Brücke zu Office Park 4 in Fertigstellung

Der Flugverkehr ist in der derzeitigen Situation auf ein Minimum heruntergefahren, aber auf der Baustelle des Office Park 4 wird weiter fleißig gearbeitet. So nimmt auch die Brücke, die das neue Bauwerk der Airport City mit dem Terminal verbindet, Gestalt an. Über der Einfahrtsstraße thront ein stilisierter Flugzeugrumpf, in dessen Mitte sich eine überdimensionale LED-Wand befindet – mit rund 180 Quadratmetern die größte Österreichs. Bereits im Februar wurde die Brücke in zwei Teilen (58 und 34 Meter lang) eingehoben. Mittlerweile ist sie fast fertiggestellt und stellt somit das neue Wahrzeichen des Flughafen Wien dar.

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Branchentalk EVA AIR

Eine ganze Industrie ist durch den Ausbruch der Covid-19 Epidemie innerhalb von nur weniger Tage in die Krise gestürzt worden. In den letzten Wochen mussten immer mehr Fluglinien ihre Verbindungen nach Österreich einstellen.  Der traveller spricht in einer neuen Interviewserie mit Vertretern der Branche über die aktuelle Lage.

Heute im Gespräch: Edward HO (EVA AIR General Manager Austria/CEE)

traveller:

EVA AIR hat im März die Flugverbindung nach Wien eingestellt, wie waren die letzten Tage und konnten Sie noch viele Österreicher nachhause bringen?

Edward HO:

In den letzten Tagen vor dem „Lockdown“ hatten wir sehr viel zu tun, vor allem die Kollegen und Kolleginnen des Service Centers, die alles getan haben, um die Passagiere im Ausland zu erreichen. Wir haben zahlreiche Umbuchungen durchgeführt, um unsere Passagiere vorzeitig bzw. rechtzeitig vor dem Lockdown von ihren Reisen und Urlauben in Asien zurückzuholen. Wir haben es sehr bedauert, dass wir durch den erzwungenen, plötzlichen Stillstand ab 23. März nicht noch mehr Passagieren helfen konnten, zurückzufliegen.

Unser Headquarter hat in diesen Tagen auch eine eigene Website für Fragen rund um die Flugplanänderungen, Flugausfälle und Umbuchungen eingerichtet, um den Passagieren schnelle Informationen und Hilfe bieten zu können: https://www.evaair.com/en-global/emer/2019-nCoV.html

Am 16.April haben Sie nun wieder den regulären Flugbetrieb zwischen Taipeh und Wien wenn auch nur für Frachtflüge aufgenommen. Hat es sich bei der Fracht um medizinische Güter gehandelt?

Die Durchführung von Frachtflügen ist im Moment eine gute Alternative in diesen schwierigen Zeiten. Im Moment verwenden wir unsere Dreamliner Boeing 787-9 und -10 für die Frachttransporte. Im Hinblick auf Kapazitäten, Treibstoffverbrauch und Reichweite ist das das ideale Fluggerät für die Wien-Strecke. Darüber hinaus ist der Flughafen Wien ein wichtiger Hub und gibt uns eine gute Möglichkeit, unsere Services anzubieten und die Anforderungen der Frachtpartner zu erfüllen. Ab Mai planen wir drei wöchentliche Frachtflüge und evaluieren auch, ob die Passagierkabine für Frachtgut verwendet werden soll.

Ja, wir fliegen im Moment hauptsächlich medizinische Güter nach Österreich aber auch Pharmaprodukte sowie elektronische Güter.

Wann rechnen Sie frühestens wieder mit der Aufnahme von Passagierflügen?

Wir hatten geplant, die drei wöchentlichen Flüge von Taipeh via Bangkok nach Wien und v.v. ab Mai auch für Passagiere aufzunehmen, müssen diese Pläne aber verschieben. Wir können auf jeden Fall Frachtflüge durchführen. Ob und wann Passagiere reisen können, hängt von weiteren Verordnungen und Entscheidungen der jeweiligen Regierungen der Länder ab bzw. welche Maßnahmen im Reisebereich gesetzt werden. Unser Headquarter beobachtet und verfolgt die Situation in Österreich täglich sehr genau. Sobald Reisen wieder erlaubt ist, sind wir bereit.

Die Bundesregierung gibt sich eher pessimistisch betreffend der Reisemöglichkeiten im heurigen Jahr. Rechnen Sie wieder mit einer Nachfrage für Flüge nach Bangkok und Taipeh?

Menschen reisen sehr gerne. Unsere oberste Mission muss sein, dass sie sicher und gefahrlos reisen können. Auch wenn es wichtig ist, die Nachfrage im Auge zu behalten, müssen wir als Airline intern immer wieder Arbeitsprozesse überprüfen, mit Partnern wie Flughäfen und Handling Agents zusammenarbeiten, den Regierungsbestimmungen folgen, um für diese Reisesicherheit zu sorgen und das Vertrauen der Passagiere ins Reisen zu erhalten. Beweisen wir, dass wir unsere Aufgaben mit Sorgfalt erledigen, kehrt sicher auch bald die Nachfrage für Flüge und Reisen zurück.

Wie sieht der Arbeitsalltag ihres Eva Air Teams in Wien derzeit aus, hat ihr Büro am Flughafen geöffnet oder arbeiten die Kollegen in Kurzarbeit von zuhause aus?

Unser Büro am Flughafen ist in Betrieb, aber nicht für den Kundenverkehr geöffnet; wir arbeiten aus Sicherheitsgründen hauptsächlich von zuhause aus und begrenzen die Arbeitszeit im Büro auf ein notwendiges Minimum. Für die Abfertigung der Cargoflüge sind unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen natürlich mit den notwendigen Schutzmaßnahmen (Mund-Nasen-Maske, Sicherheitsabstand, etc.) im Einsatz.

Welche Einschränkungen gibt es im restlichen Eva Air Streckennetz aufgrund der Covid-19 Krise?

Unser Headquarter in Taipeh evaluiert jeden Tag die aktuelle Situation im Hinblick auf Einreise- und Transferbestimmungen. Alle Abteilungen prüfen regelmäßig die neuesten Informationen und passen die Flugpläne entsprechend an. Leider ist fast das gesamte Netzwerk von den Covid19-Auswirkungen betroffen, aber wir stornieren und ändern fast täglich Flüge und nehmen Flüge auch wieder auf – alles mit größtmöglicher Flexibilität und größtmöglichen Anstrengungen. Auf jeden Fall führen wir Flüge in der derzeitigen Situation mit sehr großer Sorgfalt und sehr großem Verantwortungsbewusstsein durch.

Martin Dichler

 

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Qatar Airways bringt weiterhin tausende Urlauber nach Hause

Zahlreiche Rückführungs-Flüge pro Tag sowie Charterflüge aus aller Welt nach Berlin, München und Frankfurt plus vier wöchentliche Flüge nach Wien

Qatar Airways arbeitet weiterhin eng mit der deutschen Bundesregierung zusammen, um im Ausland gestrandete Deutsche sicher nach Hause zu bringen. Dabei erweitert die Airline ihr reguläres Programm um zahlreiche Charterflüge, um so vielen Menschen wie möglich eine Option für die Rückreise offenzuhalten.

