Besuch
bei der Aviation Academy
Austria
Die Ausbildung zum Linienpiloten ist
eine teure Angelegenheit, einen großen Teil der Typenberechtigung erwirbt der
Schüler am Flugsimulator.
Waren in den vergangenen Jahren teure
Reisen ins Ausland notwendig um diese regelmäßigen Schulungen und Überprüfungen
zu absolvieren, so sind diese für einige Flugzeugmuster seit neuestem auch in
Österreich möglich.
Der neueste Zugang in diesem
Geschäftsbereich, ist ein Fokker 100 Simulator des Ausbildungszentrums Aviation Academy Austria (AAA).
Mitglieder der Flughafenfreunde Wien
besichtigten die neue Einrichtung.
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Besichtigung
des neuen Ausbildungscenters
Am 29. Juni
2008 wurde in Neusiedl am See, die neue Einrichtung der Aviation
Academy Austria, im Beisein von Landeshauptmann Hans Niessl seiner Bestimmung übergeben.
Für eine
Flugsimulatoreinrichtung wie jene, ist es nicht unbedingt notwendig seinen
Standort an einen Flughafen zu errichten. Mit dem Auto kann sowohl der Flughafen
Wien als auch Bratislava in knapp 15 Minuten erreicht werden.
Im Simulatorzentrum
werden Piloten von nationalen und internationalen Fluggesellschaften
ausgebildet bzw. einer regelmäßigen Überprüfung ihrer Kenntnisse unterzogen.
Zu den Erstkunden in Neusiedl zählen, die
heimische Austrian Arrows (Tyrolean),
sowie Fokker 100 Piloten von Malev, Trade Air oder
der rumänischen Carpatair.
Die ca. 1000m²
große Einrichtung im Technologiezentrum Neusiedl wurde nach den Bedürfnissen
der Auftraggeber ausgestattet. Im Endausbau können bis zu neun Flugsimulatoren
auf dem Gelände in Betrieb genommen werden.
Eine
Entscheidung über den Ankauf eines zweiten Simulators soll bereits in Kürze
erfolgen, derzeit ist aber noch offen um welchen Typen es sich handeln wird.
Zur Auswahl steht
ein Dash 8-300 oder Business Jet Simulator.
Österreichische Qualität
Die Grazer
Firma AXIS - Flight Training Systems ist Entwickler und Hersteller der Software
die den Fokker 100 Simulator steuert und die Flugzeugsysteme simuliert.
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Fokker
100 Simulation |
Geschäftsführer
Ing. Thomas Herrele
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Von insgesamt
fünf Projektoren wird auf eine silberne Folie ein Bild projiziert, welches den
Piloten die tatsächlichen Gegebenheiten wiedergibt.
Durch die
hydraulischen Einrichtungen vermittelt das Gerät den Piloten den Eindruck von
Beschleunigung/Verzögerung, der Neigung oder Richtungsänderungen.
Dem
Instruktor der den Piloten prüft, steht eine Vielzahl an Möglichkeiten zur
Verfügung (Wetter, technische Probleme etc.) um den simulierten Flugverlauf zu
verändern.
Im
vergangenen August wurde der Simulator bereits an 280 Stunden vermietet und die
Nachfrage danach wird immer höher.
Auch private
Interessenten haben die Möglichkeit eine Fokker 100 ohne Pilotenschein zu
fliegen, die Kosten betragen dafür ca. € 560,- pro Flugstunde.
Die Aviation Academy Austria wurde im
Jahre 2004 von den Gesellschaftern Thomas Herrele,
Werner Stöger, Nikolaus Selinger und Harald Lazar
gegründet.
Alle zusammen
verfügen über langjährige Erfahrung als Piloten, Instruktoren und Ausbildner
auf den verschiedensten Flugzeugtypen.
Am 2. September
erhielt der Simulator seine Zulassung durch die österreichische Luftfahrtbehörde
Austro Control und steht
damit zur Ausbildung bereit.
Die Flughafenfreunde
heben ab!
Was lag also
näher als dem neuen Unternehmen einen Besuch abzustatten?
Die Einladung
zu einem Besuch war überraschend einfach zu erhalten.
Am 25. Oktober
kamen 16 Mitglieder unseres Vereines zusammen, um mehr über dieses
österreichische Projekt zu erfahren.
Der
Geschäftsführer, Ing. Thomas Herrele begrüßte uns
bereits um 08:30 Uhr in seiner Einrichtung in Neusiedl am See.
Nach einer
kurzen Vorstellung bekamen unsere Mitglieder einen Einblick in das Unternehmen
AAA geboten.
Schon alleine
die Geschichte über die berufliche Laufbahn von Hr. Thomas Herrele,
könnte einen Vereinsabend füllen. Gespannt lauschten wir seinen Ausführungen
über seine langjährige Tätigkeit bei Austrian (330), Lufthansa (330/340) und
Lufthansa Cargo (B747).
Der zweite Teil
der Präsentation handelte von der Entwicklung der Flugsimulation, bis zur
Erklärung, über die Funktionsweise des eigenen Fokker 100 Simulators.
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Die
zukünftigen Kapitäne
Helmut Bierbaum und Gerhard Besau im Einsatz
Nachdem der
Termin so gewählt war, dass zum Zeitpunkt unseres Besuches keine anderen
Piloten geschult wurden, hatten wir die Möglichkeit, den Simulator genau zu
besichtigen.
Bei einer
Besichtigung sollte es jedoch nicht bleiben, in knapp 1 ½ Stunden konnten die
Teilnehmer kostenlos das Gefühl eines richtigen Piloten erleben und selbst am
Steuerknüppel Hand anlegen!
Einige von
unseren Mitgliedern hatten schon Erfahrung in einen Flugsimulator und konnten
das Flugzeug auch richtig fliegen, andere entstiegen dem Simulator mit Schweiß
auf der Stirn.
Ein überaus
interessanter Einblick in die Tätigkeit des Piloten!
Das Feedback
der Mitglieder war natürlich gewaltig und an den zufriedenen Gesichtern konnte
man deren Begeisterung erkennen.
Ein großer Dank für das Zustandekommen
dieser Besichtigung gehört
Ing. Thomas Herrele
sowie Frau Sigrid Hackstock (AAA) ausgesprochen.
Wir wünschen dem Unternehmen viel
Erfolg!
Martin Dichler