Flughafenfreunde Wien Airlines – Wir heben ab!

Die Flughafenfreunde Wien steigen in das Airline-Geschäft ein und präsentieren bereits heute zum Start des Ticketverkaufs das Design ihrer künftigen Flugzeuge. Ab 1.4.2021 wird voraussichtlich der erste Linienflug abheben. Gestartet wird mit einem Airbus 320 und 4 Linienzielen:  Barcelona, Berlin, Rom und London mit Preisen ab 14 Euro exklusive Taxen.

Airline CEO Gernot Kastner: „Langfristig planen wir mit einer Flotte von 14 A320 und 140 täglichen Flügen ab dem Hub Wien Schwechat. Wir werden damit die Nummer 3 in Wien.“

Die Maschinen des Typs Airbus A320 verfügen in den Reihen 1-4 eine Business Class mit Full-Flat-Liegesitzen in einer abwechselnden 1-2 Konfiguration, wie man sie sonst nur von der Langstrecke kennt. Das Catering erfolgt von der preisgekrönten Cateringfirma Do&Co, die wöchentlich ein abwechslungsreiches Menu mit regionalen und internationalen Köstlichkeiten zusammenstellen wird.

In der Economy-Class in einer 3-3 Bestuhlung gibt es an jedem Platz USB -Ladeports und ein Buy-on-Bord Konzept mit typischen österreichischen Schmankerln wie Schnitzel- und Leberkäsesemmeln, Kaiserschmarren und natürlich der Original Sacher Torte.

„Damit heben wir uns deutlich im Produkt von der Konkurrenz ab. Wir bieten ein 5* Produkt zum kleinen Preis.“ meinte COO Claudia Winkler.

Die Flüge werden in Kooperation mit Partner Austrian Airlines durchgeführt, womit die Gäste auch Anschluss in das weltweite Streckennetz von Austrian und der Lufthansa-Gruppe haben. Die Flüge werden im Codeshare angeboten und die Flughafenfreunde werden Rotationen von unseren Star Alliance Partnern Eurowings Europe und Austrian übernehmen. „Zu Beginn an werden uns auch Crews von Austrian unterstützen. Wir werden auch mit Austrian in Technik, Wartung und Training zusammenarbeiten.“ sagte Chefpilot Markus Urban.

Der Flughafen Wien unterstützt unser Airline-Startup mit einem eigenen Check-In Bereich im Terminal 1. Die Schalter 151 – 155 werden im Flughafenfreunde-Blau gebrandet. Mit dem Ausbau der Flotte werden auch die 4 Gates C32-35 exklusiv für die Flughafenfreude reserviert und adaptiert. Im Zuge der Umbauarbeiten am Flughafen Wien wird eine eigene Lounge für Business Class Passagiere entstehen und für Fluggäste der Economy Class ein Café-Bereich, der die Zeit zum Abflug schnell vergehen lässt.

CFO Karl Freiberger meinte: „Mit der Investition von knapp 200 Mio. Euro schaffen wir langfristig 500 neue Arbeitsplätze am Standort.“ Unsere Mitarbeiter werden über dem Branchenschnitt entlohnt werden, was es uns hoffentlich leicht machen wird, ausreichend Personal zu finden.

„Wir suchen speziell Piloten mit A320 Type Rating sowie FlugbegleiterInnen. Wir nehmen ab sofort Bewerbungen unter karriere@flughafenfreunde.at entgegen.“ freut sich unser Head of Recruting, David Hanzl.

Zum Einstand bieten wir ab heute, dem 1. April 2020, anlässlich unseres Startes am 1.4.2021 insgesamt 10.421 Economy Class Tickets zu 14 EURO exklusive Taxen zu unseren ersten 4 Destinationen Barcelona, Berlin, Rom und London im Zeitraum 1.4.2021 bis 30.6.2021 an. Die Flug-Tickets sind nicht umbuchbar oder stornierbar.

Wir werden euch natürlich bei allen unseren Vereinsabenden über unser künftiges Flugangebot informieren. Welcome onboard!

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AUA: Liebe auf Lebenszeit

Es ist bereits mehr als sechs Jahrzehnte her, dass Austrian Airlines am 31.März 1958 mit einer viermotorigen Vickers Viscount zu ihrem Erstflug von Wien nach London abhob. Neben zahlreicher politischer Prominenz durfte auch eine Handvoll österreichischer Journalisten den geschichtsträchtigen Flug begleiten. Drei frisch ausgebildete Flugbegleiterinnen kümmerten sich damals um das Wohl der Premierengäste. Eine davon war die damals 24-jährige Flugbegleiterin Maria Jakl, die sich 62 Jahre später noch einmal für die Flughafenfreunde Wien an geschichtsträchtigen Moment erinnert.

Sie haben den AUA Erstflug am 31.März 1958 als Stewardess nach London begleitet. Wie kamen Sie damals zur neu gegründeten Fluglinie?

Maria Jakl:

Da muss ich erst einmal etwas ausholen. Wie Sie bestimmt wissen, wurde die deutsche Lufthansa bereits im Jahr 1955 gegründet und ich habe mich damals bereits als Flugbegleiterin beworben. Im Anschluss wurde ich zu einem Gespräch nach Hamburg eingeladen und durfte das erste Mal in meinen Leben mit einem Flugzeug fliegen, was für mich natürlich ein besonderes Erlebnis war. Ich habe vor Ort alle Prüfungen erfolgreich bestanden, doch nach kurzer Zeit erhielt ich von Lufthansa die Information, dass das Unternehmen inzwischen genügend deutsche Anwärter hatte und somit kein Bedarf mehr bestand, womit das Thema für mich erstmals abgeschlossen war. Inzwischen war ich einige Zeit im Ausland unterwegs den meine Mutter war Holländerin mit 15 Geschwistern die weltweit verteilt waren und so konnte ich nicht nur viele neue Länder kennenlernen, sondern auch noch Französisch als weitere Fremdsprache dazulernen. Als die AUA dann genügend Kapital für den Start hatte, wurden in Österreich Flugbegleiter gesucht. Ich habe mich dann auch gleich beworben und schlussendlich musste ich beim Vorsprechen bei einem Direktor einer Hotelfachschule, auch gleich mein Können beim Servieren von Sekt unter Beweis stellen. Nach einigen Wochen Wartezeit habe ich dann schlussendlich eine positive Zusage für die Stelle bei Austrian Airlines erhalten und kurze Zeit später begann auch schon die Ausbildung.

Was waren ihre Bewegründe, dass Sie sich damals als Flugbegleiter beworben haben?

Wissen Sie, ich habe den Krieg miterlebt und immer die Flugzeuge am Himmel gesehen. Nach dem Krieg habe ich dann in einigen Zeitschriften über den Beruf gelesen und mir gedacht, dass ich das auch gerne machen wollte obwohl meine Mutter nur wenig begeistert von meinen Wunsch war. Ich habe dann vor Freude gesprüht als ich die Zusage für die Stelle bei der neu gegründeten Austrian Airlines bekam. Wie Sie sehen, machen ich das auch mehr als 60 Jahre später immer noch, wenn ich über die damalige Zeit erzähle.

Wie darf man sich die damalige Flugbegleiter Ausbildung vorstellen, vieles wurde wahrscheinlich noch improvisiert?

Im ersten Kurs waren wir 17 Mädchen, die sich aus Vertreterinnen aus allen neun österreichischen Bundesländern zusammengesetzt haben. Die Ausbildung hatte insgesamt sechs Wochen gedauert. Die Lehrer kamen von der Fluglinie SAS (Scandinavian Airlines System), diese haben uns in Englisch, Wetterkunde, Erste Hilfe, Kinderbetreuung und Emergency Procederes geschult und darauf geachtet, dass wir auch aktiv und selbstständig mitarbeiten. Die Flugzeuge kamen von Fred Olsen und wurden schon einige Zeit vor Aufnahme der Flüge nach Schwechat überstellt, so dass wir natürlich auch noch sehr intensiv an den Maschinen selbst ausgebildet werden konnten.

Wie kam es dann dazu, dass gerade Sie für den Erstflug ausgesucht wurden?

Das ist mir selbst noch ein Rätsel, denn ich habe mich weder besonders hervor getan noch sonst etwas spezielles gemacht. Nach sechs Wochen war die Ausbildung zu Ende und dann hat es geheißen, dass morgen Früh die erste Maschine nach London geht und unteranderen auch ich den Flug begleiten werde. Glücklicherweise war ich unter den ausgewählten Flugbegleiterinnen!

Welche Erinnerungen haben Sie an den geschichtsträchtigen Flug?

Die Anspannung war enorm! Wir waren alle furchtbar gestresst, dass wir ja alles richtig machen wollten was wir in den vergangenen Wochen gelernt hatten. Das öffentliche Interesse im Land war ungeheuerlich groß und da die Vickers nur über 48 Sitzplätze verfügte, mussten die Teilnehmer des Erstfluges ausgelost werden. In London wurden wir dann sehr feierlich begrüßt, dass galt dann aber auch für alle anderen neuen Destinationen. Die AUA war sehr beliebt und hat sich schnell einen guten Namen gemacht, obwohl wir zunächst nur ein sehr einfaches Service an Bord 2bieten konnten.

