium Business Class befindet sich an Bord des neuen Airbus eine Sky Lounge. Dieser stimmungsvoll beleuchtete Galley Bereich bittet den Passagieren im Self Service, eine große Auswahl an Kaffee- und Teegetränken, Spirituosen sowie taiwanesischen Snacks und Früchten. Eine kleine Bordbibliothek dient zusätzlich der Bordunterhaltung.

Der Self-Service Bereich der Sky Lounge

In der neu angebotenen Premium Economy Class mit 31 Sitzplätzen erwarten den Passagier gegen einen geringen Aufpreis ein komfortabler Sitz mit einem Abstand von 99cm, breitere Sitzflächen mit einer eigenen Armlehne und viel persönlicher Stauraum.  Die Rückenlehnen lassen sich bis auf 39° Grad zurück neigen und verstellbare Fußstützen unterstützen die bequeme Sitzposition. Natürlich profitieren die Passagiere der Premium Economy Class auch von größeren Bildschirmen (30,7cm) und dem umfangreichen Video on Demand Angebot.

Premium Economy, die preisgünstige Alternative zur Business Class

Die Economy Class des neuen China Airlines A350 wartet zusätzlich mit einem besonderen Produkt auf.

In den ersten Sitzreihen dieser Buchungsklasse, lassen sich jeweils je drei Einzelsitzplätze, zu  einer gemütlichen „Family Couch“ verwandeln. Bei diesen speziellen Sitzen kommen größere Fußstützen zum Einsatz, die nachdem Sie einmal aufgeklappt wurden, die Sitzreihe zu einer 152 x71cm großen Liegefläche verwandeln. Eine weiche Schaumstoffauflage, sowie Decken und Polster sorgen zusätzlichen für mehr Komfort. Mit wenigen Handgriffen lässt sich so für die kleinsten unter den Reisenden, ein Schlaf & Spielparadies für einen anstrengenden Langstreckenflug entstehen. Der Aufpreis für die „Family Couch“ beträgt maximal € 600.- pro Strecke und hängt von der Anzahl der gebuchten Sitzplätze ab.

Die 243 Sitzplätze der Economy Class (3-3-3), verfügen zudem über einen sehr komfortablen Sitzabstand von 81,2cm und einen eigenen Strom und USB Anschluss. Das umfangreiche Unterhaltungsprogramm mit einer großen Auswahl an aktuellen Spielfilmen und Musikkanälen, kann auf 28 cm großen Bildschirm individuell genossen werden.

Aus einer Dreiersitzbank, wird mit wenigen Handgriffen eine „Family Couch“

Im Gespräch mit Approach zeigt sich Salesmanager Walter Negri vom Erfolg des neuen Produktes überzeugt: „Wir erwarten uns mehr Passagiere schon alleine durch die größere Sitzplatzkapazität und durch die neue Qualität des Airbus Produktes. Der Passagier kann nun zwischen drei Klassen wählen, wobei unsere Premium Business Class, Premium Economy Class, sowie Economy Class neue Maßstäbe in der Branche setzt! Die „Family Couch“ ist ein einmaliges Produkt und die um 3 ½ Stunden kürzere Flugzeit nach Taiwan, sind ein klarer Wettbewerbsvorteil“.

Die neue Österreich Chefin Doris Chen setzt ebenfalls auf den Erfolg des neuen A350: „Unsere österreichischen Passagiere können an Bord des A-350XWB die taiwanesische Kultur, sowie modernste Technik im edlen Design fühlen. Wir hoffen, dass unsere Passagiere dieses Flugzeug lieben werden“.

Einzig der Wunsch von Ya-Ping Shih (Vertreterin Taiwans in Österreich) nach einem täglichen China Airlines Flug nach Wien wird nicht so schnell in Erfüllung gehen..

Martin Dichler

Über China Airlines:

China Airlines wurde als erste Fluggesellschaft Taiwan´s im Jahr 1959 gegründet. Im vergangenen Jahr beförderte das Unternehmen 14,7 Millionen Passagiere. Über ihre Heimatbasis in Taipeh erreichen Passagiere ab Österreich, perfekte Anschlüsse zu über 90 Destinationen in Asien, Australien und Neuseeland.

Warum nicht einmal Taiwan?

