Ausflug
zum Slovak National Air Day, oder „wenn die Erde
bebt……“

Auch wenn sich die meisten unserer
Mitglieder im Besonderen für die zivile Luftfahrt interessieren, beim Slovak National Air Day fanden viele auch gefallen an den
donnernden und vor Leistung strotzenden Kampfjets.
Insgesamt 41 Luftfahrtinteressierte
beteiligten sich am 13. Juni an einer gemeinsam organisierten Busfahrt nach Piestany/Slowakei.
Schon seit
längerer Zeit hatte ich wieder den Wunsch eine Airshow
zu besichtigen. Die letzte Show lag schon einige Jahre zurück, die Airpower in Österreich mit ihren hunderttausenden Besuchern
wollte ich mir einfach nicht antun und die Anreise sollte nach Möglichkeit kurz
sein.
Als ich bei
einen meiner Slowakei-Aufenthalte im Winter 2008 davon erfuhr, dass man in Piestany eine Airshow plante und
diese auch in meinem dienstfreien Kalender passte, entschloss ich mich diese zu
besuchen und als Vereinsausflug zu organisieren.
Am 13. Juni
war es dann soweit!
Pünktlich um
06:30 Uhr früh trafen die ersten Teilnehmer direkt beim Busunternehmen
Aichinger in Mannswörth ein, um sich bei strahlendem
Sonnenschein, auf den Weg in die Slowakei zu machen.
Neben unseren
Wienern Mitgliedern, kamen auch Teilnehmer rund um die Gruppe des Spotterteam´s Graz, extra aus der Steiermark angereist.
Die Vorliebe
für die „Smoking Jets“ verbindet eben!
Der Besuch
bot außerdem auch die Möglichkeit, mich erstmals persönlich bei unserem Grazer „Approach“
Korrespondenten Michael Priesch für seine Arbeit zu
bedanken.

Eine
TU-134 gleich zur Überraschung aller Teilnehmer bei der Ankunft
Nachdem auch
die restlichen Teilnehmer am Flughafen Wien zugestiegen waren, begann unsere
Fahrt in das knapp 160km entfernte Piestany.
Wie es der Zufall
so spielte wurden unsere Teilnehmer von Josef Maier, vielen bekannt aus seiner
aktiven Zeit als Mitarbeiter des VIE Besucherdienstes, nach Piestany
chauffiert.
Wie der Name
schon sagt (Slovak National Air Day), konnte man
keine allzu große ausländische Beteiligung bei der Airshow
erwarten.
Doch schon
alleine der Gedanke an Yakolev und Tupolev Jets, beflügelte die meisten Luftfahrtfreunde zu
einer Teilnahme, sind diese Flugzeuge in unseren Breiten doch nur noch selten
anzutreffen.
Nach knapp
zwei Stunden Fahrzeit kamen wir am Flughafen von Piestany
an und erhielten den zuvor von mir organisierten VIP Parkplatz, direkt vor dem
Flughafengebäude zugewiesen.
Die dort
abgestellte ehemalige CSA Tu-134 war dann auch gleich der passende Hintergrund
für unser bekanntes Gruppenfoto.
Nachdem ich
zuvor ebenfalls mehrere kostenlose Eintrittskarten vom Veranstalter zur
Verfügung gestellt bekommen habe, wurden die zuvor gezogenen Gewinner gebeten,
mit mir ins Organisationsbüro des Veranstalters mitzukommen.
Nach einer
kurzen Wartezeit konnten sich die Gewinner über die kostenlosen Tickets freuen
und wir machten uns in Richtung des Veranstaltungsgeländes auf!
Wenn die Erde bebt……………
Nachdem sich
die Gruppe inzwischen aufgeteilt hatte - jeder hatte so seine eigenen
Vorstellungen über den idealen Standort – entschloss auch ich mich, unseren Platz
für die nächsten Stunden einzunehmen.
Gemeinsam mit
meinem Sohn Florian, meinen Vater und Onkel, richteten wir uns nahe der
Display-Fläche für einen längeren Aufenthalt samt Kühlbox, Klappstühlen und
Sonnenschirm gemütlich ein.
War es in
Schwechat zuvor noch relativ angenehm warm, überraschte uns in Piestany ein kühler Wind, der in den frühen Morgenstunden
immer stärker zu werden schien.
Nachdem mich
unser Mitglied & Homepage-Gestalter Philipp darauf aufmerksam gemacht
hatte, dass es fast besser wäre, den mitgenommenen Sonnenschirm als Windschutz
zu verwenden, lies sich die morgendliche Kälte besser aushalten.
Bevor die
Flugshow begann, bestand die Möglichkeit einige Flugzeuge aus der Nähe im
Ausstellungsbereich zu besichtigen.
Neben
diversen Kampfjets, hatte sich meine Aufmerksamkeit besonders auf das ausgestellte
Flugboot Catalina gerichtet, welches später auch in der Luft zu bewundern war.