So sind bislang 1.200 gestrandete Deutsche mithilfe von Charterflügen aus Thailand, Bali und den Malediven heimgekehrt. Weitere Charterflüge aus Kambodscha, Nepal und den Philippinen wurden in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt organisiert, um rund 2.600 Passagiere abzuholen. Darüber hinaus sind Charterflüge für weitere 1.900 Passagiere geplant. Außerdem werden Vorkehrungen für Urlauber in Neuseeland und zahlreichen weiteren Destinationen getroffen. Von Wien aus wurden ebenso in Zusammenarbeit mit den ansässigen Botschaften Passagiere aus Australien und Neuseeland unterstützt, die am Sonntag heimkehren werden.

Qatar Airways Group Chief Executive Akbar Al Baker sagte dazu: „Wir sind uns bewusst, dass in dieser herausfordernden Zeit viele Menschen in erster Linie heim möchten. Mit unseren 130 täglichen Flügen in mehr als 65 Städte weltweit scheuen wir keine Mühen, einen Schritt weiter zu gehen, um unsere Passagiere nach Hause zu bringen. Darüber hinaus arbeiten wir weiterhin eng mit Botschaften und Regierungen auf der ganzen Welt zusammen, und wo immer möglich, nehmen wir Flüge wieder auf oder fügen bei Bedarf weitere hinzu.“

Hans-Udo Muzel, der Botschafter Deutschlands im Staat Qatar, fand für das Engagement der Airline deutliche Worte: „Wir sind Qatar Airways sehr dankbar für die Bemühungen zur Rückführung deutscher Staatsbürger. Ich möchte Seiner Exzellenz Herrn Akbar Al Baker persönlich für die Unterstützung danken, die er und sein engagiertes Team geleistet haben, um Flüge von verschiedenen asiatischen Zielen nach Frankfurt, Berlin und München sicherzustellen, damit zahlreiche Familien wieder daheim zusammenfinden können.“

Trotz der Einreise-Beschränkungen, die in Deutschland und Österreich seit Mitte März 2020 herrschen, hält Qatar Airways folgende Verbindungen nach wie vor aufrecht:

  • Bis zu drei tägliche Flüge nach Frankfurt (Airbus A350-900 und Boeing 777-300ER)
  • Ein täglicher Flug nach München (Boeing 777-300ER)
  • Vier wöchentliche Flüge nach Berlin-Tegel (Airbus A350-1000)
  • Vier wöchentliche Flüge nach Wien (Airbus A350-900)

Als Fluggesellschaft gewährleistet Qatar Airways höchstmögliche Hygienestandards, zu denen eine regelmäßige Desinfektion der Flugzeuge, intensive Schulungen des Personals sowie die Verwendung von Reinigungsprodukten gehören, die von der International Air Transport Association (IATA) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen werden.

Darüber hinaus sind die Flugzeuge von Qatar Airways mit modernsten Luftfiltersystemen ausgestattet, deren HEPA-Filter in Industriegröße 99,97 Prozent der viralen und bakteriellen Verunreinigungen aus der zirkulierenden Luft entfernen und so den wirksamsten Schutz vor Infektionen bieten. Die Decken sowie alle weiteren Textilien an Bord der Fluggesellschaft werden bei antimikrobiellen Temperaturen gewaschen, getrocknet und gebügelt, während die Headsets nach jedem Flug von ihren Schaumstoff-Aufsätzen getrennt und strengstens desinfiziert werden. Diese Gegenstände werden dann von Mitarbeitern, die hygienische Einweghandschuhe tragen, in Einzelverpackungen versiegelt.

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Flughafenfreunde Wien Airlines – Wir heben ab!

Die Flughafenfreunde Wien steigen in das Airline-Geschäft ein und präsentieren bereits heute zum Start des Ticketverkaufs das Design ihrer künftigen Flugzeuge. Ab 1.4.2021 wird voraussichtlich der erste Linienflug abheben. Gestartet wird mit einem Airbus 320 und 4 Linienzielen:  Barcelona, Berlin, Rom und London mit Preisen ab 14 Euro exklusive Taxen.

Airline CEO Gernot Kastner: „Langfristig planen wir mit einer Flotte von 14 A320 und 140 täglichen Flügen ab dem Hub Wien Schwechat. Wir werden damit die Nummer 3 in Wien.“

Die Maschinen des Typs Airbus A320 verfügen in den Reihen 1-4 eine Business Class mit Full-Flat-Liegesitzen in einer abwechselnden 1-2 Konfiguration, wie man sie sonst nur von der Langstrecke kennt. Das Catering erfolgt von der preisgekrönten Cateringfirma Do&Co, die wöchentlich ein abwechslungsreiches Menu mit regionalen und internationalen Köstlichkeiten zusammenstellen wird.

In der Economy-Class in einer 3-3 Bestuhlung gibt es an jedem Platz USB -Ladeports und ein Buy-on-Bord Konzept mit typischen österreichischen Schmankerln wie Schnitzel- und Leberkäsesemmeln, Kaiserschmarren und natürlich der Original Sacher Torte.

„Damit heben wir uns deutlich im Produkt von der Konkurrenz ab. Wir bieten ein 5* Produkt zum kleinen Preis.“ meinte COO Claudia Winkler.

Die Flüge werden in Kooperation mit Partner Austrian Airlines durchgeführt, womit die Gäste auch Anschluss in das weltweite Streckennetz von Austrian und der Lufthansa-Gruppe haben. Die Flüge werden im Codeshare angeboten und die Flughafenfreunde werden Rotationen von unseren Star Alliance Partnern Eurowings Europe und Austrian übernehmen. „Zu Beginn an werden uns auch Crews von Austrian unterstützen. Wir werden auch mit Austrian in Technik, Wartung und Training zusammenarbeiten.“ sagte Chefpilot Markus Urban.

Der Flughafen Wien unterstützt unser Airline-Startup mit einem eigenen Check-In Bereich im Terminal 1. Die Schalter 151 – 155 werden im Flughafenfreunde-Blau gebrandet. Mit dem Ausbau der Flotte werden auch die 4 Gates C32-35 exklusiv für die Flughafenfreude reserviert und adaptiert. Im Zuge der Umbauarbeiten am Flughafen Wien wird eine eigene Lounge für Business Class Passagiere entstehen und für Fluggäste der Economy Class ein Café-Bereich, der die Zeit zum Abflug schnell vergehen lässt.

CFO Karl Freiberger meinte: „Mit der Investition von knapp 200 Mio. Euro schaffen wir langfristig 500 neue Arbeitsplätze am Standort.“ Unsere Mitarbeiter werden über dem Branchenschnitt entlohnt werden, was es uns hoffentlich leicht machen wird, ausreichend Personal zu finden.

„Wir suchen speziell Piloten mit A320 Type Rating sowie FlugbegleiterInnen. Wir nehmen ab sofort Bewerbungen unter karriere@flughafenfreunde.at entgegen.“ freut sich unser Head of Recruting, David Hanzl.

Zum Einstand bieten wir ab heute, dem 1. April 2020, anlässlich unseres Startes am 1.4.2021 insgesamt 10.421 Economy Class Tickets zu 14 EURO exklusive Taxen zu unseren ersten 4 Destinationen Barcelona, Berlin, Rom und London im Zeitraum 1.4.2021 bis 30.6.2021 an. Die Flug-Tickets sind nicht umbuchbar oder stornierbar.