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Während Herr & Frau Österreicher bei einer Asienreise an Destinationen wie Bangkok, Hongkong oder Singapur denken, ist die Urlaubsdestination Taiwan bislang wenig gefragt. Im vergangenen Jahr besuchten bei mehr als 10 Millionen Auslands-Ankünften, gerade einmal 6000 Österreicher Taiwan. Weiterlesen

Peking, Shanghai, Hongkong…

Austrian Airlines hebt zum Erstflug nach Hongkong ab

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Wie bereits zum Jahresbeginn angekündigt, hat sich der Homecarrier Austrian Airlines für das heurige Jahr eine Expansion in Richtung China auf die Fahnen geheftet. Mit dem Erstflug am 5. September in die ehemalige Kronkolonie Hongkong, wurde diese Expansion abgeschlossen. APPROACH durfte den historischen Erstflug nach Hongkong im Rahmen einer Pressereise begleiten. Weiterlesen

Moldawiens Tor zur Welt

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Fast genau fünfundzwanzig Jahre ist es her, dass sich Moldawien von der Sowjetunion lossagte und unabhängig wurde. Seitdem ist viel Zeit vergangenen und während sich die Nachbarländer mehr oder weniger erfolgreich in Richtung Europa reformiert haben, scheint es in Moldawien fast so, als wäre die Zeit stehen geblieben. Arm an Rohstoffen, geprägt von Landwirtschaft und fast gänzlich ohne große Industriebetriebe, hat das Land mit seinen 3,5 Millionen Einwohnern seitdem den wirtschaftlichen Anschluss an Europa verloren. Doch trotz der schwierigen Umstände und innenpolitischen Zerrissenheit der Bevölkerung wird gerade jetzt in den Aufbau des Landes investiert. Eine Grundvoraussetzung für eine florierende Wirtschaft sind bekanntlich gute Flugverbindungen und ein Flughafen mit der nötigen Infrastruktur. Mit Air Moldova und dem Hauptstadtflughafen KIV ist beides in Moldawien vorhanden. Weiterlesen

SKYTRAX World Airline Awards 2016

Fünf der 10 weltweit besten Fluglinien steuern den Flughafen Schwechat an

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Alljährlich verleiht das Passagierbefragungsinstitut SKYTRAX die begehrten „World Airline Awards“ an die beliebtesten Fluggesellschaften weltweit. In diesem Jahr gaben mehr als 19 Millionen Passagiere aus 104 Ländern ihre Stimmen bei der Wahl zur beliebtesten Fluglinie ab. Die jährliche Skytrax Umfrage ist die weltweit größte Passagierbefragung zum Thema Kundenzufriedenheit und setzt sich aus 41 Leistungsmerkmalen zu Produkten und Serviceleistungen zusammen. Weiterlesen

Hoffnungsmarkt China

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Am 6. April startete erstmals nach sieben Jahren Unterbrechung wieder eine Austrian Airlines Boeing 777-200 mit 308 Passagieren an Bord in das 8500km entfernte Shanghai. APPROACH hat sich das Entwicklungspotential der Destination sowie seine Bedeutung als Wirtschaftsstandort genauer angesehen.

Nachdem die heimische Fluglinie in den vergangenen Jahren die Expansion seiner Langstrecke in Richtung Nordamerika (Miami, Newark) ausbaute, setzt man nun bei Austrian Airlines verstärkt auf Flüge in Richtung China. Die Wirtschaftsmetropole im Yangtse Fluss Delta wird ab sofort täglich bedient.

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Zuletzt geriet der chinesische Wirtschaftsmotor zwar etwas in stocken, trotzdem zeigt sich alleine das Gebiet rund um Shanghai für rund ein Drittel des gesamtchinesischen Außenhandels verantwortlich. Rund ein Drittel aller ausländischen Investitionen werden hier getätigt und rund ein Viertel des Bruttoinlandsprodukts Chinas erwirtschaftet. Österreichische Unternehmen könnten sich freuen, würden die Wirtschaftsprognosen für das kommende Jahr ein gedämpftes Wachstum von „nur“ durchschnittlich + 6,2% voraussagen.

Auch wenn Austrian Airlines nun bereits den dritten Anlauf in Richtung Shanghai nimmt, so sprechen viele Argumente für einen Ausbau der Verbindungen in den Hoffnungsmarkt China.

Das sieht auch Austrian CFO Heinz Lachinger so: „Durch eine gestärkte Kaufkraft der Shanghai Chinesen und stark wachsende Tourismusströme in Richtung Europa, gibt es ein großes Potential für eine Wiederaufnahme der Verbindung in die größte Stadt Chinas. Wir wollen in Shanghai bleiben, solange die Strecke profitabel ist“.                   

Zuletzt wurden ja bekanntlich die weniger ertragreichen Verbindungen nach Tokio und Delhi, aus dem Angebot der Fluglinie heraus genommen.