Zur damaligen Zeit war die Flugzeugtechnik noch nicht so ausgereift wie heute, hatten Sie mit so manchen Schwierigkeiten im Alltag zu kämpfen?

Es war der Beginn der modernen Luftfahrt, nachdem wir nur in sehr niedriger Flughöhe geflogen sind, haben uns die Piloten immer darüber informiert, wann ruhiges Wetter zu erwarten war und wir mit dem Service beginnen sollten. Das Catering und das Service an Bord waren großartig und die Freundlichkeit der Flugbegleiter, die ja im jungen Unternehmen höchst motiviert waren, hat sich sehr schnell herumgesprochen. Zunächst flogen nur Diplomaten und besonders reiche Fluggäste mit der AUA. Als zu Beginn die Maschinen nur spärlich gebucht waren, wurden die wenigen Passagiere königlich umsorgt. Die Herzlichkeit an Bord war unbeschreiblich, wir waren wirklich die „friendly“ Airline!

Fliegen war damals eine sehr teure Angelegenheit und war meist den Reichen & Schönen vorbehalten, können Sie sich an einen besonderen Fluggast erinnern?

Im Jahr 1964 waren die Olympischen Winterspiele in Innsbruck und der damalige Schah von Persien hat eine AUA Maschine für einen Flug von Innsbruck nach Pisa für die Kaiserin Fara Diba gechartert. Noch nie zuvor habe ich eine schönere Frau gesehen, doch als die Kaiserin mit ihrem Zobel und ihren vielen Brillanten unser Flugzeug bestiegen hatte, nahm Sie in der letzten Sitzreihe Platz, ohne ein Wort zu sagen. Wir haben Sie angesprochen und Sie nach ihren Wünschen gefragt, als diese ganz plötzlich zu weinen begann. Die Kaiserin war sichtlich unglücklich und tat uns allen sehr leid, da Sie sich wohl ihrem Leben lang einem sehr strengen Protokoll fügen musste. Ansonsten waren die Persönlichkeiten wie etwa die weltbekannte Schauspielerin Romy Schneider, immer sehr bescheiden.

Wie lange blieben Sie als Flugbegleiter bei Austrian Airlines tätig und wie sah ihr weiterer Lebensweg aus?

Ich bin nach vier Jahren weggegangen, weil ich eine Familie gründen wollte. Etwas später gab es einen Personalmangel bei der AUA und obwohl ich bereits zwei kleine Kinder hatte, bin ich während der Sommermonate wieder saisonal für einige Zeit geflogen. Ich bin dann für ungefähr neun Jahre bei meinen Kindern zuhause geblieben und habe anschließend 16 Jahre lang als Sekretärin bei der Universität für Bodenkultur gearbeitet.

Ist ihnen das Fliegen noch hin und wieder abgegangen?

Ja sehr, aber ich habe es meinen Kindern zu Liebe nicht mehr gemacht, wobei ich bis heute den Flugzeugen immer noch wehmütig nachsehe.

Anlässlich des 60-jährigen Austrian Airlines Jubiläums wurden Sie im Rahmen des Jubiläumsfestes im Jahr 2018 vom Austrian Vorstand Kay Kratky vor tausenden Besuchern geehrt. Was bedeutete Ihnen diese späte Ehrung?

Ich bin eigentlich nie geehrt worden und ich bin auch nicht der Typ der geehrt werden möchte, aber wenn dann tausende Menschen vor einem stehen und zu klatschen beginnen, dann ist das Gefühl schon unbeschreiblich. Während des Events wurde ein gemeinsames Foto mit Sebastian Kurz gemacht, danach erhielt ich vom Ministerium ein eingerahmtes Bild zugeschickt, wo der Bundeskanzler persönlich in einem Brief an mich geschrieben hat: „Liebe Frau Jakl, ich bedanke mich dafür, dass Sie nach dem Krieg mit ihrer Herzlichkeit mitgeholfen haben unser Land wieder aufzubauen“. Stellen Sie sich das einmal vor, ich die unbekannte Frau Jakl erhält einen persönlichen Brief vom Herrn Bundeskanzler!

Mehr als 154.000 Gäste haben im heurigen Jahr die Ferienmesse besucht. Für mich waren Sie die eindrucksvollste Besucherin der Veranstaltung, denn ich durfte miterleben, wie Sie die Austrian Mitarbeiter mit ihren Geschichten fast zu Tränen rührten. Ihr Herz schlägt nach sechs Jahrzehnten immer noch für Austrian Airlines?

Und wie, wenn ich noch 20 Jahre jünger wäre, würde ich mich heute wieder als Flugbegleiterin bei Austrian Airlines bewerben. Sie müssen wissen, ich bin nach wie vor mit Austrian Airlines in Kontakt und habe deshalb vor der Messe angefragt, ob ich jemanden vor Ort vielleicht treffen könnte? Ich wurde dann sehr herzlich von Herrn Thomas Drescher, Alexis von Hoensbroech und dem jungen AUA Personal am Stand empfangen. Sie müssen wissen, ich blühe immer noch auf, wenn sich junge Menschen für meine Geschichten interessieren!

Martin Dichler

www.myviennaairport.at

Hinweis:

Frau Maria Jakl war zunächst zu einem Sondervereinsabend am 24.April eingeladen! Wie wir jedoch inzwischen wissen, hat der Corona Virus und die damit verbundenen Verbote sowie das besondere Risiko für die inzwischen 86-jährige Vortragende, zu einer Verschiebung des Termines geführt.

Wer Lust & Laune hat kann sich die 24-minütige Aufzeichnung zum Interview auf dem Youtube Kanal meines Sohnes Florian Dichler ansehen:

https://www.youtube.com/watch?v=wgo-USnY4bo

 

 

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Moldaeroservice: Kleines Unternehmen mit großen Plänen

In der moldawischen Hauptstadt Chisinau ist ein einzigartiges Luftfahrtunternehmen angesiedelt. Moldaeroservice ist ein Staatsunternehmen das nach der Unabhängigkeit des Landes, aus den Beständen der früheren Aeroflot Dependance am 12.September 1994 gegründet wurde. Neben regulären Hubschrauberflügen betreibt Moldaeroservice mit dem Balti Airport auch den zweitgrößten Flughafen des Landes, zudem bereitete man sich bis zum Ausbruch der Covid-19 Krise auf eine Zukunft als Betreiber eines Aviation Competence Centers vor.

Die Geschichte von Moldaeroservice geht auf das Jahr 1966 zurück, als das Unternehmen in der damaligen Sowjetunion für regionale Agrikultur & Transportdienste mit Sitz am Flughafen Chisinau gegründet wurde. Zunächst standen zahlreiche Antonov 2 Doppeldecker, Kamov- 26 Sprayhelikopter sowie 14 Stück Mi-2 Transporthubschrauber im Einsatz, doch mit der einhergehenden Perestrojka und dem Zerfall der Sowjetunion endete zunächst auch die Geschichte des moldawischen Luftfahrtunternehmens. Mit der Neugründung durch die moldawische Zivilluftfahrtbehörde im September 1994 übernahm das Unternehmen wieder Teile seiner früheren Aufgaben, wobei heute nur noch eine Flotte aus vier Mi-2 Helikoptern zum regelmäßigen Einsatz kommt, wie Moldaeroservice Generaldirektor Viorel Catana gegenüber Martin Dichler bei einem Besuch in Chisinau erläutert.

Der Mi-2 ist ein Helikopter sowjetischer Produktion, der von zwei Klimow GTD-350 Motoren mit je 400PS Leistung angetrieben wird und für die Aufgaben des Unternehmens bestens geeignet scheint. Bis in die späten achtziger Jahre wurden im polnischen Lizenzwerk WSK an die 5000 Stück des universell einsetzbaren Leichthelikopters hergestellt. Aufgrund der hohen Stückzahlen, die zwischen 1966 und 1988 gebaut wurden, ist es auch heute noch für Moldaeroservice einfach, die für den Betrieb notwendigen Ersatzteile der inzwischen mehr als 30 Jahre alten Helikopter zu beschaffen. Nachdem das Unternehmen im staatlichen Auftrag fliegt, werden mit den Mehrzweckhubschraubern hauptsächlich Such & Rettungsmissionen sowie Forst & Agrarflüge durchgeführt. Sowohl Passagier als auch Frachtflüge runden das Portfolio von Moldaeroservice ab. Nachdem der Tourismus in Moldawien zuletzt verhältnismäßig starke Zuwächse verzeichnen konnte, möchte man schon bald auch touristische Flüge innerhalb Moldawiens anbieten. Der größte Vorteil des Mi-2 Flugbetriebes liegt in seinen niedrigen Unterhaltkosten, ein 10-minütiger Rundflug für bis zu sechs Passagiere kann bereits ab kostengünstigen USD 200.- gebucht werden.

Schon heute wird das staatliche Flugunternehmen mit seiner Belegschaft aus 55 erfahrenen Technikern und Piloten, nach Angaben von Generaldirektor Viorel Catana profitabel betrieben. Für den Transport von schweren Lasten oder einer effektiven Bekämpfung von Waldbränden, wäre die Anschaffung eines größeres Transporthubschraubers in Form einer Mil-17 wünschenswert. Doch bei einem Kaufpreis von 14. Mio. USD sind Investitionen in dieser Höhe genau zu überlegen, wie Catana betont.