Wir werden euch natürlich bei allen unseren Vereinsabenden über unser künftiges Flugangebot informieren. Welcome onboard!

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AUA: Liebe auf Lebenszeit

Es ist bereits mehr als sechs Jahrzehnte her, dass Austrian Airlines am 31.März 1958 mit einer viermotorigen Vickers Viscount zu ihrem Erstflug von Wien nach London abhob. Neben zahlreicher politischer Prominenz durfte auch eine Handvoll österreichischer Journalisten den geschichtsträchtigen Flug begleiten. Drei frisch ausgebildete Flugbegleiterinnen kümmerten sich damals um das Wohl der Premierengäste. Eine davon war die damals 24-jährige Flugbegleiterin Maria Jakl, die sich 62 Jahre später noch einmal für die Flughafenfreunde Wien an geschichtsträchtigen Moment erinnert.

Sie haben den AUA Erstflug am 31.März 1958 als Stewardess nach London begleitet. Wie kamen Sie damals zur neu gegründeten Fluglinie?

Maria Jakl:

Da muss ich erst einmal etwas ausholen. Wie Sie bestimmt wissen, wurde die deutsche Lufthansa bereits im Jahr 1955 gegründet und ich habe mich damals bereits als Flugbegleiterin beworben. Im Anschluss wurde ich zu einem Gespräch nach Hamburg eingeladen und durfte das erste Mal in meinen Leben mit einem Flugzeug fliegen, was für mich natürlich ein besonderes Erlebnis war. Ich habe vor Ort alle Prüfungen erfolgreich bestanden, doch nach kurzer Zeit erhielt ich von Lufthansa die Information, dass das Unternehmen inzwischen genügend deutsche Anwärter hatte und somit kein Bedarf mehr bestand, womit das Thema für mich erstmals abgeschlossen war. Inzwischen war ich einige Zeit im Ausland unterwegs den meine Mutter war Holländerin mit 15 Geschwistern die weltweit verteilt waren und so konnte ich nicht nur viele neue Länder kennenlernen, sondern auch noch Französisch als weitere Fremdsprache dazulernen. Als die AUA dann genügend Kapital für den Start hatte, wurden in Österreich Flugbegleiter gesucht. Ich habe mich dann auch gleich beworben und schlussendlich musste ich beim Vorsprechen bei einem Direktor einer Hotelfachschule, auch gleich mein Können beim Servieren von Sekt unter Beweis stellen. Nach einigen Wochen Wartezeit habe ich dann schlussendlich eine positive Zusage für die Stelle bei Austrian Airlines erhalten und kurze Zeit später begann auch schon die Ausbildung.

Was waren ihre Bewegründe, dass Sie sich damals als Flugbegleiter beworben haben?

Wissen Sie, ich habe den Krieg miterlebt und immer die Flugzeuge am Himmel gesehen. Nach dem Krieg habe ich dann in einigen Zeitschriften über den Beruf gelesen und mir gedacht, dass ich das auch gerne machen wollte obwohl meine Mutter nur wenig begeistert von meinen Wunsch war. Ich habe dann vor Freude gesprüht als ich die Zusage für die Stelle bei der neu gegründeten Austrian Airlines bekam. Wie Sie sehen, machen ich das auch mehr als 60 Jahre später immer noch, wenn ich über die damalige Zeit erzähle.

Wie darf man sich die damalige Flugbegleiter Ausbildung vorstellen, vieles wurde wahrscheinlich noch improvisiert?

Im ersten Kurs waren wir 17 Mädchen, die sich aus Vertreterinnen aus allen neun österreichischen Bundesländern zusammengesetzt haben. Die Ausbildung hatte insgesamt sechs Wochen gedauert. Die Lehrer kamen von der Fluglinie SAS (Scandinavian Airlines System), diese haben uns in Englisch, Wetterkunde, Erste Hilfe, Kinderbetreuung und Emergency Procederes geschult und darauf geachtet, dass wir auch aktiv und selbstständig mitarbeiten. Die Flugzeuge kamen von Fred Olsen und wurden schon einige Zeit vor Aufnahme der Flüge nach Schwechat überstellt, so dass wir natürlich auch noch sehr intensiv an den Maschinen selbst ausgebildet werden konnten.

Wie kam es dann dazu, dass gerade Sie für den Erstflug ausgesucht wurden?

Das ist mir selbst noch ein Rätsel, denn ich habe mich weder besonders hervor getan noch sonst etwas spezielles gemacht. Nach sechs Wochen war die Ausbildung zu Ende und dann hat es geheißen, dass morgen Früh die erste Maschine nach London geht und unteranderen auch ich den Flug begleiten werde. Glücklicherweise war ich unter den ausgewählten Flugbegleiterinnen!

Welche Erinnerungen haben Sie an den geschichtsträchtigen Flug?

Die Anspannung war enorm! Wir waren alle furchtbar gestresst, dass wir ja alles richtig machen wollten was wir in den vergangenen Wochen gelernt hatten. Das öffentliche Interesse im Land war ungeheuerlich groß und da die Vickers nur über 48 Sitzplätze verfügte, mussten die Teilnehmer des Erstfluges ausgelost werden. In London wurden wir dann sehr feierlich begrüßt, dass galt dann aber auch für alle anderen neuen Destinationen. Die AUA war sehr beliebt und hat sich schnell einen guten Namen gemacht, obwohl wir zunächst nur ein sehr einfaches Service an Bord 2bieten konnten.

Zur damaligen Zeit war die Flugzeugtechnik noch nicht so ausgereift wie heute, hatten Sie mit so manchen Schwierigkeiten im Alltag zu kämpfen?

Es war der Beginn der modernen Luftfahrt, nachdem wir nur in sehr niedriger Flughöhe geflogen sind, haben uns die Piloten immer darüber informiert, wann ruhiges Wetter zu erwarten war und wir mit dem Service beginnen sollten. Das Catering und das Service an Bord waren großartig und die Freundlichkeit der Flugbegleiter, die ja im jungen Unternehmen höchst motiviert waren, hat sich sehr schnell herumgesprochen. Zunächst flogen nur Diplomaten und besonders reiche Fluggäste mit der AUA. Als zu Beginn die Maschinen nur spärlich gebucht waren, wurden die wenigen Passagiere königlich umsorgt. Die Herzlichkeit an Bord war unbeschreiblich, wir waren wirklich die „friendly“ Airline!

Fliegen war damals eine sehr teure Angelegenheit und war meist den Reichen & Schönen vorbehalten, können Sie sich an einen besonderen Fluggast erinnern?

Im Jahr 1964 waren die Olympischen Winterspiele in Innsbruck und der damalige Schah von Persien hat eine AUA Maschine für einen Flug von Innsbruck nach Pisa für die Kaiserin Fara Diba gechartert. Noch nie zuvor habe ich eine schönere Frau gesehen, doch als die Kaiserin mit ihrem Zobel und ihren vielen Brillanten unser Flugzeug bestiegen hatte, nahm Sie in der letzten Sitzreihe Platz, ohne ein Wort zu sagen. Wir haben Sie angesprochen und Sie nach ihren Wünschen gefragt, als diese ganz plötzlich zu weinen begann. Die Kaiserin war sichtlich unglücklich und tat uns allen sehr leid, da Sie sich wohl ihrem Leben lang einem sehr strengen Protokoll fügen musste. Ansonsten waren die Persönlichkeiten wie etwa die weltbekannte Schauspielerin Romy Schneider, immer sehr bescheiden.

