Ferienmesse 2012
Trotz Luftfahrtkrise blickt die Airline Branche optimistisch
ins neue Jahr
Die 37. Ausgabe
der Wiener Ferienmesse fand in der Zeit zwischen 12-15 Jänner am Wiener
Messegelände statt. Mit mehr als 700 Ausstellern aus 70 Ländern, darunter auch
13 Fluggesellschaften, durften sich eines großen Publikum Interesses erfreuen.
Wie in den Jahren zuvor war auch heuer wieder die Flughafen Wien AG mit einem
eigenen Stand auf der Messe vertreten. Dieses Gemeinschaftsprojekt zwischen der
Flughafen Wien AG und einigen Fluggesellschaften, hat sich in den letzten
Jahren zu einer historischen Institution auf der Ferienmesse entwickelt und
erfreut sich großer Beliebtheit.

Allgemeiner Tenor - KEEP SMILING
Wie nicht
anders erwartet, blicken auch auf der Wiener Ferienmesse die Vertreter der Fluggesellschaften
nur zurückhaltend optimistisch in die Zukunft. Seit Jahren schon schlittert die Airlinebranche von
einer Krise in die andere und der tägliche Kampf gegen sinkende Erträge aus den
Ticketverkäufen stellt die Carrier vor neuen Herausforderungen.
Martin Hirl
(Eva Air Sales Manager Österreich) gibt sich aber trotzdem in Zweckoptimismus: „Eva Air hat in den letzten 20 Jahren
schon so viele Krisen miterlebt und überstanden, dass wir auch heuer wieder
ohne Angst und mit Zuversicht in die Zukunft schauen. Darüber hinaus setzen und
zählen wir weiterhin auf unsere starken Partnerschaften, die wir in den letzten
20 Jahren aufgebaut haben.“
Piotr Koscinski (LOT Sales Manager Österreich) sieht die Lage
durchwegs positiv und hofft auf einen Schub durch die EURO 2012 in seinem Land:
„Wir sind in der glücklichen Lage, dass
im heurigen Jahr in Polen mit der EURO 2012 ein Großevent stattfindet und
deshalb erwarten wir zusätzlich mehr Passagiere“. Auch das abgelaufene Jahr
sieht Piotr Kocsinski durchwegs zufrieden; „Wir sind sowohl mit den Passagierzahlen, als
auch mit den Erträgen im abgelaufenen Jahr sehr zufrieden, der EU-Vorsitz
Polens (in der zweiten Jahreshälfte 2011), sowie die Vorbereitungen für die EURO 2012
waren hilfreich“.

Thomas Grüneis (AEROFLOT Sales Manager Österreich) sieht seine Fluggesellschaft
sogar als einen Gewinner der Krise: „Das
letzte Jahr war für Aeroflot ein sehr erfolgreiches, unser dritter täglicher
Wien Flug wurde sehr gut bei den Passagieren angenommen und die Passagierzahlen
haben sich um fast 50% erhöht. Natürlich
kann noch vieles im neuen Jahr passieren, aber wir sehen der Lage positiv optimistisch
entgegen“.
Die seit
27.Mai 2011 nach Wien fliegende TAP Air Portugal gibt sich ähnlich zufrieden.
Klemens Müller (TAP Marketing& Sales Support Manager) dazu: „Das vergangene Jahr war für TAP in Österreich
sehr erfolgreich, unsere neuen Lissabon-Wien Flüge wurden sehr gut im Markt
angenommen und hatten eine durchschnittliche Auslastung von 70-90%. Unsere
Erwartungen wurden damit übertroffen“. Auch die kommende Saison sieht man bei
TAP durchwegs positiv; „Nischen die wir
anbieten werden auch in Krisenzeiten immer noch gesucht und verkauft, dass
zeigt sich auch dadurch, dass wir die Linie Wien-Lissabon auf sechs und im
Hochsommer sogar auf eine siebente Verbindung erhöhen“.
Auch wenn
die offiziellen Aussagen der Fluggesellschaften durchwegs viel Optimismus
versprühen, so lässt sich aber kaum verheimlichen, dass die Branche trotzdem (an)gespannt
in die Zukunft blickt.