Zollamt Flughafen Wien
zu Gast bei den Flughafenfreunden
Am 3. September erlebten die 34 Teilnehmer des monatlich
stattfindenden Zusammentreffens einen besonderen Vereinsabend. Viele der am
Flughafen Wien ankommenden Passagiere machen sich vermutlich kaum Gedanken über
die Zollabfertigung und Kontrollen bei deren Einreise. Mit dem Beitritt
Österreichs zu Europäischen Union haben sich viele Richtlinien geändert und
vereinfacht, wodurch sich die Passagiere nur noch wenig Gedanken über die
geltenden Zollbestimmungen machen. Trotzdem ist es für den mündigen Passagier
ratsam, sich bereits vor seiner Abreise über die Zollfreigrenzen und
Einfuhrbeschränkungen nach Österreich ausführlich zu informieren!

Direktor Stefan Fleischhacker und Mitarbeiter Erich Fleckl erklären ihren Aufgabenbereich
Obmann Martin Dichler hat sich diesem wichtigen Thema
gewidmet und Zollamtsleiter Stefan Fleischhacker zu einem Informationsabend der
Flughafenfreunde Wien eingeladen. Weitere Vertreter des Zollamts Eisenstadt
Flughafen Wien, waren an diesem Abend der Betrugsbekämpfungskoordinator Erich Fleckl und Teamleiter Ing. Geschina.
Insgesamt stehen am Flughafen Wien 189 Mitarbeiter für
die umfangreichen Aufgaben des Zollamts im Einsatz. 65 Mitarbeiter davon sind
für den Passagier Reiseverkehr verantwortlich. Nach einer kurzen Einleitung
über die Aufgaben des Zollamts Flughafen Wien hatten die Mitglieder die
Möglichkeit, die Abfertigungseinrichtungen des Zolls, in der Ankunftshalle zu
besichtigen.

Eine kleine Auswahl der illegalen Schauexponate

Lebende Tiere im Handgepäck
So manches Urlaubssouvenir fällt unter das
Artenschutzgesetz und die Mitnahme aus dem Urlaubsort, sollte unterlassen
werden. Mehrere Schaukästen im Büro des Zolls am Flughafen Wien zeigen
Fundstücke, die sich im Laufe der Jahre beim Zoll angesammelt haben. Neben
Korallen, Pelzen und anderen artgeschützten Tieren, wird
auch immer wieder versucht lebende Tiere, wie Schlangen oder Schildkröten im
Handgepäck ins Land zu bringen. Hohe Strafen erwarten den Passagier, besteht
doch mit dieser Art des Schmuggels die Gefahr, Seuchen und Krankheiten ins Land
zu bringen. Die bekannten Arten des Lebensmittel-, Rauschgift- und Medikamentenschmuggels sind auch heute noch
Alltag am Flughafen Wien. Gerade im Bereich des Medikamentenschmuggels konnten in
den letzten Jahren, immer mehr Aufgriffe gemacht werden. Die Besteller von „Schnäppchen“
Medikamenten dieser Art, spielen mit ihrer Gesundheit, wenn nicht sogar mit
ihrem Leben! Natürlich umfasst die Zollkontrolle auch den herkömmlichen
Zigaretten- und Drogenschmuggel. Auch hier verzeichnen die Fahnder am Flughafen
Wien, immer wieder große Erfolge.

Im Anschluss an unseren Vereinsabend gab es dieses Mal eine
Besichtigung vor Ort.
Drei Drogenspürhunde unterstützen die Mitarbeiter des
Zollamtes bei ihrer täglichen Aufgabe. Neben dem Auffinden von Suchtmitteln,
sind die Hunde auch für die Aufspürung von großen Bargeldbeträgen ausgebildet
worden. Denn immer öfter versuchen Passagiere auch große Bargeldbeträge ohne
Deklaration, außer Landes zu schaffen. Während der Besichtigung im
Ankunftsbereich, hatten die Mitglieder des Vereines die Möglichkeit, alle einreiserelevanten
Details vor Ort mit Teamleiter Ing. Geschina
abzuklären. Ein besonderer Dank für das Gelingen der Informationsveranstaltung
gebührt Herrn Direktor Stefan Fleischhacker und seinen Kollegen.
Martin Dichler