Wie lange blieben Sie als Flugbegleiter bei Austrian Airlines tätig und wie sah ihr weiterer Lebensweg aus?

Ich bin nach vier Jahren weggegangen, weil ich eine Familie gründen wollte. Etwas später gab es einen Personalmangel bei der AUA und obwohl ich bereits zwei kleine Kinder hatte, bin ich während der Sommermonate wieder saisonal für einige Zeit geflogen. Ich bin dann für ungefähr neun Jahre bei meinen Kindern zuhause geblieben und habe anschließend 16 Jahre lang als Sekretärin bei der Universität für Bodenkultur gearbeitet.

Ist ihnen das Fliegen noch hin und wieder abgegangen?

Ja sehr, aber ich habe es meinen Kindern zu Liebe nicht mehr gemacht, wobei ich bis heute den Flugzeugen immer noch wehmütig nachsehe.

Anlässlich des 60-jährigen Austrian Airlines Jubiläums wurden Sie im Rahmen des Jubiläumsfestes im Jahr 2018 vom Austrian Vorstand Kay Kratky vor tausenden Besuchern geehrt. Was bedeutete Ihnen diese späte Ehrung?

Ich bin eigentlich nie geehrt worden und ich bin auch nicht der Typ der geehrt werden möchte, aber wenn dann tausende Menschen vor einem stehen und zu klatschen beginnen, dann ist das Gefühl schon unbeschreiblich. Während des Events wurde ein gemeinsames Foto mit Sebastian Kurz gemacht, danach erhielt ich vom Ministerium ein eingerahmtes Bild zugeschickt, wo der Bundeskanzler persönlich in einem Brief an mich geschrieben hat: „Liebe Frau Jakl, ich bedanke mich dafür, dass Sie nach dem Krieg mit ihrer Herzlichkeit mitgeholfen haben unser Land wieder aufzubauen“. Stellen Sie sich das einmal vor, ich die unbekannte Frau Jakl erhält einen persönlichen Brief vom Herrn Bundeskanzler!

Mehr als 154.000 Gäste haben im heurigen Jahr die Ferienmesse besucht. Für mich waren Sie die eindrucksvollste Besucherin der Veranstaltung, denn ich durfte miterleben, wie Sie die Austrian Mitarbeiter mit ihren Geschichten fast zu Tränen rührten. Ihr Herz schlägt nach sechs Jahrzehnten immer noch für Austrian Airlines?

Und wie, wenn ich noch 20 Jahre jünger wäre, würde ich mich heute wieder als Flugbegleiterin bei Austrian Airlines bewerben. Sie müssen wissen, ich bin nach wie vor mit Austrian Airlines in Kontakt und habe deshalb vor der Messe angefragt, ob ich jemanden vor Ort vielleicht treffen könnte? Ich wurde dann sehr herzlich von Herrn Thomas Drescher, Alexis von Hoensbroech und dem jungen AUA Personal am Stand empfangen. Sie müssen wissen, ich blühe immer noch auf, wenn sich junge Menschen für meine Geschichten interessieren!

Martin Dichler

www.myviennaairport.at

Hinweis:

Frau Maria Jakl war zunächst zu einem Sondervereinsabend am 24.April eingeladen! Wie wir jedoch inzwischen wissen, hat der Corona Virus und die damit verbundenen Verbote sowie das besondere Risiko für die inzwischen 86-jährige Vortragende, zu einer Verschiebung des Termines geführt.

Wer Lust & Laune hat kann sich die 24-minütige Aufzeichnung zum Interview auf dem Youtube Kanal meines Sohnes Florian Dichler ansehen:

https://www.youtube.com/watch?v=wgo-USnY4bo

 

 

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Moldaeroservice: Kleines Unternehmen mit großen Plänen

In der moldawischen Hauptstadt Chisinau ist ein einzigartiges Luftfahrtunternehmen angesiedelt. Moldaeroservice ist ein Staatsunternehmen das nach der Unabhängigkeit des Landes, aus den Beständen der früheren Aeroflot Dependance am 12.September 1994 gegründet wurde. Neben regulären Hubschrauberflügen betreibt Moldaeroservice mit dem Balti Airport auch den zweitgrößten Flughafen des Landes, zudem bereitete man sich bis zum Ausbruch der Covid-19 Krise auf eine Zukunft als Betreiber eines Aviation Competence Centers vor.

Die Geschichte von Moldaeroservice geht auf das Jahr 1966 zurück, als das Unternehmen in der damaligen Sowjetunion für regionale Agrikultur & Transportdienste mit Sitz am Flughafen Chisinau gegründet wurde. Zunächst standen zahlreiche Antonov 2 Doppeldecker, Kamov- 26 Sprayhelikopter sowie 14 Stück Mi-2 Transporthubschrauber im Einsatz, doch mit der einhergehenden Perestrojka und dem Zerfall der Sowjetunion endete zunächst auch die Geschichte des moldawischen Luftfahrtunternehmens. Mit der Neugründung durch die moldawische Zivilluftfahrtbehörde im September 1994 übernahm das Unternehmen wieder Teile seiner früheren Aufgaben, wobei heute nur noch eine Flotte aus vier Mi-2 Helikoptern zum regelmäßigen Einsatz kommt, wie Moldaeroservice Generaldirektor Viorel Catana gegenüber Martin Dichler bei einem Besuch in Chisinau erläutert.

Der Mi-2 ist ein Helikopter sowjetischer Produktion, der von zwei Klimow GTD-350 Motoren mit je 400PS Leistung angetrieben wird und für die Aufgaben des Unternehmens bestens geeignet scheint. Bis in die späten achtziger Jahre wurden im polnischen Lizenzwerk WSK an die 5000 Stück des universell einsetzbaren Leichthelikopters hergestellt. Aufgrund der hohen Stückzahlen, die zwischen 1966 und 1988 gebaut wurden, ist es auch heute noch für Moldaeroservice einfach, die für den Betrieb notwendigen Ersatzteile der inzwischen mehr als 30 Jahre alten Helikopter zu beschaffen. Nachdem das Unternehmen im staatlichen Auftrag fliegt, werden mit den Mehrzweckhubschraubern hauptsächlich Such & Rettungsmissionen sowie Forst & Agrarflüge durchgeführt. Sowohl Passagier als auch Frachtflüge runden das Portfolio von Moldaeroservice ab. Nachdem der Tourismus in Moldawien zuletzt verhältnismäßig starke Zuwächse verzeichnen konnte, möchte man schon bald auch touristische Flüge innerhalb Moldawiens anbieten. Der größte Vorteil des Mi-2 Flugbetriebes liegt in seinen niedrigen Unterhaltkosten, ein 10-minütiger Rundflug für bis zu sechs Passagiere kann bereits ab kostengünstigen USD 200.- gebucht werden.