Alt aber gut, während meiner Recherche im Jänner des heurigen Jahres bekam ich die Möglichkeit zur Teilnahme an einem Rundflug mit einem 38 Jahre alten MIL-2 Helikopter.

Balti Airport:

Moldaeroservice ist aber nicht nur ein staatliches Luftfahrtunternehmen, sondern auch der Betreiber des zweitgrößten Flughafens des Landes. Im Dreiländereck Moldawien, Ukraine, Rumänien befindet sich mit 100.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Landes. Bereits in den 70er Jahren begann man mit dem Bau eines Flughafens in Balti um Direktflüge in alle Teile der ehemaligen Sowjetunion anbieten zu können. Bis zu 20 wöchentliche Flüge nach Moskau, Kiew und in andere Regionen des Riesenreiches wurden in der Vergangenheit ab dem Balti Airport bedient. Nach Ende der Sowjetunion verfiel der Flughafen in einen Dornröschenschlaf. Heute betreibt Moldaeroservice den Flughafen mit seiner 2208x 43m langen Piste und bemüht sich einen regulären Flugverkehr wiederherzustellen. Dafür müssten aber erst ein neuer Terminal sowie ein Tower samt zusätzlicher Einrichtungen geschaffen werden um den heutigen Ansprüchen zu genügen. Pläne für eine Revitalisierung des Flughafens liegen bereits vor, sind bislang aber Aufgrund fehlender Investitionen gescheitert.

Dabei könnte der Balti Airport laut Generaldirektor Viorel Catana zukünftig die Funktion eines Low Cost Flughafens einnehmen. Der Hintergrund für die Bemühungen einen zweiten Flughafen in Moldawien für kommerzielle Flüge fit zu machen, liegt in der Privatisierung des Hauptstadtflughafens Chisinau. Dieser wurde im Jahr 2013 unter sehr zweifelhaften Umständen einer Privatisierung unterzogen, wobei der neue private Flughafenbetreiber Avia Invest, eine Betreiberkonzession für die Dauer von 49 Jahren erhielt und der Staat damit auf lange Zeit hinaus keinen Einfluss auf die Entwicklung des Hauptstadtflughafens hat.

Wie das Magazin Seenews (Business Itelligence for Sout East Europe) berichtet, ist Avia Invest ein Konsortium aus dem russischen Kolomna-Lokomotivwerk und dem russischen Flughafen Chabarowsk. Das neu gegründete Unternehmen hat sich laut moldawischen Medienberichten im Jahr 2013 dazu verpflichtet, 250 Millionen Euro in die Modernisierung des Flughafens zu investieren. Seitdem Avia Invest die 49-jährige Konzession für den internationalen Flughafen Chisinau im Jahr 2013 erhalten hat, besteht aber der Verdacht auf ein Fehlverhalten hinsichtlich der Transparenz der Aktionärsstruktur und der Finanzierung des Unternehmens. Im Jahr 2015 kündigte die moldawische Regierung an, dass sie auf Empfehlung der Anti-Korruptionsbehörde CNA, den Vertrag mit Avia Invest auflösen wolle, das Unternehmen keine Investitionen in die Modernisierung des Flughafens getätigt habe und ein Teil der Gewinne in eine Firma eines lokalen Unternehmers geflossen sei, so Seenews.

Moldaeroservice Generaldirektor Viorel Catana hat große Pläne für sein Unternehmen

Luftfahrtspezialist Sergiu Manea unterstützt das Projekt

Am Flughafen Chisinau sind noch einige Relikte der ehemaligen Aeroflot und ihrer Folgegesellschaften anzutreffen

Aviation Competence Center:

Ein weiteres Projekt von Moldaeroservice ist die Errichtung eines MRO (Maitenance, Repair, Operation) Centers am Flughafen Chisinau. Für die Errichtung eines neues Hangars mit einer Größe für zwei A320 oder Boeing 737 Jets, stehen dem Unternehmen 7500m2 Betriebsflächen zur Verfügung. Neben europäischen und russischen Airlines könnten laut Generaldirektor Viorel Catana auch lokale Fluglinien wie Air Moldova oder FlyOne, auf das neue Angebot zukünftig zurückgreifen. Moldaeroservice hat dazu eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, um das Potential für einen moldawischen MRO Betrieb zu analysieren. Bis zu 400 Mitarbeiter könnten laut Studie in der neuen Unternehmenstochter eine Anstellung finden, wobei man nicht nur Wartungsarbeiten an Flugzeugen, sondern auch die Ausbildung des dazugehörenden technischen Personal übernehmen möchte. Geht es nach den Plänen von Generaldirektor Catana, könnten zukünftig auch Piloten und Flugbegleiter im eigenen Unternehmen ausgebildet werden und so ein neues Aviation Competence Center mit Sitz in Moldawien geschaffen werden. Die niedrigen Lohkosten Moldawiens wären sicherlich ein großer Anreiz für so manchen Investor, wobei es nicht leicht werden wird, seriöse Partner für das 25 Mio. Euro Investment ins Boot zu holen.

Hinweis:

Diese Geschichte wurde von mir bereits Ende Jänner verfasst. Ich hoffe, ich kann euch in diesen schwierigen Zeiten mit dieser und weiteren Geschichten ein wenig Abwechslung bieten. Für ein Feedback bin ich gerne unter der E-Mail-Adresse – myviennaairport@gmx.at– erreichbar!

Martin Dichler

www.myviennaairport.at

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Ein sibirischer Wintertraum

Sibirien im Winter? Anfang Jänner erhielt ich eine Einladung von Corinna Preisinger (Sales Manager Aeroflot) und Walter Tretenhahn (Eastlink) zur Teilnahme an einer achttägigen Reise nach Sibirien. Die Freude über die Einladung war groß, doch gleichzeitig stellte ich mir die Frage, ob ich diese auch wirklich annehmen sollte den schließlich sind die Temperaturen zu dieser Jahreszeit in Sibirien bekanntlich nicht unbedingt die höchsten. Schnell war aber klar, dass ich mir diese vielleicht einmalige Chance nicht entgehen lassen durfte, weshalb ich euch nun über eine unglaubliche und vor allem unvergessliche Reise nach Sibirien berichten darf!

Du liebst den Schnee, zugefrorene Seen mit bizarren Eisformationen und möchtest abseits des touristischen Mainstreams einzigartige und unberührte Landschaften kennenlernen? Dann solltest du unbedingt dem sibirischen Irkutsk mit dem nahe gelegenen Baikalsee mit seinem Status als UNESCO Weltkulturerbe einen Besuch abstatten. Die wenigen Informationen, die wir in Österreich über Sibirien haben sind ja grundlegend eher negativ. Mein Sohn meinte sogar scherzhaft zu mir, was es den wohl zu bedeuten hätte, wenn ich als einziger „Journalist“ zu einer Reise nach Sibirien eingeladen werde?
In Wahrheit aber zählt Sibirien und die Region rund um Irkutsk zu den interessantesten Reisedestinationen, die ich bislang bereist habe. Selbst Russlandkenner meinen, dass der Baikalsee mit seiner unglaublichen Natur gerade während der kalten Jahreszeit seinen ganz besonderen Reiz entfaltet.

Eines aber gleich vorweg, bevor man nach dem ganzen COVID-19 Chaos irgendwann wieder einmal nach Sibirien reisen wird können, sollte man kleidungstechnisch gut gewappnet sein. Temperaturen von minus 30 Grad Celsius sind jederzeit möglich, kommt dann auch noch Wind hinzu, wird es sehr schnell ungemütlich weshalb eine ordentliche Winterkleidung mit Skihose, warmen Schneeschuhen, dicker Haube, Sturmmaske, Handschuhen und einer winddichten Jacke zur Grundausstattung jedes Sibirien Reisenden zählen sollte. Nachdem ich kein Wintersportler bin und ich über das meiste Equipment bislang nicht verfügte, führte mich mein erster Weg noch vor Antritt der Reise gleich direkt in mehrere Wiener Sportgeschäfte. Eine gute Investition wie sich später noch herausstellen sollte.

Am 14 Februar war es dann soweit, die erste Etappe unser Reise begann kurz nach Mitternacht mit unserem Aeroflot Flug SU 2355 von Wien nach Moskau- Scheremetjewo. Zuvor traf sich die bislang unbekannte Gruppe bestehend aus Vertretern der Reiseveranstalter Öamtc (Lukas Seyrl), Tai Pan (Mustafa Ilerin), Klug Reisen (Robert Stoinach), Corinna Preisinger (Aeroflot) sowie Walter und Elenore Tretenhahn (Eastlink) zu einem ersten kennenlernen im Terminal 1 des Flughafen Wien. Corinna Preisinger hatte vorab alles unternommen, damit sich die Gruppe am Flughafen wohlfühlt, weshalb wir die Zeit bis zu unserem Abflug mit dem einen oder anderen Glas Prosecco in der Flughafenlounge verbringen konnten.