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Mit der Eröffnung der Flüge nach Shanghai ist die Expansion in China aber noch lange nicht abgeschlossen. Ab dem 5. September wird zusätzlich als dritte Destination im Land neben Peking und Shanghai, erstmals Hongkong direkt angeflogen. Auf den fünf wöchentlichen Verbindungen erhofft sich die Fluglinie ein Aufkommen von 120.000 Passagieren jährlich. Das wiederum bewirkt, dass sich der China-Anteil am Asienverkehr bei Austrian Airlines von zuletzt 14% im Jahr 2015, auf 40% im Jahr 2016 nahezu verdreifachen wird. Durch die Aufnahme der Shanghai -Flüge erhöht sich die Zahl der Austrian Airlines Verbindungen nach Asien im Sommerflugplan auf 29 wöchentliche Anbindungen.

Die bunt beleuchtete Skyline der Stadt ist gleichzeitig die größte Sehenswürdigkeit Shanghai´s

Die bunt beleuchtete Skyline der Stadt ist gleichzeitig die größte Sehenswürdigkeit Shanghai´s

Der verantwortliche LH Managing Director für Greater China, Jürg Christen sieht die Aufnahme der OS-Flüge als weitere Komplementierung des bestehenden Angebotes der Lufthansa Gruppe in China. So beförderten die Fluglinien der Gruppe (LH, LX, OS) im vergangenen Jahr mehr als 1,5 Millionen Passagiere auf ihren 97 wöchentlichen Flügen zwischen China und Europa. Austrian Airlines wird dabei als weiterer Premium-Carrier der Gruppe am Markt etabliert und soll durch sein gutes Service und die österreichische Küche an Bord beim Kunden punkten.

China – wichtigster Handelspartner in Asien

Shanghai ist die bedeutendste Industriestadt Chinas und mit ihren mehr als 15 Millionen Einwohnern zugleich die größte Stadt des Landes. Das Handelszentrum, das auch den größten Containerhafen der Welt beheimatet, ist Austragungsort von zahlreichen Messen, Kongressen und neben der Hauptstadt Peking, das zweitwichtigste touristische Ziel des Landes. Zahlreiche Hochhäuser beherrschen das moderne Stadtbild, darunter der gerade im Bau befindliche Shanghai Tower, der mit seiner Höhe von 632 Meter das zweitgrößte Gebäude der Welt ist.

Der Shanghai Tower rechts im Bild übertrumpft mit seiner Höhe von 632m alle Gebäude der Stadt

Der Shanghai Tower rechts im Bild übertrumpft mit seiner Höhe von 632m alle Gebäude der Stadt

Das Beleuchtungskonzept für das 132 Stockwerke umfassende Hochhaus wurde vom Unternehmen Kolarz mit Firmensitz im niederösterreichischen Breitenfurt entwickelt. Zahlreiche österreichische Betriebe sind in Shanghai seit Jahren ansässig, wie das österreichische Familienunternehmen Zotter. Julia Zotter, die Tochter des Firmengründers, leitet in Shanghai das Schokoladen-Theater. Eine 24.000m2 große Schokoladen-Erlebniswelt, die in ihrer Art einmalig in Asien ist.

Die österreichische Wirtschaft hat natürlich ein besonders großes Interesse an einer direkten Flugverbindung zwischen Wien und Shanghai. Trotz insgesamt durchwachsender Ergebnisse im bilateralen Außenhandel stieg das Handelsvolumen zwischen Österreich und China im Jahr 2015 weiter auf 11,2 Mrd. EUR an. Damit ist China mit Abstand der wichtigste Handelspartner Österreichs in Asien.

Höher, schneller, weiter... Shanghai beteiligt sich seit knapp 30 Jahren an diesem weltweiten Wettrennen

Höher, schneller, weiter… Shanghai beteiligt sich seit knapp 30 Jahren an diesem weltweiten Wettrennen

Tourismus – der Boom hat gerade erst begonnen

Das rund 10:20 Stunden Flugzeit von Wien entfernte Shanghai ist aber nicht nur für die heimischen Wirtschaftstreibenden von besonderer Bedeutung, sondern auch in zunehmenden Maße für den Tourismus. Das chinesische BIP sowie die Zahl der Reisenden nach Europa steigt von Jahr zu Jahr rasant an. Die Ankünfte aus China in Österreich im Jahr 2015 sind im Vergleich zum Vorjahr um 43,6% auf insgesamt 715.100 Besucher gestiegen. Alleine in Wien verzeichnete man zuletzt ein chinesisches Nächtigungsplus von 36,1%. Dabei ist das Land gerade erst dabei den internationalen Tourismus zu entdecken. Auch wenn das Reiseland Österreich derzeit bei den beliebtesten Reisedestinationen in Europa noch keine wichtige Rolle einnimmt, so versucht die ÖW (Österreich Werbung) hier durch gezieltes Marketing Aufmerksamkeit zu erzielen.