Schon heute wird das staatliche Flugunternehmen mit seiner Belegschaft aus 55 erfahrenen Technikern und Piloten, nach Angaben von Generaldirektor Viorel Catana profitabel betrieben. Für den Transport von schweren Lasten oder einer effektiven Bekämpfung von Waldbränden, wäre die Anschaffung eines größeres Transporthubschraubers in Form einer Mil-17 wünschenswert. Doch bei einem Kaufpreis von 14. Mio. USD sind Investitionen in dieser Höhe genau zu überlegen, wie Catana betont.

Alt aber gut, während meiner Recherche im Jänner des heurigen Jahres bekam ich die Möglichkeit zur Teilnahme an einem Rundflug mit einem 38 Jahre alten MIL-2 Helikopter.

Balti Airport:

Moldaeroservice ist aber nicht nur ein staatliches Luftfahrtunternehmen, sondern auch der Betreiber des zweitgrößten Flughafens des Landes. Im Dreiländereck Moldawien, Ukraine, Rumänien befindet sich mit 100.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt des Landes. Bereits in den 70er Jahren begann man mit dem Bau eines Flughafens in Balti um Direktflüge in alle Teile der ehemaligen Sowjetunion anbieten zu können. Bis zu 20 wöchentliche Flüge nach Moskau, Kiew und in andere Regionen des Riesenreiches wurden in der Vergangenheit ab dem Balti Airport bedient. Nach Ende der Sowjetunion verfiel der Flughafen in einen Dornröschenschlaf. Heute betreibt Moldaeroservice den Flughafen mit seiner 2208x 43m langen Piste und bemüht sich einen regulären Flugverkehr wiederherzustellen. Dafür müssten aber erst ein neuer Terminal sowie ein Tower samt zusätzlicher Einrichtungen geschaffen werden um den heutigen Ansprüchen zu genügen. Pläne für eine Revitalisierung des Flughafens liegen bereits vor, sind bislang aber Aufgrund fehlender Investitionen gescheitert.

Dabei könnte der Balti Airport laut Generaldirektor Viorel Catana zukünftig die Funktion eines Low Cost Flughafens einnehmen. Der Hintergrund für die Bemühungen einen zweiten Flughafen in Moldawien für kommerzielle Flüge fit zu machen, liegt in der Privatisierung des Hauptstadtflughafens Chisinau. Dieser wurde im Jahr 2013 unter sehr zweifelhaften Umständen einer Privatisierung unterzogen, wobei der neue private Flughafenbetreiber Avia Invest, eine Betreiberkonzession für die Dauer von 49 Jahren erhielt und der Staat damit auf lange Zeit hinaus keinen Einfluss auf die Entwicklung des Hauptstadtflughafens hat.

Wie das Magazin Seenews (Business Itelligence for Sout East Europe) berichtet, ist Avia Invest ein Konsortium aus dem russischen Kolomna-Lokomotivwerk und dem russischen Flughafen Chabarowsk. Das neu gegründete Unternehmen hat sich laut moldawischen Medienberichten im Jahr 2013 dazu verpflichtet, 250 Millionen Euro in die Modernisierung des Flughafens zu investieren. Seitdem Avia Invest die 49-jährige Konzession für den internationalen Flughafen Chisinau im Jahr 2013 erhalten hat, besteht aber der Verdacht auf ein Fehlverhalten hinsichtlich der Transparenz der Aktionärsstruktur und der Finanzierung des Unternehmens. Im Jahr 2015 kündigte die moldawische Regierung an, dass sie auf Empfehlung der Anti-Korruptionsbehörde CNA, den Vertrag mit Avia Invest auflösen wolle, das Unternehmen keine Investitionen in die Modernisierung des Flughafens getätigt habe und ein Teil der Gewinne in eine Firma eines lokalen Unternehmers geflossen sei, so Seenews.

Moldaeroservice Generaldirektor Viorel Catana hat große Pläne für sein Unternehmen

Luftfahrtspezialist Sergiu Manea unterstützt das Projekt

Am Flughafen Chisinau sind noch einige Relikte der ehemaligen Aeroflot und ihrer Folgegesellschaften anzutreffen

Aviation Competence Center:

Ein weiteres Projekt von Moldaeroservice ist die Errichtung eines MRO (Maitenance, Repair, Operation) Centers am Flughafen Chisinau. Für die Errichtung eines neues Hangars mit einer Größe für zwei A320 oder Boeing 737 Jets, stehen dem Unternehmen 7500m2 Betriebsflächen zur Verfügung. Neben europäischen und russischen Airlines könnten laut Generaldirektor Viorel Catana auch lokale Fluglinien wie Air Moldova oder FlyOne, auf das neue Angebot zukünftig zurückgreifen. Moldaeroservice hat dazu eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, um das Potential für einen moldawischen MRO Betrieb zu analysieren. Bis zu 400 Mitarbeiter könnten laut Studie in der neuen Unternehmenstochter eine Anstellung finden, wobei man nicht nur Wartungsarbeiten an Flugzeugen, sondern auch die Ausbildung des dazugehörenden technischen Personal übernehmen möchte. Geht es nach den Plänen von Generaldirektor Catana, könnten zukünftig auch Piloten und Flugbegleiter im eigenen Unternehmen ausgebildet werden und so ein neues Aviation Competence Center mit Sitz in Moldawien geschaffen werden. Die niedrigen Lohkosten Moldawiens wären sicherlich ein großer Anreiz für so manchen Investor, wobei es nicht leicht werden wird, seriöse Partner für das 25 Mio. Euro Investment ins Boot zu holen.

Hinweis:

Diese Geschichte wurde von mir bereits Ende Jänner verfasst. Ich hoffe, ich kann euch in diesen schwierigen Zeiten mit dieser und weiteren Geschichten ein wenig Abwechslung bieten. Für ein Feedback bin ich gerne unter der E-Mail-Adresse – myviennaairport@gmx.at– erreichbar!

Martin Dichler

www.myviennaairport.at

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Ein sibirischer Wintertraum

Sibirien im Winter? Anfang Jänner erhielt ich eine Einladung von Corinna Preisinger (Sales Manager Aeroflot) und Walter Tretenhahn (Eastlink) zur Teilnahme an einer achttägigen Reise nach Sibirien. Die Freude über die Einladung war groß, doch gleichzeitig stellte ich mir die Frage, ob ich diese auch wirklich annehmen sollte den schließlich sind die Temperaturen zu dieser Jahreszeit in Sibirien bekanntlich nicht unbedingt die höchsten. Schnell war aber klar, dass ich mir diese vielleicht einmalige Chance nicht entgehen lassen durfte, weshalb ich euch nun über eine unglaubliche und vor allem unvergessliche Reise nach Sibirien berichten darf!

