Fischamender
Luftfahrttage
Es gibt Sie noch, Männer die ihre
Ideen umsetzen möchten und alle Hebel in Bewegung setzen um ihren Traum zu
erfüllen. Franz Lorenz ist einer davon, er ist Leiter des Heimatmuseums in Fischamend und hatte sich zum Ziel gesetzt, das Jubiläum
„100 Jahre Luftfahrt in Fischamend“ gebührend zu
feiern.

Volksfeststimmung am
Festgelände
Wer den Plan
hegt aus einem Acker ein provisorisches Flugfeld anzulegen, benötigt fachmännische
Hilfe!
Hilfe in Form
von Ing. Gerhard Gruber (Flugplatzbetriebsleiter am VIE) welcher über das
nötige Know how verfügt um
das Projekt auch wirklich umsetzen zu können.
Nachdem das
Flugfeld unmittelbar neben der Piste 16/34 liegt, war es notwendig alle
wichtigen Stellen bei Austrocontrol und der Flughafen
Wien AG mit einzubeziehen um einen ungestörten Betrieb beim großen Nachbarn
gewährleisten zu können.
Besondere
Anflugverfahren wurden ausgearbeitet und das provisorische Flugfeld erhielt die
amtliche Kennung LOWF für die Dauer der Veranstaltung.
Mit einer knapp
600m langen Piste, stand einem erfolgreichen Flugtag nichts mehr im Wege.
Außer
vielleicht dem Wetter, doch selbst dieses zeigte sich während des Wochenendes
relativ gnädig und so konnte das Programm größtenteils wie geplant durchgeführt
werden.
Aufgeschreckt
durch den ungewohnten Fluglärm, strömten bereits Samstagvormittag, noch vor der
offiziellen Eröffnung, die ersten Besucher in Richtung Flugfeld.
Noch bevor
die Flugvorführungen begannen konnten die Flugzeuge (An-2, Boeing Stearman, Pilatus Porter, u.v.m.) aus der Nähe bewundert
werden.
Spätestens
mit dem Beginn des Flugprogramms, kam am Festgelände richtig Stimmung auf.
Keine Frage,
die Motorengeräusche der Oldies haben sogar mich überzeugt!
Selbst die plump
aussehende Antonov 2 war flugshow-tauglich,
als diese trotz extremen Windverhältnissen ihre Runden drehte und das Publikum
begeisterte.
Der Höhepunkt
am ersten Tag war zweifelsohne der Besuch des Austrian Airlines Retro A-320.
In mehreren
Überflügen präsentierte die AUA Crew ihr können und die Wendigkeit des
Passagierjets.
Diese
Überflüge in niedriger Höhe waren sicherlich der Höhepunkt des ersten Tages.
Leider fiel
der Besuch eines Flyniki Flugzeugs am Samstag aus,
doch am zweiten Flugtag konnten sich die Besucher über einige Überflüge eines Callenger 300 der Jet Alliance
erfreuen.

Foto © Pavel BENCIK
Die
Flughafenfreunde nutzten die gebotene Chance und beteiligten sich mit einem
eigenen Stand an diesem Event.
Diese
Veranstaltung bot die Möglichkeit, einem großen Publikum unseren Verein zu
präsentieren und unsere Besucher waren sehr interessiert.
Nicht nur
einmal bekamen wir zu hören: „Was
Flughafenfreunde gibt es auch, von dem Verein habe ich noch nie gehört, echt
toll“.
Eine
Fotoausstellung zum Thema „Der Flughafen Wien im Wandel der Zeit“ ergänzte
unseren Vereinsstand.
Viele der
Besucher freuten sich über die Teils historischen Bilder und erzählten uns ihre
persönlichen Anekdoten von damals.
Für viele
Mitglieder wurde der Vereinsstand zum Treffpunkt vor Ort.
Unsere
Sitzgelegenheiten wurden gerne genutzt und bei einem Getränk wurden Erfahrungen
untereinander ausgetauscht.
Doch auch die
Repräsentanten der Flughafen Wien AG kamen auf einen Besuch vorbei.
Herbert
Kaufmann (VIE Vorstandssprecher), Peter Kleemann (Pressesprecher), Michael Kochwalter (Leitung Pressestelle), Dir. Karl Schleinzer, Ing. Franz Jöchlinger und viele weitere kamen auf ein kurzes
Gespräch an unserem Stand vorbei.

Hoher Besuch an unseren
Vereinsstand - Vorstandsdirektor Herbert Kaufmann

Besuch aus Wiener Neustadt
- Antonov 2
Zwar war der
Flughafen Wien Sponsor der Veranstaltung, doch mit einem eigenen Stand war man nicht
vor Ort vertreten, was viele verwunderte.
Anfragen zum
Flughafen gab es auf unserem Stand zur Genüge, leider
hat die Flughafen Wien AG wieder eine Chance ausgelassen.
So übernahmen
wir auf unserem Vereinsstand inzwischen die Werbearbeit des Flughafens und
verteilten gemeinsam mit Frau Schrittwieser (Visitair),
welche auch unseren Stand besuchte, Flyer des Besucherdienstes.
Während des Wochenendes
besuchten knapp 9000 Besucher die Veranstaltung. Zum Gelingen des Events trug
vor allem eine Vielzahl an Freiwilligen bei, ohne deren Hilfe diese
Veranstaltung niemals abgehalten werden hätte können.

Ich möchte
mich abschließend bei folgenden Helfern des Vereins recht herzlich bedanken:
Otto Benischek,
Heinz Loidl, Rosi Posch, Michael Stich, Eduard Dichler, Helmut Bierbaum und unseren Obmann Stv. Thomas
Posch.
Martin Dichler