Wenn man in Österreich von Russlandreisen spricht, dann fällt automatisch der Name Walter Tretenhahn. Seit fast 40 Jahren organisiert der Russlandspezialist mit seinem Unternehmen Eastlink abwechslungsreiche Reisearrangements für verschiedenste Reiseveranstalter in Österreich. Egal ob Murmansk, Novosibirsk, Kazan oder eine klassische Fahrt mit der transsibirischen Eisenbahn, die von Walter Tretenhahn organisierten Reisen sind Garant für unvergessliche Reiseerlebnisse. Immer auf der Suche nach neuen Reiseprodukten, arbeitet er gerade intensiv am Ausbau seines Winterprogramms weshalb wir zur gemeinsamen Exkursion nach Irkutsk aufbrachen.
Nach einem ersten kennenlernen starteten wir kurz nach Mitternacht in Richtung Moskau. An Bord des gut gebuchten A321 machten wir es uns zunächst einmal in unseren komfortablen Sitzen, die dankenswerterweise am Notausgang lagen, gemütlich. Von einem Sandwich und Getränk gestärkt verging die Flugzeit bis zu unserem ersten Zwischenstopp in Moskau- Scheremetjewo sehr schnell. Nach einem kurzen Aufenthalt im erst wenige Wochen vor unserer Reise eröffneten Terminal C, dieser ist für eine Kapazität von 20 Millionen Passagieren jährlich ausgelegt, wechselten wir mit der Flughafen U-Bahn österreichischen Fabrikats, unterirdisch zum Inlandsterminal D.

Um ehrlich zu sein, ich hatte zunächst noch wirklich keine genaue Ahnung wohin die Reise eigentlich gehen würde. Zwar kennt jeder Russland von uns, aber wo genau Irkutsk liegt und wie weit die Strecke bis dahin sei, habe ich erst kurz vor meinen Abflug in Wien realisiert, als ich mich genauer über die Reiseroute informierte. Und dann folgte auch schon die erste Überraschung: Die jeden von uns bekannte Strecke VIE-JFK beträgt rund 6800km, die Distanz VIE- IKT (Irkutsk) ist jedoch um ganze 350km länger! Auf meinen sechsstündigen Weiterflug nach Irkutsk durfte ich nun die Business Class und dessen großartiges Produkt an Bord der Aeroflot Boeing 737-800NG ausführlich testen.
Eine weitere sympathische Überraschung auf diesen Flug war meine Sitznachbarin. Eine knapp 60-jährige US-Amerikanerin mit Wohnsitz in London unterhielt mich während des gesamten Fluges mit Geschichten und Fotos aus ihrem Leben. Die erfolgreiche Geschäftsfrau gab mir dabei einen kurzen Einblick in ihren Alltag als Inhaberin von rund 25 Privatspitälern in den Vereinigten Staaten, England und Russland. Sie haben richtig gehört – 25 Spitäler – wobei Sie ihre Angaben auch gleich glaubhaft mit Fotos dokumentiert hatte. Neben zahlreichen Nebenwohnsitzen rund um den Globus unterhält Sie laut eigenen Angaben auch eine 30 Meter lange Privatjacht die auf Bermuda auf ihren Einsatz wartet. Ich musste die freundliche Dame dann einmal kurz unterbrechen und ihr erklären, dass ich das alles sehr interessant finde solange Sie mir jetzt nicht noch erzählt, dass Sie auch die Besitzerin eines Businessjet ist, weil dann wäre ich wirklich neidisch geworden! Was für eine verrückte Welt und was für eine gute Gelegenheit, um einmal mit Menschen zu sprechen, die man sonst eher kaum zu Gesicht bekommt.

Irkutsk: Stadt der Kirchen

Die 630.000 Einwohner Stadt Irkutsk ist die Hauptstadt der russischen Oblast Irkutskaya und ist am einzigen Abfluss des Baikalsees, des Angara Flusses angesiedelt. 1661 wurde Irkutsk gegründet als der berühmte Kosakenführer Jakow Pochabow ein Fort an den Ufern des Angara errichtete. Innerhalb von nur wenigen Jahrzehnten wurde aus dem Fort eine blühende Handelsniederlassung für Pelze, die weiter nach Europa verkauft wurden. Spätestens nach dem Fund von Gold und anderen Edelmetallen wuchs die Größe und der Reichtum der Stadt stetig an, wovon heute noch zahlreiche Stein & Holzgebäude zeugen. Irkutsk ist berühmt für seine Holzarchitektur und dies spiegelt sich auch in der Architektur wider. Die schönsten und noch am besten erhaltenen Häuser gibt es im Stadtzentrum von Irkutsk zu sehen. Diese sind teilweise weit über 100 Jahre alt und stehen unter UNESCO-Schutz wie in etwa das „Europa Haus“. Dieses aufwendig restaurierte Holzhaus ist reich an filigranen Verzierungen und gilt als die Perle der Irkutsker Holzbaukunst. Besonders Wert wird auf die Fenster der Holzhäuser gelegt, welche mit allerlei Ornamenten und anderen Verzierungen ausgestattet sind. Nachdem viele der alten Holzhäuser ohne Fundament gebaut wurden, versinken diese aufgrund der auch in Sibirien steigenden Temperaturen immer tiefer ins Erdreich. So finden sich in Irkustk immer mehr alte Holzbauten deren Fenster bereits bis auf das Straßenniveau eingesunken sind. Weitere historische Holzhäuser wurden im neuen Quartier 130, einer Ausgehmeile mit zahlreichen Geschäften und Restaurants aufwendig restauriert und einer neuen Verwendung zugeführt.

Irkutsk zählt mit seinen 24 Universitäten, zahlreichen Museen und Theatern zum geistigen Zentrum der Region. Besonders auffallend ist auch die hohe Anzahl an Kirchen, weshalb Irkutsk auch gerne als die Stadt der Kirchen bezeichnet wird. Allein im Altstadtzentrum von Irkutsk befinden sich mit der Erlöserkirche, der Gotteserscheinungskathedrale und der römisch-katholischen Kirche, gleich drei Gotteshäuser in unmittelbarer Nähe zum Monument des Stadtgründers Jakow Pochabow. Die Erlöserkirche ist eng mit der Geschichte der Stadt verbunden, wurde Sie doch im Jahr 1672 ursprünglich am Platz des einstigen Irkutsker Fort gebaut. Wie fast alle Kirchen im Land wurde auch die Gotteserscheinungskathedrale mit ihren fantastischen Fresken nach der russischen Revolution geschlossen und diente jahrelang einem anderen Verwendungszweck. Heute erlebt Irkutsk dank seiner großen Geschichte und seinem kulturellen Angebot einen touristischen Boom. Zahlreiche internationale Hotelketten wie die Marriott oder Accor Gruppe haben deshalb jüngst neue Hotelprojekte in Irkutsk eröffnet.

Im Rahmen eines Arbeitstreffens mit hochrangigen politischen Vertretern der regionalen Wirtschaft und des Tourismus, konnten wir uns persönlich vom engen und langjährigen Kontakt zwischen Eastlink Gründer Walter Tretenhahn und den regionalen Politikern und Wirtschaftstreibenden überzeugen. Für die Teilnehmer unserer Reisegruppe war der Besuch und der Aufwand, der dafür getrieben wurde, wirklich beeindruckend. Nicht nur das Ambiente im Europa Haus vermittelte uns einen ersten Eindruck von der Schönheit der Stadt, sondern auch der Umstand, dass sich an einem Sonntagmittag mehr als zehn hochrangige Vertreter der Stadt die Zeit für das Treffen mit Walter Tretenhahn nahmen, überzeugte. Aber bekanntlich sind persönliche Kontakte neben einer gewissen Trinkfestigkeit gerade in Russland das Um und Auf einer guten Geschäftsbeziehung.
Nach einer zweitägigen Stadtbesichtigung, bei der wir einen guten Eindruck von der kulturellen Bedeutung der Stadt erhielten, machten wir uns in Richtung des nur 70km entfernten Baikalsees auf. Zuvor hielten wir aber noch kurz am Ufer des Angara Flusses, um den Eisbrecher gleichen Namens einen Besuch abzustatten. Bei knackigen -21C Außentemperatur besichtigten wir das Museumsschiff, dass zwischen 1900 und 1962 als Eisbrecher, Schlepper und Personenfähre im Einsatz stand. Dabei muss erwähnt werden, dass die „Angara“ damals in England gebaut wurde, in ihre Einzelteile zerlegt, an den Baikalsee gebracht wurde, bevor man Sie vor Ort wieder zusammengebaute. Erstmals bekamen die Teilnehmer der Reise auch eine Vorstellung davon, wie sicher und tragfähig das Eis im sibirischen Winter tatsächlich wird. Wurden die ersten Schritte auf dem Eis des Angara Flusses nur sehr vorsichtig gesetzt, so verloren wir beim Anblick der tatsächlichen Eisdicke sehr schnell unsere Ängste.