Du liebst den Schnee, zugefrorene Seen mit bizarren Eisformationen und möchtest abseits des touristischen Mainstreams einzigartige und unberührte Landschaften kennenlernen? Dann solltest du unbedingt dem sibirischen Irkutsk mit dem nahe gelegenen Baikalsee mit seinem Status als UNESCO Weltkulturerbe einen Besuch abstatten. Die wenigen Informationen, die wir in Österreich über Sibirien haben sind ja grundlegend eher negativ. Mein Sohn meinte sogar scherzhaft zu mir, was es den wohl zu bedeuten hätte, wenn ich als einziger „Journalist“ zu einer Reise nach Sibirien eingeladen werde?
In Wahrheit aber zählt Sibirien und die Region rund um Irkutsk zu den interessantesten Reisedestinationen, die ich bislang bereist habe. Selbst Russlandkenner meinen, dass der Baikalsee mit seiner unglaublichen Natur gerade während der kalten Jahreszeit seinen ganz besonderen Reiz entfaltet.

Eines aber gleich vorweg, bevor man nach dem ganzen COVID-19 Chaos irgendwann wieder einmal nach Sibirien reisen wird können, sollte man kleidungstechnisch gut gewappnet sein. Temperaturen von minus 30 Grad Celsius sind jederzeit möglich, kommt dann auch noch Wind hinzu, wird es sehr schnell ungemütlich weshalb eine ordentliche Winterkleidung mit Skihose, warmen Schneeschuhen, dicker Haube, Sturmmaske, Handschuhen und einer winddichten Jacke zur Grundausstattung jedes Sibirien Reisenden zählen sollte. Nachdem ich kein Wintersportler bin und ich über das meiste Equipment bislang nicht verfügte, führte mich mein erster Weg noch vor Antritt der Reise gleich direkt in mehrere Wiener Sportgeschäfte. Eine gute Investition wie sich später noch herausstellen sollte.

Am 14 Februar war es dann soweit, die erste Etappe unser Reise begann kurz nach Mitternacht mit unserem Aeroflot Flug SU 2355 von Wien nach Moskau- Scheremetjewo. Zuvor traf sich die bislang unbekannte Gruppe bestehend aus Vertretern der Reiseveranstalter Öamtc (Lukas Seyrl), Tai Pan (Mustafa Ilerin), Klug Reisen (Robert Stoinach), Corinna Preisinger (Aeroflot) sowie Walter und Elenore Tretenhahn (Eastlink) zu einem ersten kennenlernen im Terminal 1 des Flughafen Wien. Corinna Preisinger hatte vorab alles unternommen, damit sich die Gruppe am Flughafen wohlfühlt, weshalb wir die Zeit bis zu unserem Abflug mit dem einen oder anderen Glas Prosecco in der Flughafenlounge verbringen konnten.

Wenn man in Österreich von Russlandreisen spricht, dann fällt automatisch der Name Walter Tretenhahn. Seit fast 40 Jahren organisiert der Russlandspezialist mit seinem Unternehmen Eastlink abwechslungsreiche Reisearrangements für verschiedenste Reiseveranstalter in Österreich. Egal ob Murmansk, Novosibirsk, Kazan oder eine klassische Fahrt mit der transsibirischen Eisenbahn, die von Walter Tretenhahn organisierten Reisen sind Garant für unvergessliche Reiseerlebnisse. Immer auf der Suche nach neuen Reiseprodukten, arbeitet er gerade intensiv am Ausbau seines Winterprogramms weshalb wir zur gemeinsamen Exkursion nach Irkutsk aufbrachen.
Nach einem ersten kennenlernen starteten wir kurz nach Mitternacht in Richtung Moskau. An Bord des gut gebuchten A321 machten wir es uns zunächst einmal in unseren komfortablen Sitzen, die dankenswerterweise am Notausgang lagen, gemütlich. Von einem Sandwich und Getränk gestärkt verging die Flugzeit bis zu unserem ersten Zwischenstopp in Moskau- Scheremetjewo sehr schnell. Nach einem kurzen Aufenthalt im erst wenige Wochen vor unserer Reise eröffneten Terminal C, dieser ist für eine Kapazität von 20 Millionen Passagieren jährlich ausgelegt, wechselten wir mit der Flughafen U-Bahn österreichischen Fabrikats, unterirdisch zum Inlandsterminal D.

Um ehrlich zu sein, ich hatte zunächst noch wirklich keine genaue Ahnung wohin die Reise eigentlich gehen würde. Zwar kennt jeder Russland von uns, aber wo genau Irkutsk liegt und wie weit die Strecke bis dahin sei, habe ich erst kurz vor meinen Abflug in Wien realisiert, als ich mich genauer über die Reiseroute informierte. Und dann folgte auch schon die erste Überraschung: Die jeden von uns bekannte Strecke VIE-JFK beträgt rund 6800km, die Distanz VIE- IKT (Irkutsk) ist jedoch um ganze 350km länger! Auf meinen sechsstündigen Weiterflug nach Irkutsk durfte ich nun die Business Class und dessen großartiges Produkt an Bord der Aeroflot Boeing 737-800NG ausführlich testen.
Eine weitere sympathische Überraschung auf diesen Flug war meine Sitznachbarin. Eine knapp 60-jährige US-Amerikanerin mit Wohnsitz in London unterhielt mich während des gesamten Fluges mit Geschichten und Fotos aus ihrem Leben. Die erfolgreiche Geschäftsfrau gab mir dabei einen kurzen Einblick in ihren Alltag als Inhaberin von rund 25 Privatspitälern in den Vereinigten Staaten, England und Russland. Sie haben richtig gehört – 25 Spitäler – wobei Sie ihre Angaben auch gleich glaubhaft mit Fotos dokumentiert hatte. Neben zahlreichen Nebenwohnsitzen rund um den Globus unterhält Sie laut eigenen Angaben auch eine 30 Meter lange Privatjacht die auf Bermuda auf ihren Einsatz wartet. Ich musste die freundliche Dame dann einmal kurz unterbrechen und ihr erklären, dass ich das alles sehr interessant finde solange Sie mir jetzt nicht noch erzählt, dass Sie auch die Besitzerin eines Businessjet ist, weil dann wäre ich wirklich neidisch geworden! Was für eine verrückte Welt und was für eine gute Gelegenheit, um einmal mit Menschen zu sprechen, die man sonst eher kaum zu Gesicht bekommt.

Irkutsk: Stadt der Kirchen

Die 630.000 Einwohner Stadt Irkutsk ist die Hauptstadt der russischen Oblast Irkutskaya und ist am einzigen Abfluss des Baikalsees, des Angara Flusses angesiedelt. 1661 wurde Irkutsk gegründet als der berühmte Kosakenführer Jakow Pochabow ein Fort an den Ufern des Angara errichtete. Innerhalb von nur wenigen Jahrzehnten wurde aus dem Fort eine blühende Handelsniederlassung für Pelze, die weiter nach Europa verkauft wurden. Spätestens nach dem Fund von Gold und anderen Edelmetallen wuchs die Größe und der Reichtum der Stadt stetig an, wovon heute noch zahlreiche Stein & Holzgebäude zeugen. Irkutsk ist berühmt für seine Holzarchitektur und dies spiegelt sich auch in der Architektur wider. Die schönsten und noch am besten erhaltenen Häuser gibt es im Stadtzentrum von Irkutsk zu sehen. Diese sind teilweise weit über 100 Jahre alt und stehen unter UNESCO-Schutz wie in etwa das „Europa Haus“. Dieses aufwendig restaurierte Holzhaus ist reich an filigranen Verzierungen und gilt als die Perle der Irkutsker Holzbaukunst. Besonders Wert wird auf die Fenster der Holzhäuser gelegt, welche mit allerlei Ornamenten und anderen Verzierungen ausgestattet sind. Nachdem viele der alten Holzhäuser ohne Fundament gebaut wurden, versinken diese aufgrund der auch in Sibirien steigenden Temperaturen immer tiefer ins Erdreich. So finden sich in Irkustk immer mehr alte Holzbauten deren Fenster bereits bis auf das Straßenniveau eingesunken sind. Weitere historische Holzhäuser wurden im neuen Quartier 130, einer Ausgehmeile mit zahlreichen Geschäften und Restaurants aufwendig restauriert und einer neuen Verwendung zugeführt.