Um 11:00 Uhr
wurde die Flugshow mit dem Überflug einer Formation von An-2 und Let-410 Flugzeugen
eröffnet.
Mit einem
Gruppenüberflug einiger Mil-17 Helikoptern, einer Yak-40 und Tu-154M der Slovak Government Flying Service, folgte schon gleich der
Höhepunkt für alle zivilen Luftfahrtfreaks.
Schon alleine
dieser Auftakt der Show machte es lohnenswert, an diesem Ausflug teilgenommen
zu haben.
Als erstes
Kampfflugzeug brauste eine Mig-29 der slowakischen Luftwaffe an dem
begeisterten Publikum vorbei, um gleich mit der nötigen Nachbrenner Leistung in
den Himmel zu stürmen.
Neben der
bereits aus einigen Kilometer Entfernung sichtbaren Abgasfahne, war die MIG
wohl auch noch lange durch ihre Lärmentwicklung wahrzunehmen.
Selbst mein
neunjähriger Sohn Florian, der normalerweise nicht so leicht für etwas zu
begeistern ist, war über das Beben des Untergrunds auf dem wir standen,
verwundert.

Schon
aus der Ferne leicht zu erkennen - kann eigentlich nur russisch sein………………..
Die
mitgenommenen Ohrenstöpsel erwiesen sich sehr rasch als nutzlos, dem ohrenbetäubenden
Lärm konnte man nichts entgegen setzen!
Zur gleichen
Zeit etwa kamen dann weitere Mitglieder zu unseren „Vereinsstand“ hinzu und
genossen mit uns die weiteren Flugvorführungen.
Es konnte uns
gar nicht oft genug der Nachbrenner der Jets gezündet werden - keine Frage, das
macht nicht nur den Piloten sondern auch dem Publikum sehr viel Spaß!
Zwischen
11:30 Uhr und 16:00 Uhr gab es verschiedenste Flugvorführungen zu bewundern.
Zu den
spektakulärsten Vorführungen zählten sicherlich die Flüge der F-16 (Holland),
die Kunstflüge eines kroatischen Kunstflugteams mit sechs Stück PC-9, die der polnischen
Fluggruppe Orlik mit sechs Stück PZL 130 und die Kunstflüge von Zoltan Veres mit seiner Extra 300.

Pilatus PC-9
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F-16 |
Eurofighter |
Neben den ausländischen
Teams war natürlich die slowakische Luftwaffe besonders präsent an diesem Tag.
Neben den
Hubschraubern der Typen Mi-17, Mi-171und Mi-24, flogen auch Jettrainer des Typs
L-39 ihre Platzrunden, wobei letzterer auch einen Bombenabwurf mit Rauchbomben
simulierte.
Auch ein
österreichischer Eurofighter kam zu Besuch, flog aber nur zwei Platzrunden
bevor er wieder nach Österreich abdüste.
Wenn das nur
nicht wieder in der österreichischen Presse bekannt wird?
Könnte man
doch das viele Geld ganz anders verschwenden…...
In den Show-Pausen
kamen immer wieder Mitglieder an unserem Platz vorbei, um sich über das
gebotene Programm zu unterhalten. Das reichhaltige Rahmenprogramm und vor allem
die günstigen Verköstigungsstände (0,5l Bier um unglaubliche € 1,-) kamen bei
den Besuchern sehr gut an.
Abschluss des
Flugprogramms an diesem Tag war dann der Überflug einer der letzten Skyeurope Boeing 737NG Jets.
In
unglaublich engen Kurven zeigte man die Wendigkeit des Passagierjets, bevor sich dieser in Richtung Bratislava verabschiedete
und die Show beendet war.

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Standort FLUGHAFENFREUNDE |
Unser Stv. Reiseleiter |
Nachdem sich
unsere Gruppe an unserem Bus wieder pünktlich gesammelt hatte, starteten wir in
Richtung Heimat.
Da wir mit
einem neuen Leihbus der Fa. M.A.N gesegnet waren, konnten wir die Zeit bis
nachhause, mit einem zuvor von mir mitgebrachten DVD Film „Die Geschichte der Airforce One“ abkürzen.
Einige der
Teilnehmer zogen es aber vor, auf der Heimfahrt bei einem gemütlichen
Erholungsschlaf, den Tag Revue passieren zu lassen!
Ich möchte mich abschließend bei allen
für ihre Teilnahme recht herzlich bedanken. Zum Gelingen des Ausfluges hat vor
allem eure Pünktlichkeit beigetragen!
Martin Dichler