Gut gewappnet für die kalte Zeit

Irkutsk wurde am Ufer des Angara Flusses gegründet

Kirchen wohin man in Irkutsk blickt

Freskengemälde in der Erlöserkirche

Das Europa Haus gilt als eines der schönsten Holzhäuser der Stadt

Andere Holzhäuser versinken im Boden

I LOVE IRKUTSK – unsere Reisegruppe vor Ort

Mystischer Sonnenuntergang im kalten Irkutsk

Der Eisbrecher Angara dient heute als Museumsschiff

Naturwunder Baikalsee

Eis, Eis, Eis wohin das Auge blickt! Wer meint, dass man Sibirien während des russischen Winters nicht bereisen sollte, der irrt gewaltig. Gerade im Winter entfaltet der Baikalsee seine ganze Schönheit und das an mehr als 300 Sonnentagen pro Jahr. Im sibirischen Winter gefriert das klare Wasser des Sees, dass einen Blick bis auf 40 Meter Wassertiefe zulässt, zu einer 1,50 Metern dicken Eisschicht. Der See wird dann über mehrere Monate zum Spielplatz der zahlreichen Touristen die dem größten Süßwassersee der Welt, er speichert 20% der weltweiten Vorräte, einen Besuch abstatten. Das ehemalige Fischerdorf Listvjanka dient heute als Ausgangspunkt aller touristischen Aktivitäten wie etwa Husky- oder Snowmobil Touren am südlichen Seeufer. Wer meint das eine Schlittenfahrt mit den sibirischen Huskys eine romantische Fahrt durch den Wald sei, der irrt gewaltig. Zwar sind die süßen Schlittenhunde zum Kuscheln, nachdem es aber am Husky Schlitten keinerlei Dämpfung für den Passagier gibt, ist die Fahrt durch den Wald der Taiga für jeden Passagier der über Kreuzprobleme klagt, eher nicht zu empfehlen. Als großer Vorteil erwies sich auch bei einem organisierten Schneemobil Ausflug unserer Gruppe mein Entschluss, nicht selbst zu fahren. Viel lieber nahm ich als „offizieller Fotograf“ der Reisegruppe am Schneemobil des Instruktors Platz, der mich jedes Mal, wenn die Gruppe für ein Fotoshooting an uns vorbeigefahren war, mit Vollgas zum nächsten Fotopunkt brachte. Wie ihr euch vorstellen könnt war mein Adrenalinpegel bedeutend höher als jener der Selbstfahrer. Das lag aber vielleicht auch daran, dass ich manche Streckenabschnitte verkehrt sitzend, also entgegen der Fahrtrichtung unternahm und den Beschleunigungskräften noch mehr ausgesetzt war.

Ein unvergessliches Erlebnis sind auch die angebotenen Luftkissenbootfahrten über den zugefrorenen Baikalsee. Hier kam unserer Reisegruppe wieder einmal die große Russlanderfahrung von Walter Tretenhahn zugute. Nach einer rasanten Fahrt über den gefrorenen See machte wir einen Halt am südlichen Seeufer, um einen Teil der alten transsibirischen Eisenbahnstrecke zu Fuß zu erkunden und uns dann im Anschluss mit frisch geräucherten Fisch, Kaviar und russischen Baikal Vodka (mit Pinienkernen versetzt) zu stärken.

Wer sich Ende Februar in Listvjanka aufhält, der sollte dem jährlichen Eis Skulpturen Festival auf jeden Fall einen Besuch abstatten. Während unseres kurzen Aufenthaltes im ehemaligen Fischerdorf konnten wir nicht nur die hervorragende russische Kulinarik kennenlernen, sondern beim anschließenden Verdauungsspaziergang den Eiskünstlern bei den Vorbereitungen zum großen Event über die Schultern blicken.
Apropos Winterkleidung: Bei den soeben erwähnten Tagesausflugsprogramm kam dann schlussendlich auch meine gesamte Winterbekleidung zum Einsatz. Mit gesamter Winterbekleidung ist das Tragen von zwei langen Unterhosen plus Skihose sowie mehrere Schichten Oberbekleidung gemeint. Manchmal hatte ich den Eindruck nicht nur wie ein „Michelin“ Männchen auszusehen, sondern auch so unbeweglich wie eines zu sein.
Wer mehr über die Entstehung des vor mehr als 25 Millionen Jahren entstandenen Baikalsees erfahren möchte, dem sei der Besuch des Baikal Museums in Listvjanka empfohlen. Unsere deutschsprechende Reiseleiterin Ludmila hatte uns bereits in den Tagen zuvor auf eine sehr unterhaltsame Art und Weise die Schönheit und Kultur der Region nähergebracht. Als Sie mir aber im Baikal Museum dann erklärte, dass in Sibirien zahlreiche gefährliche Wildtiere unterwegs sind und es für jeden eine Ehre ist von einem russischen Tiger gefressen zu werden, musste ich doch wiedersprechen!

Faszinierende Eisbilder

Unterwegs mit dem Luftkissenboot am Baikalsee

Baikal Vodka, dass Lebenselixier

25% der weltweiten Süßwasser vorkommen lagern im See

Faszinierend aber nichts für Menschen mit Rückenproblemen

Genügend Holz vor der Hütte ist in Sibirien lebensnotwendig

Sonnenuntergang am Baikalsee

Die Region setzt sich übrigens auch sehr intensiv mit der Geschichte seiner Ureinwohner, der Burjaten auseinander. Die Burjaten sind eine mongolische Ethnie und sind seit jeher dem Schamanismus verbunden. Mehr Einblick über die Lebensweise und den Schamanismus der Burjaten erlebt man am besten bei einem Besuch der Baikalsee Insel Olkhon. Die Insel und die Bucht Burchan mit seinen berühmten Schamanenfelsen werden seit jeher als heilige Orte verehrt. Wunderschön und gleichzeitig bizarr sind jene Eisformationen, die am Baikalsee entstehen, wenn dieser im Winter gefriert. Im Eis des Sees bilden sich aufgrund seismischer Aktivitäten Risse, die hin und wieder mit einem dumpfen Knall aufbrechen und Packeis bilden. Ein unerklärliches Naturschauspiel sind auch aufsteigende Luftblasen, die im Eis gefrieren. Gäste, die den See besichtigen, werden während ihres Ausfluges auch direkt vor Ort verköstigt. Ist erst einmal ein netter Platz für ein Picknick auf der großen Eisfläche gefunden, wird einfach ein Lagerfeuer angezündet, auf dem zumeist der örtliche Fahrer oder Tourguide, eine schmackhafte Fischsuppe für die Gäste zubereitet.

Nachdem die Straßen der Insel unbefestigt sind, wird während der Wintermonate für längere Strecken hauptsächlich der mehr als 60km lange Ice Road Highway, der das Festland mit der Insel Okhlon verbindet, benutzt. Als unverwüstliches Allzweckfahrzeug beweist der berühmte UAZ Buchanka, ein Transporter mit russischer Militärgeschichte dabei seine Fähigkeiten. Egal ob an Land oder auf der Eisfläche, der UAZ schlägt jedes westliche Fahrzeug um Längen, wenngleich der Komfort des Allradfahrzeuges sehr minimal ist. Frei nach dem Motto – was es an Bord nicht gibt – kann auch nicht kaputt gehen!

Die größten Sehenswürdigkeit der Insel ist aber die Natur selbst! Es bedarf eigentlich keiner weiteren Unterhaltung am Baikalsee als ein Blick in die Weite und Schönheit des Landes. An dieser Stelle ein kleiner Hoteltipp! Als überaus gelungen habe ich das Baikalwood Eco Hotel auf Olkhon Island empfunden. Dieses familiengeführte Hotel bietet zum einem jenen Luxus, den der verwöhnte Westeuropäer sucht, zum anderen ist das Haus schlicht in Vollholz gehalten. Die russische Gastfamilie, die auch gleichzeitig das ausgezeichnete Restaurant führt, sucht das Gespräch mit seinen Gästen und der gemeinsame Aufenthaltsraum mit der wolligen Wärme des knisternden Holzofens ist nicht nur eine Rettungsinsel in der Kälte der Nacht, sondern auch eine Oase der Ruhe. Während meines Aufenthaltes konnte ich gleich mehrere Stunden mit einem wärmenden Tee in den Gemeinschaftsraum mit seinen großen Panoramafenstern verbringen, während zwei junge Gäste des Hauses mit ihrer Gitarre gespielt haben. Für mich ein unvergesslicher Moment des – In sich Kehrens- den ich nicht missen möchte…

Knapp 400km fährt man durch die russische Taiga bis zur Schamaneninsel Okhlon

Der mit dem Feuer tanzt- ein Schamane bei einer Begrüßungszeremonie

Bis zu 60km Eisfläche dienen im Winter als Hauptverkehrsweg

Faszination Baikalsee

Der heilige Schamanenfels auf der Insel Okhlon

Ein unverwüstlicher UAZ am Baikalsee

So schön, dass einem die Worte fehlen

Unter lautem Grollen bricht das Packeis regelmäßig auf

Für die Anreise nach Russland empfiehlt sich generell ein Flug mit der größten nationalen Fluglinie (Aeroflot) des Landes. Das Skyteam Mitglied bietet innerhalb Russlands ein dichtes Streckennetz aus 54 Destinationen an. Aeroflot hat in den letzten Jahren sehr viel Geld in sein Produkt und die Anschaffung von neuen Flugzeugen investiert. Jüngstes Mitglied des durchschnittlich nur 4,9 Jahre alten Aeroflot Flugzeugparks ist seit Ende Februar der neue Airbus 350-900 XWB mit einem völlig neuen Kabinendesign. Während bei den europäischen Mitbewerbern immer mehr am Produkt gespart wird, bietet Aeroflot seinen Economy Kunden weiterhin kostenloses Catering sowie 23kg Freigepäck an. Bei Flügen ab drei Stunden Flugdauer wird weiterhin ein warmes Catering kostenlos serviert, wobei ich zu meiner Überraschung auf den Rückflug aus Irkutsk sogar einen gegrillten Lachs als Eco- Menü angeboten bekommen habe! Könnt ihr euch erinnern jemals einen Lachs auf einen Economy Flug angeboten bekommen zu haben? Passagiere der Business Class können sich an Bord der Aeroflot Boeing 737-800NG wie Sie auch nach Irkutsk zum Einsatz kommen, auf Komfortsitze freuen, die ihren Namen auch verdienen. Mit 97cm Sitzabstand, Video on Demand, einem delikaten Catering und einen besonders freundlichen Bordservice seiner Flugbegleiterinnen, bestätigt Aeroflot einmal mehr seinen Ruf als Premium Airline.