Irkutsk zählt mit seinen 24 Universitäten, zahlreichen Museen und Theatern zum geistigen Zentrum der Region. Besonders auffallend ist auch die hohe Anzahl an Kirchen, weshalb Irkutsk auch gerne als die Stadt der Kirchen bezeichnet wird. Allein im Altstadtzentrum von Irkutsk befinden sich mit der Erlöserkirche, der Gotteserscheinungskathedrale und der römisch-katholischen Kirche, gleich drei Gotteshäuser in unmittelbarer Nähe zum Monument des Stadtgründers Jakow Pochabow. Die Erlöserkirche ist eng mit der Geschichte der Stadt verbunden, wurde Sie doch im Jahr 1672 ursprünglich am Platz des einstigen Irkutsker Fort gebaut. Wie fast alle Kirchen im Land wurde auch die Gotteserscheinungskathedrale mit ihren fantastischen Fresken nach der russischen Revolution geschlossen und diente jahrelang einem anderen Verwendungszweck. Heute erlebt Irkutsk dank seiner großen Geschichte und seinem kulturellen Angebot einen touristischen Boom. Zahlreiche internationale Hotelketten wie die Marriott oder Accor Gruppe haben deshalb jüngst neue Hotelprojekte in Irkutsk eröffnet.

Im Rahmen eines Arbeitstreffens mit hochrangigen politischen Vertretern der regionalen Wirtschaft und des Tourismus, konnten wir uns persönlich vom engen und langjährigen Kontakt zwischen Eastlink Gründer Walter Tretenhahn und den regionalen Politikern und Wirtschaftstreibenden überzeugen. Für die Teilnehmer unserer Reisegruppe war der Besuch und der Aufwand, der dafür getrieben wurde, wirklich beeindruckend. Nicht nur das Ambiente im Europa Haus vermittelte uns einen ersten Eindruck von der Schönheit der Stadt, sondern auch der Umstand, dass sich an einem Sonntagmittag mehr als zehn hochrangige Vertreter der Stadt die Zeit für das Treffen mit Walter Tretenhahn nahmen, überzeugte. Aber bekanntlich sind persönliche Kontakte neben einer gewissen Trinkfestigkeit gerade in Russland das Um und Auf einer guten Geschäftsbeziehung.
Nach einer zweitägigen Stadtbesichtigung, bei der wir einen guten Eindruck von der kulturellen Bedeutung der Stadt erhielten, machten wir uns in Richtung des nur 70km entfernten Baikalsees auf. Zuvor hielten wir aber noch kurz am Ufer des Angara Flusses, um den Eisbrecher gleichen Namens einen Besuch abzustatten. Bei knackigen -21C Außentemperatur besichtigten wir das Museumsschiff, dass zwischen 1900 und 1962 als Eisbrecher, Schlepper und Personenfähre im Einsatz stand. Dabei muss erwähnt werden, dass die „Angara“ damals in England gebaut wurde, in ihre Einzelteile zerlegt, an den Baikalsee gebracht wurde, bevor man Sie vor Ort wieder zusammengebaute. Erstmals bekamen die Teilnehmer der Reise auch eine Vorstellung davon, wie sicher und tragfähig das Eis im sibirischen Winter tatsächlich wird. Wurden die ersten Schritte auf dem Eis des Angara Flusses nur sehr vorsichtig gesetzt, so verloren wir beim Anblick der tatsächlichen Eisdicke sehr schnell unsere Ängste.

Gut gewappnet für die kalte Zeit

Irkutsk wurde am Ufer des Angara Flusses gegründet

Kirchen wohin man in Irkutsk blickt

Freskengemälde in der Erlöserkirche

Das Europa Haus gilt als eines der schönsten Holzhäuser der Stadt

Andere Holzhäuser versinken im Boden

I LOVE IRKUTSK – unsere Reisegruppe vor Ort

Mystischer Sonnenuntergang im kalten Irkutsk

Der Eisbrecher Angara dient heute als Museumsschiff

Naturwunder Baikalsee

Eis, Eis, Eis wohin das Auge blickt! Wer meint, dass man Sibirien während des russischen Winters nicht bereisen sollte, der irrt gewaltig. Gerade im Winter entfaltet der Baikalsee seine ganze Schönheit und das an mehr als 300 Sonnentagen pro Jahr. Im sibirischen Winter gefriert das klare Wasser des Sees, dass einen Blick bis auf 40 Meter Wassertiefe zulässt, zu einer 1,50 Metern dicken Eisschicht. Der See wird dann über mehrere Monate zum Spielplatz der zahlreichen Touristen die dem größten Süßwassersee der Welt, er speichert 20% der weltweiten Vorräte, einen Besuch abstatten. Das ehemalige Fischerdorf Listvjanka dient heute als Ausgangspunkt aller touristischen Aktivitäten wie etwa Husky- oder Snowmobil Touren am südlichen Seeufer. Wer meint das eine Schlittenfahrt mit den sibirischen Huskys eine romantische Fahrt durch den Wald sei, der irrt gewaltig. Zwar sind die süßen Schlittenhunde zum Kuscheln, nachdem es aber am Husky Schlitten keinerlei Dämpfung für den Passagier gibt, ist die Fahrt durch den Wald der Taiga für jeden Passagier der über Kreuzprobleme klagt, eher nicht zu empfehlen. Als großer Vorteil erwies sich auch bei einem organisierten Schneemobil Ausflug unserer Gruppe mein Entschluss, nicht selbst zu fahren. Viel lieber nahm ich als „offizieller Fotograf“ der Reisegruppe am Schneemobil des Instruktors Platz, der mich jedes Mal, wenn die Gruppe für ein Fotoshooting an uns vorbeigefahren war, mit Vollgas zum nächsten Fotopunkt brachte. Wie ihr euch vorstellen könnt war mein Adrenalinpegel bedeutend höher als jener der Selbstfahrer. Das lag aber vielleicht auch daran, dass ich manche Streckenabschnitte verkehrt sitzend, also entgegen der Fahrtrichtung unternahm und den Beschleunigungskräften noch mehr ausgesetzt war.

Ein unvergessliches Erlebnis sind auch die angebotenen Luftkissenbootfahrten über den zugefrorenen Baikalsee. Hier kam unserer Reisegruppe wieder einmal die große Russlanderfahrung von Walter Tretenhahn zugute. Nach einer rasanten Fahrt über den gefrorenen See machte wir einen Halt am südlichen Seeufer, um einen Teil der alten transsibirischen Eisenbahnstrecke zu Fuß zu erkunden und uns dann im Anschluss mit frisch geräucherten Fisch, Kaviar und russischen Baikal Vodka (mit Pinienkernen versetzt) zu stärken.