Auch in der LH Gruppe verzeichnete man in den letzten Jahren einen gewaltigen Anstieg chinesischer Flugpassagiere. Trotz einer leicht stagnierenden Wirtschaftslage, konnte man in der LH Gruppe im vergangenen Jahr immer noch ein Passagierplus von 10% im Chinaverkehr verzeichnen. Derzeit gibt es auf der neuen Austrian Verbindung nach Shanghai noch kein  Air China Codeshare Abkommen. Die LH Gruppe ist aber laut Jürg Christen bestrebt, die Zusammenarbeit mit der staatlichen Fluglinie im Chinaverkehr zu intensivieren.

Austrian Airlines möchte mit seinem Service an Bord der Boeing 777 bei den Passagieren punkten

Austrian Airlines möchte mit seinem Service an Bord der Boeing 777 bei den Passagieren punkten

Neben einem starken Punkt-zu-Punkt Verkehr auf der neuen Verbindung, erhofft man sich in der Austrian Airlines Konzernzentrale aber auch einen hohen Anteil an Umsteigeverkehr nach West- und Osteuropa. Bereits heute tragen die Langstreckenverbindungen laut Aussagen von Austrian CFO Franz Lachinger ca. 40% am Gesamtumsatz der Fluglinie bei. Im vergangenen Jahr sind fast 1,3 Millionen Passagiere auf der Langstrecke befördert worden, was einem leichten Plus von 0,6% entspricht.

Die Neuaufnahme von Interkontinentalflügen wie zuletzt nach Miami, Colombo oder Mauritius, haben maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens beigetragen und wurden im Rahmen der bestehenden Flugzeugflotte durchgeführt. Frühestens ab dem Jahr 2018 sieht Heinz Lachinger die Möglichkeit weiteres Langstreckenfluggerät für einen Ausbau des Streckennetzes anzuschaffen.

Sollte sich jedoch die neue Verbindung nach Shanghai mit ihren geschätzten 150.000 Passagieren jährlich positiv entwickeln, könnte Sie ein weiterer wichtiger Baustein für den weiteren Ausbau der Langstrecke sein.

Martin Dichler

Wenn die Leidenschaft zum Beruf wird

Dieter Pammer (ETI Austria) im Portrait

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Foto: ETI Austria

Alles begann vor mehr als 30 Jahren mit einer Flugreise nach Griechenland. Zum ersten Mal durfte der junge Mühlviertler Bäckersohn mit seiner Familie in einem Flugzeug vereisen. Und wie so oft, hat dieses unvergessliche Erlebnis des Erstfluges, die spätere berufliche Laufbahn des jungen Mannes stark beeinflusst.

Dieter Pammer (44) schwärmt noch heute im Gespräch mit APPROACH von diesem Erlebnis: „Ich kann mich noch genau erinnern, wir flogen mit einer Boeing 737-200 der Olympic Airways von Wien nach Athen. Das Gefühl an Bord der Boeing, die Reise an den Peloponnes, ein unvergessliches Erlebnis“, eine Leidenschaft war geboren. Weiterlesen

Eine Asienreise nach meinem Geschmack

Die Mitglieder unseres Vereines kennen unseren Gerhard Besau inzwischen sehr gut. Er ist nicht nur ein großer Unterstützer und Mitglied unserer Vereinigung (Kalender 2016, usw.), sondern auch ein Passagier, für den „Der Weg das Ziel ist“. Seine letzte Flugreise führte ihn in der Business Class mit Emirates und Vietnam Airlines nach Südostasien.                          

Folgend ein Kurzbericht: Weiterlesen

CIP Lounge – Der Unterschied liegt im Detail

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Wer eine Reise macht, hat viel zu erzählen! Zumeist handeln die Geschichten aber nicht von den Traumurlauben selbst, sondern vom Reisestress, überfüllten Flughafenterminals und langen Warteschlangen bei der Einreise. Wie wäre es zur Abwechslung einmal damit? Sie verbringen die Zeit bis zu ihrem Weiterflug entspannt bei einer Tasse frisch zubereiteten Cappuccino, nehmen Platz in einem bequemen Ledersofa, lassen sich massieren und ihren Gedanken freien Raum. Weiterlesen