Hinweis:
Diese Geschichte wurde von mir Mitte März neu verfasst als sich die Ereignisse auf unserer Welt überschlugen und plötzlich nichts mehr so war, wie wir es bisher kannten. Ich hoffe, ich kann euch in diesen schwierigen Zeiten mit dieser und weiteren Geschichten ein wenig Abwechslung im Alltag bieten. Für ein Feedback bin ich gerne unter der E-Mail-Adresse – myviennaairport@gmx.at – erreichbar!
Alles Gute euch allen, bleibt weiterhin gesund und befolgt bitte die Verhaltensregeln unserer Regierung!

Martin Dichler
www.myviennaairport.at

www.eastlink.at
www.aeroflot.ru
https://baikalwoodhotel.ru/en/

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Das war der Umwelttag

Im Zuge unserer Kommunikationspartnerschaft und unseres Schwerpunktthemas Umwelt und Nachhaltigkeit in diesem Jahr entstand die Idee des ersten Flughafenfreunde Wien Umwelttags. Nach wochenlanger Planung war es dann am 6. März soweit.

Mit der Unterstützung des City Airport Train war es den Teilnehmern möglich, CO2 neutral und kostenlos zu diesem Event anzureisen.

Geplant war ursprünglich die Besichtigung einer Photovoltaik Anlage, Kläranlage, Flotte der E-Fahrzeuge mit einem anschließenden Vortrag über das Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement des Flughafen Wien. Leider hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Das Ersatzprogramm konnte sich allerdings sehen lassen: die Location wurde in den Veranstaltungsraum des 109 m hohen Towers verlegt, von wo aus die 20 Teilnehmer die Infrastruktur des Flughafens überblicken konnten. Auch wurde ein Buffet bereitgestellt. Unser Dank dafür gilt Thomas Gamharter, dem Leiter der Besucherwelt.

Die Begeisterung war natürlich bei allen Teilnehmern sehr groß.

Vortragender war Mario Roch von der Abteilung Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement.

Er berichtete über alle derzeitigen Maßnahmen bei den Themen Fluglärm, Umwelt und Nachhaltigkeit.

Zum Abschluss fanden sich noch ein paar Teilnehmer im Stammtisch-Lokal Brezelmeister ein, um sich noch weiter über aktuelle Themen auszutauschen.

Video von Arno Schmidt

 

Ein Bericht von David Hanzl

 

Neuer Rekord: Über 164.000 Gäste in der Flughafen Wien-Besucherwelt

Foto: Flughafen Wien AG

164.319 Gäste haben im Jahr 2019 die Attraktionen der Besucherwelt am Flughafen Wien erlebt. Seit der Neugestaltung des Erlebnisraums im Jahr 2017 durch das Team des bekannten TV-Stars und Autors Thomas Brezina ist das Besucheraufkommen um 73,2% gestiegen. Jüngste Attraktion der Besucherwelt ist der Birdly: Dabei erleben die Gäste einen aufregenden Virtual Reality-Flug über prähistorische Landschaften, die Metropole New York oder die Stadt Wien aus der Vogelperspektive. Zu finden ist der Birdly in der Ankunftshalle am Flughafen Wien.

Birdly am Flughafen Wien: Selbst wie ein Vogel fliegen

Ein Flug mit dem Birdly ist spektakulär:  Auf einem mit hochauflösender Virtual Reality- und Robotertechnologie ausgestatteten Simulator erleben Besucher einen Flug aus der Vogelperspektive. Durch eigenständige Flügelbewegungen werden dabei die Stadt Wien, die Häuserschluchten von Manhattan, Zürich und Mailand, eine prähistorische Landschaft mit Dinosauriern, zwei Unterwasserwelten oder das Hochgeschwindigkeitsrennen VRace erkundet. Der Flugsimulator ist eine Attraktion im Rahmen der Besucherwelt am Flughafen Wien und in der Ankunftshalle des Airports zu finden. Für Veranstaltungen gemietet werden kann der Birdly übrigens auch: So war der Simulator bereits auf der Ferienmesse 2020 und anderen Anlässen im Einsatz und hat dabei das Interesse der Veranstaltungsteilnehmer geweckt.

Vielfältiges Angebot an Flughafen-Touren

Wer den Betrieb des Flughafens schon mal aus nächster Nähe erleben wollte, kann aus mehreren Tour-Angeboten wählen: Bei der Tower Blick Tour fahren die Besucher in den 22. Stock des Flughafen-Towers und erleben den Standort aus einer atemberaubenden Perspektive, bei der Night Tour erlebt man den Flughafen-Betrieb in den Abendstunden, im Rahmen der Premium A380-Tour wird das größte Passagierflugzeug der Welt  auch von innen besichtigt, die Feuerwehr-Tour bringt die Gäste in die Einsatzzentrale der Flughafen-Feuerwehr und die VIP-Tour zeigt den Besuchern die Welt des exklusiven Reisens.

Highlights für 2020: Vatertags-Special, 2-Stunden-Ticket für die Terrasse

Auch für 2020 gibt es wieder zahlreiche Neuerungen und spannende Sonder-Touren in der Besucherwelt. Nach dem erfolgreichen Valentine’s Day Special, bei dem die Besucher am 14. Februar 2020 einen romantischen Abend im Tower mit einem atemberaubenden Blick auf den Flughafen und Wien genießen konnten, findet am 14. Juni 2020 zum Vatertag eine ähnliche Aktion statt, nähere Informationen sind in Kürze auf der Flughafen-Website zu finden. Ebenfalls neu ist auch ein vergünstigtes 2-Stunden-Ticket für die Besucherterrasse.

Erlebnisraum, Terrasse  und Rundfahrt: Tolles Angebot für alle Altersgruppen

Im mehr als 600 m² großen Erlebnisraum erfahren Besucher mittels multimedialer Videoinstallationen in vier Stationen Interessantes rund um das Thema Luftfahrt. Wer immer schon den Flugzeugen bei der Abfertigung sowie bei Starts und Landungen aus unmittelbarer Nähe zuschauen wollte, für den bietet die Besucherwelt eine spannende Tour im modernen Doppeldecker-Bus über das Flughafen-Vorfeld. Abgerundet wird das bunte Rahmenprogramm durch die Besucherterrasse. Die ganzjährig geöffnete Aussichtsplattform ermöglicht auf 1.800 m² einen faszinierenden 270 Grad Ausblick auf das rege Treiben am Airport.

Buchungsmöglichkeiten: Kombitickets, Touren für Kinder und mehrsprachige Touren

Das vielfältige Angebot der Besucherwelt am Flughafen Wien kann individuell auf große und kleine Gäste abgestimmt werden: So gibt es das Kombiticket Erlebnisraum-, Tour und Terrasse etwa zum Spezialpreis für Familien, außerdem werden eigene Touren für Schulklassen oder Kindergeburtstage organisiert. Für internationale Gäste sind der Erlebnisraum in Englisch und die Bustouren sogar in Englisch, Ungarisch, Slowakisch, Tschechisch und Russisch zu buchen. Informationen zum Programm der Besucherwelt sowie Buchungsmöglichkeiten finden Interessierte auf der Homepage des Flughafen Wien unter www.viennaairport.com/besucherwelt.

Die Rundfahrt und der Erlebnisraum haben Montag bis Samstag von 8.30 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet und ab 13. Jänner 2019 sonntags von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Die Besucherterrasse ist Montag bis Sonntag von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Ab 01. Mai bis 30. September 2019 gelten auf der Terrasse längere Sommer-Öffnungszeiten, von 9.00 Uhr bis 20.00 Uhr.

 

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Großer Andrang beim ersten „Selection Day“ der global größten Innovationsplattform Plug and Play

Über 300 Teilnehmer besuchten den von der weltweit größten Innovationsplattform Plug and Play veranstalteten ersten „Selection Day“ im österreichischen Hauptquartier am Flughafen Wien. Mehr als 23 Startups folgten am Donnerstag dem Aufruf, mit ihren Lösungen für die Bereiche „Smart Cities“ und „Travel & Hospitality“ die über 300 anwesenden Unternehmensvertreter zu überzeugen und als potentielle Geschäftspartner zu gewinnen.

Plug and Play hat in ihrer österreichischen Niederlassung im Airport City Co-Working Space die zwei Programme „Smart Cities“ und „Travel & Hospitality“ gestartet. Am „Selection Day“ trafen die 23 attraktivsten Startups aus 9 verschiedenen Ländern und drei Kontinenten mit den Branchenführern zusammen. Die besten Köpfe sollen danach innerhalb von drei Monaten die neusten Technologien für Wien gemeinsam mit den Unternehmenspartnern weiterentwickeln, bevor es dann am 6. Mai 2020 zum finalen Expo-Day ins Plug and Play-Hauptquartier in das Silicon Valley geht. Die mehr als 300 Teilnehmer, darunter Vertreter renommierter Unternehmen – wie zum Beispiel Vienna Insurance Group, die Flughäfen Brüssel und Frankfurt sowie Oracle und viele mehr – standen neben Business Angels, Forschern und Wissenschaftlern für Gespräche zur Verfügung.

Mehr Informationen zu Plug and Play und dem Co-Working Space in der Airport City sind unter www.plugandplaytechcenter.com/travel und https://www.airport-city.at/coworking zu finden.

Fotos: Plug and Play/ Georgescu

Dr. Günther Ofner, Vorstand Flughafen Wien AG

Renée Wagner, Managing Director von Plug and Play Vienna

Über 300 Teilnehmer kamen zum Selection Day

 

 

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EVA AIR ab sofort mit dem neuen Boeing 787-10 Dreamliner auf der Strecke Wien – Bangkok – Taipeh

Heute Vormittag ist zum ersten Mal der neue Boeing 787-10 Dreamliner von EVA AIR am Flughafen Wien gelandet. Die private taiwanesische Fluggesellschaft bedient ab sofort die Strecke Wien – Bangkok – Taipeh vier Mal wöchentlich mit dem größeren Dreamliner. Auf den drei wöchentlichen EVA AIR-Direktflügen zwischen Taipeh und Wien bleibt weiterhin der Boeing 787-9 im Einsatz.

„EVA AIR fliegt bereits seit 29 Jahren nach Wien und wir haben uns am österreichischen Markt immer um das neueste Fluggerät bemüht, „sagt Edward Ho, General Manager EVA AIR Österreich und CEE. „Ich freue mich sehr, dass wir auch diesmal, als eine der ersten Langstreckendestinationen im EVA AIR-Netzwerk, unseren Passagieren den modernen 787-10 Dreamliner bieten können – vor allem auf der so beliebten Nonstop-Route nach Bangkok. Ich bin sicher, dass die Fluggäste die Vorteile des neuen Fluggeräts – wie moderne Sitze, bessere Kabinenluft und ruhigere Umgebung – sehr schätzen werden.“

Die Boeing 787-10 ist 68,3 Meter lang und damit ca. fünf Meter länger als die 787-9. EVA AIR hat ihren 787-10 Dreamliner für 342 Passagiere konfiguriert, davon 34 in der Royal Laurel Class und 308 in der Economy. Dieses Dreamliner-Modell bietet in der Royal Laurel Class acht Sitzplätze mehr und in der Economy Class 30 Sitzplätze mehr als im „Schwester-Modell“, der 787-9.

Edward Ho: „Für uns bei EVA AIR sind Treibstoffeffizienz und Kabinenkomfort zwei wesentliche Schlüsselfaktoren, die die Wettbewerbsfähigkeit eines Verkehrsflugzeugs auf dem globalen Luftverkehrsmarkt bestimmen. Daher sind wir davon überzeugt, dass die zuverlässige Leistung des Boeing Dreamliner und die fortschrittlichen Luftfahrttechnologien ihn zu dem idealen Flugzeug machen, das wir brauchen, um bei unseren Passagieren weiterhin mit sicheren und angenehmen Flügen zu punkten.“

Dreamliner: umweltfreundlich, fortschrittlich, bequem und leiser

Die Technologien, die für den Bau des Boeing 787 Dreamliner verwendet wurden, machen das Flugzeug umweltfreundlicher. Es besteht aus leichteren Verbundwerkstoffen wie Kohlefaser, und mehr als 50% des Gesamtgewichts des Flugzeugs entfallen auf diese Werkstoffe, darunter Rumpf, Tragflächen und Triebwerkslüfterblätter. Im Vergleich zur traditionellen Rumpfkonstruktion aus Aluminiumlegierung verringern diese fortschrittlichen Materialien das Gesamtgewicht des Flugzeugs und die Wahrscheinlichkeit von Metallermüdung oder Korrosion erheblich, wodurch die Wartungskosten reduziert werden. Zudem senkt das Ersetzen von Leuchtstoffröhren durch LED-Leuchten den Strombedarf um fast die Hälfte.

Die fortschrittlichen GEnx-Motoren von General Electrics senken den Kraftstoffverbrauch und die Treibhausgasemissionen um 20% im Vergleich zu Antriebssystemen in herkömmlichen Großraumflugzeugen. Durch die hohe Kraftstoffeffizienz und Reichweite des 787 kann EVA AIR auch die Betriebsleistung weiter steigern.

Boeing hat im neuen Dreamliner den Kabinenkomfort durch ein fortschrittliches Luftfiltersystem verbessert. Darüber hinaus machen die Verbundwerkstoffe den 787-Rumpf luftdichter. Im Vergleich zu herkömmlichen Verkehrsflugzeugen kann die Luftfeuchtigkeit in der Kabine des 787 um das Drei- bis Vierfache erhöht werden. Der Kabinendruck des Flugzeugs kann auch so gesteuert werden, dass sich die Flughöhe wie die optimale Höhe von 6.000 Fuß (> 1.800 Meter) anstatt der Standardhöhe von 8.000 Fuß (> 2.400 Meter) anfühlt. Dies steigert den Blutsauerstoffgehalt der Passagiere und verringert Kopfschmerzen und Müdigkeit. Speziell konstruierte Motorgehäuse reduzieren die Geräuschentwicklung erheblich und bieten den Passagieren eine ruhigere und komfortablere Umgebung während des Fluges.

Für die neue Kabine entschied sich EVA AIR beim Dreamliner 787-10 auch für Designworks, ein BMW-Unternehmen, um neue Business-Sitze der Royal Laurel Class zu kreieren. Teague, ein weltweit anerkanntes Designbüro für die Luftfahrt, wurde ausgewählt, um neue Economy Class-Sitze zu entwickeln, und RECARO, ein deutscher Hersteller, der für die Innenausstattung von Sportwagen bekannt ist, produzierte diese.

EVA AIR wird ihre Flotte um insgesamt 24 Dreamliner erweitern. Seit 2018 sind bereits vier 787-9 Dreamliner im Einsatz. Im Vorjahr hat EVA AIR vier Boeing 787-10 übernommen und wird bis 2022 16 weitere 787-10 in ihrem internationalen Netzwerk einsetzen.

 

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Ein Jahr Obmann der Flughafenfreunde Wien

Ein Interview von David Hanzl

Seit wann bist du Mitglied bei den Flughafenfreunden und was war deine Motivation beizutreten?

Ich bin Mitglied seit 2015, also gar nicht so lange wie manch andere Mitglieder. Ich kenne den Verein aber schon seit vielen Jahren. Es hat sich aber deshalb nicht eher ergeben beizutreten, da ich nicht in Wien wohnhaft war und so nicht die Annehmlichkeiten des Vereins nutzen konnte. Ich komme aus Laa an der Thaya, das ist etwa 1 ½ Stunden vom Flughafen entfernt. Also hätte ich den Verein in meiner Schulzeit nicht aktiv nutzen können. In meiner Studienzeit war ich in Krems, nach einem Auslandsaufenthalt bin ich wieder durch meine Luftfahrtbegeisterung neben meinem Hauptjob zum Verein gekommen. Ich habe mich bei Martin gemeldet und habe an einem Schnupperabend teilgenommen. Dort bin ich sehr nett empfangen und aufgenommen worden. Es hat mich sehr begeistert und bin dann auch gleich dem Verein beigetreten.

Wie kam es damals dazu, dass dich Martin als seinen Nachfolger nominiert hat?

Das ist eine lustige Geschichte. Vor 3 Jahren habe ich zur Hauptversammlung einige Anträge eingebracht, weil mir es damals nicht so gefallen hat, wie die Plätze bei den Touren und Ausflügen vergeben wurden. Unter anderem, dass man sich per E-Mail anmelden kann und nicht nur am Vereinsabend durch ein First-Come-First-Serve-Prinzip, sondern durch Verlosung. So habe ich die Aufmerksamkeit vom Martin auf mich gezogen. Der war darüber damals nicht sehr glücklich. Und dann habe ich mich noch erdreistet, mich als Rechnungsprüfer zu bewerben und Martin ist in Schweißausbrüche verfallen, weil er wusste, wo ich arbeite (BMF) und hat sich gedacht “Um Gottes Willen, ein Finanzler!“. Als Rechnungsprüfer war ich auch zu den Vorstandsitzungen eingeladen und in der ersten Sitzung hat der damalige Obmann Stellvertreter Thomas Posch mich direkt auch angesprochen, ob ich mir vorstellen könnte, den Verein zu übernehmen, da einige ältere Vorstandsmitglieder ihr Amt gerne abgeben würden und da habe ich blauäugig ja gesagt. Schneller als ich dachte wurde der Übergang eingeleitet und ich war ein Jahr Vize-Obmann neben Martin. Ich durfte alles miterleben und habe eine sehr gute Einschulung und Vorstellung bei unseren Partnern bekommen. Letztes Jahr habe ich dann die Obmannschaft übernommen, nachdem ich es zugesagt habe. Und wenn ich etwas mache, dann richtig, und so wurde ich Obmann im Verein.

Was war deine persönliche Motivation, Obmann zu werden?

Grundsätzlich: Ich habe früher in der Luftfahrtbranche gearbeitet. Ich habe einen sehr innigen Bezug zur Luftfahrt und bin luftfahrt- und reisebegeistert. Ich kann es momentan leider nicht in meinem Hauptjob ausleben und daher ist die Vereinsarbeit ein Ausgleich für mich und macht mir sehr viel Spaß. Ich bin sehr froh, in meiner Vereinsfunktion Kontakte zur Luftfahrtbranche pflegen zu können. Und es ist sehr interessant, Dinge zu sehen und zu hören, die man als Außenstehender sonst nicht so mitbekommt. Das ist die größte Motivation, den Job zu machen neben den exklusiven Möglichkeiten die man hat. Man wird dann teilweise auf Veranstaltungen eingeladen, wo nur Brancheninsider sind, und das ist dann die Belohnung für die recht harte unentgeltliche Obmanntätigkeit.

Wie schauen deine Aufgaben und der Tagesablauf aus?

Das ist sehr unterschiedlich und man muss sehen, dass Martin in der Vergangenheit sehr viel alleine gemacht hat, denn er hatte beruflich bedingt auch sehr viel Zeit dafür. Ich habe noch nicht so viel Zeit. Ich wollte das auf mehrere Schultern verteilen und bin meinen Vorstandskollegen sehr dankbar, dass sie das annehmen. Es gibt keinen typischen Tagesablauf. Es ist unterschiedlich. Grundsätzlich ist es so, dass man sich mindestens zweimal täglich um seine E-Mails, sowie oft mehrmals um laufende Dinge kümmern muss. Darunter fällt die Beantwortung diverser Anfragen von Sponsoren genauso wie Beitrittsanfragen zukünftiger Vereinsmitglieder sowie die Terminkoordination mit allen Beteiligten bei verschiedenen Events. Im Winter ist ja immer die Zeit der Vorbereitung des nächsten Vereinsjahres und auch die wichtigsten Events des nächsten Jahres (Sammlertag und Fotosafari) werden vorbereitet. Auch die Vereinsabende werden geplant für das nächste Jahr. Die Vereinsreise ist zu organisieren. Interessenten sind zu suchen und Arrangements sind zu treffen. Das ist auch sehr aufwändig, es sind einige Telefonate zu führen und man sollte sich auch persönlich mit den Leuten treffen. Das alles beansprucht schon Einiges an Zeit. Aber einen typischen Arbeitsalltag dazu gibt es nicht, denn man macht es ja neben seinem Job in der Freizeit. Man verbringt einige Abende und Nächte mit Vereinsarbeit, die durch gelungene Veranstaltungen und positive Rückmeldungen belohnt werden.

Wie viel Stunden in der Woche fallen in der Woche für die Vereinstätigkeit an?

Das ist eben unterschiedlich, aber sind in etwa 10 bis 15 Stunden pro Woche die dafür aufgewendet werden müssen. Zusätzlich kommt dann noch die Zeit dazu, die man beim Vereinsabend ist. Da kommt Auf und Abbau dazu und auch die Gäste müssen betreut werden. Aber das mache ich gerne.

Du hast gesagt, dass du die Arbeit auf deine Vorstandskollegen aufgeteilt hast. 3 neue Mitglieder sind ja im Vorstand dazugekommen. Wie funktioniert die Arbeit mit den neuen Vorstandskollegen?

Die Arbeit mit den neuen Vorstandskollegen läuft sehr gut. Zum Glück haben wir unseren Kassier den Karl Freiberger, der macht auch einen sehr mühseligen großen Teil unserer Vereinsarbeit, nämlich das ganze Finanzielle und auch die Buchungen und Überweisungen. Was auch sehr viel Arbeit ist. Als Stellvertreter hat er Markus Urban, der auch sehr engagiert ist und mich auch unterstützt bei repräsentativen Aufgaben und auch sehr viel Networking für uns betreibt. Die Zusammenarbeit funktioniert sehr gut. Auch die Arbeit mit David Hanzl funktioniert toll und er ist auch sehr engagiert. Weiters hat er auch eine sehr große Eigeninitiative, vor allem bei der Homepage. Auch meine Stellvertreterin Claudia Winkler ist sehr engagiert und hängt sich immer voll rein. Sie ist zum Großteil für die Organisation des Sammlertages zuständig und kümmert sich gemeinsam mit mir um das Vereinsmagazin. Das ist auch immer ein gutes Zeichen, wenn die Arbeit nicht immer an einer Person hängen bleibt. Das macht mehr Freude. Und gemeinsam kann man mehr erreichen. Man hat auch mehrere Sichtweisen. Meinungsaustausch und gemeinsames Brainstorming ist immer eine bereichernde Sache.

Wie kommt deine Arbeit als Obmann beim Flughafen Wien und unseren Sponsoren an?

Der Flughafen ist erfreut, dass unser Verein weiterbesteht und dass eine geordnete Obmann Übergabe stattfand. Martin hat den Verein ja auf ein neues Level gebracht in seinen 19 Jahren als Obmann. Sie waren sehr zufrieden mit ihm und ich glaube, sie sind auch sehr zufrieden mit unserer Arbeit. Wir tauschen uns ja regelmäßig mit dem Flughafen aus. Auch unsere Sponsoren begrüßen unsere Arbeit. Es ist immer ein Geben und Nehmen. Ein Einseitiges Nehmen und nichts Geben in der heutigen Zeit gibts einfach nicht mehr. Es muss auch jeder seine Ausgaben für Sponsorings (Warum sponsere ich etwas?) sehr gut dokumentieren. In Zeiten von Kommunikation über Social Media und Homepage ist das immer sehr wichtig und den Mehrwert muss man dazu deutlich machen. Dementsprechend denke ich, dass sie mit unserer Arbeit zufrieden sind. Wir haben die Reichweite unserer Facebookseite doch deutlich gesteigert. Das liegt daran, dass wir doch medienaffiner sind als der letzte Vorstand. Es liegt vielleicht auch an der neuen Generation. Danke an alle, die uns dabei im Hintergrund unterstützen. Das ist immer eine gute Zusammenarbeit. Der Flughafen ist sehr an unserer Kommunikation auf einer anderen informellen Ebene interessiert. Denn man erreicht durch uns eine direkte Kommunikation und eine andere Reichweite, als wenn man Werbeanzeigen schaltet. Diese persönlichen Fürsprecher sind in Zeiten der Umweltthematik, der wir uns in diesem Jahr mehr widmen wollen, sehr wichtig. Es ist daher auch wichtig, direkte Ansprechpartner zu haben und aufzuzeigen welchen Mehrwert der Flughafen und welche Möglichkeiten die Airlines den Leuten bieten.

Wird es große Neuerungen für den Verein geben mit dir als Obmann?

Im Moment habe ich keine großen Neuerungen für den Verein geplant. Martin hat ein umfangreiches Programm auf die Beine gestellt. Man muss bedenken, dass wir im Jahr ca. 30 Veranstaltungen haben. Das sind die Vereinsabende, der Stammtisch, Vereinsreise, Fotosafari, Sammlertag und Besichtigungen, die organisiert werden müssen. Das ist ein sehr vielschichtiges Programm und viele Leute sind darin involviert. Wir haben daher momentan keine großen Änderungen geplant. Wir haben auch unsere Mitgliederzeitschrift, die wir 6 Mal herausgeben und an unsere Mitglieder versenden, das ist auch viel Arbeit im Hintergrund. Auch Vereinsreisen und Ausflüge versuchen wir momentan zu intensivieren. Das Charity Punsch Event war auch sehr viel Arbeit und hat viel Organisationsarbeit erfordert. Wir hoffen, immer viele Teilnehmer für unsere Veranstaltungen zu finden, denn zB ein Ausflug macht natürlich nur Sinn, wenn man eine gewisse Anzahl an Teilnehmern hat, weil sonst die Kosten für jeden Einzelnen viel zu hoch wären.

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Achtung, Terminkorrektur!

In unserem aktuellen APPROACH Magazin hat sich leider der Fehlerteufel eingeschlichen. Der nächste Stammtisch findet am 28. Februar statt, und nicht am 21. Wie gewohnt im Terminal 3, Café BREZEL MEISTER in der Abflugebene.

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