Wer sich Ende Februar in Listvjanka aufhält, der sollte dem jährlichen Eis Skulpturen Festival auf jeden Fall einen Besuch abstatten. Während unseres kurzen Aufenthaltes im ehemaligen Fischerdorf konnten wir nicht nur die hervorragende russische Kulinarik kennenlernen, sondern beim anschließenden Verdauungsspaziergang den Eiskünstlern bei den Vorbereitungen zum großen Event über die Schultern blicken.
Apropos Winterkleidung: Bei den soeben erwähnten Tagesausflugsprogramm kam dann schlussendlich auch meine gesamte Winterbekleidung zum Einsatz. Mit gesamter Winterbekleidung ist das Tragen von zwei langen Unterhosen plus Skihose sowie mehrere Schichten Oberbekleidung gemeint. Manchmal hatte ich den Eindruck nicht nur wie ein „Michelin“ Männchen auszusehen, sondern auch so unbeweglich wie eines zu sein.
Wer mehr über die Entstehung des vor mehr als 25 Millionen Jahren entstandenen Baikalsees erfahren möchte, dem sei der Besuch des Baikal Museums in Listvjanka empfohlen. Unsere deutschsprechende Reiseleiterin Ludmila hatte uns bereits in den Tagen zuvor auf eine sehr unterhaltsame Art und Weise die Schönheit und Kultur der Region nähergebracht. Als Sie mir aber im Baikal Museum dann erklärte, dass in Sibirien zahlreiche gefährliche Wildtiere unterwegs sind und es für jeden eine Ehre ist von einem russischen Tiger gefressen zu werden, musste ich doch wiedersprechen!

Faszinierende Eisbilder

Unterwegs mit dem Luftkissenboot am Baikalsee

Baikal Vodka, dass Lebenselixier

25% der weltweiten Süßwasser vorkommen lagern im See

Faszinierend aber nichts für Menschen mit Rückenproblemen

Genügend Holz vor der Hütte ist in Sibirien lebensnotwendig

Sonnenuntergang am Baikalsee

Die Region setzt sich übrigens auch sehr intensiv mit der Geschichte seiner Ureinwohner, der Burjaten auseinander. Die Burjaten sind eine mongolische Ethnie und sind seit jeher dem Schamanismus verbunden. Mehr Einblick über die Lebensweise und den Schamanismus der Burjaten erlebt man am besten bei einem Besuch der Baikalsee Insel Olkhon. Die Insel und die Bucht Burchan mit seinen berühmten Schamanenfelsen werden seit jeher als heilige Orte verehrt. Wunderschön und gleichzeitig bizarr sind jene Eisformationen, die am Baikalsee entstehen, wenn dieser im Winter gefriert. Im Eis des Sees bilden sich aufgrund seismischer Aktivitäten Risse, die hin und wieder mit einem dumpfen Knall aufbrechen und Packeis bilden. Ein unerklärliches Naturschauspiel sind auch aufsteigende Luftblasen, die im Eis gefrieren. Gäste, die den See besichtigen, werden während ihres Ausfluges auch direkt vor Ort verköstigt. Ist erst einmal ein netter Platz für ein Picknick auf der großen Eisfläche gefunden, wird einfach ein Lagerfeuer angezündet, auf dem zumeist der örtliche Fahrer oder Tourguide, eine schmackhafte Fischsuppe für die Gäste zubereitet.

Nachdem die Straßen der Insel unbefestigt sind, wird während der Wintermonate für längere Strecken hauptsächlich der mehr als 60km lange Ice Road Highway, der das Festland mit der Insel Okhlon verbindet, benutzt. Als unverwüstliches Allzweckfahrzeug beweist der berühmte UAZ Buchanka, ein Transporter mit russischer Militärgeschichte dabei seine Fähigkeiten. Egal ob an Land oder auf der Eisfläche, der UAZ schlägt jedes westliche Fahrzeug um Längen, wenngleich der Komfort des Allradfahrzeuges sehr minimal ist. Frei nach dem Motto – was es an Bord nicht gibt – kann auch nicht kaputt gehen!

Die größten Sehenswürdigkeit der Insel ist aber die Natur selbst! Es bedarf eigentlich keiner weiteren Unterhaltung am Baikalsee als ein Blick in die Weite und Schönheit des Landes. An dieser Stelle ein kleiner Hoteltipp! Als überaus gelungen habe ich das Baikalwood Eco Hotel auf Olkhon Island empfunden. Dieses familiengeführte Hotel bietet zum einem jenen Luxus, den der verwöhnte Westeuropäer sucht, zum anderen ist das Haus schlicht in Vollholz gehalten. Die russische Gastfamilie, die auch gleichzeitig das ausgezeichnete Restaurant führt, sucht das Gespräch mit seinen Gästen und der gemeinsame Aufenthaltsraum mit der wolligen Wärme des knisternden Holzofens ist nicht nur eine Rettungsinsel in der Kälte der Nacht, sondern auch eine Oase der Ruhe. Während meines Aufenthaltes konnte ich gleich mehrere Stunden mit einem wärmenden Tee in den Gemeinschaftsraum mit seinen großen Panoramafenstern verbringen, während zwei junge Gäste des Hauses mit ihrer Gitarre gespielt haben. Für mich ein unvergesslicher Moment des – In sich Kehrens- den ich nicht missen möchte…

Knapp 400km fährt man durch die russische Taiga bis zur Schamaneninsel Okhlon

Der mit dem Feuer tanzt- ein Schamane bei einer Begrüßungszeremonie

Bis zu 60km Eisfläche dienen im Winter als Hauptverkehrsweg

Faszination Baikalsee

Der heilige Schamanenfels auf der Insel Okhlon

Ein unverwüstlicher UAZ am Baikalsee

So schön, dass einem die Worte fehlen

Unter lautem Grollen bricht das Packeis regelmäßig auf

Für die Anreise nach Russland empfiehlt sich generell ein Flug mit der größten nationalen Fluglinie (Aeroflot) des Landes. Das Skyteam Mitglied bietet innerhalb Russlands ein dichtes Streckennetz aus 54 Destinationen an. Aeroflot hat in den letzten Jahren sehr viel Geld in sein Produkt und die Anschaffung von neuen Flugzeugen investiert. Jüngstes Mitglied des durchschnittlich nur 4,9 Jahre alten Aeroflot Flugzeugparks ist seit Ende Februar der neue Airbus 350-900 XWB mit einem völlig neuen Kabinendesign. Während bei den europäischen Mitbewerbern immer mehr am Produkt gespart wird, bietet Aeroflot seinen Economy Kunden weiterhin kostenloses Catering sowie 23kg Freigepäck an. Bei Flügen ab drei Stunden Flugdauer wird weiterhin ein warmes Catering kostenlos serviert, wobei ich zu meiner Überraschung auf den Rückflug aus Irkutsk sogar einen gegrillten Lachs als Eco- Menü angeboten bekommen habe! Könnt ihr euch erinnern jemals einen Lachs auf einen Economy Flug angeboten bekommen zu haben? Passagiere der Business Class können sich an Bord der Aeroflot Boeing 737-800NG wie Sie auch nach Irkutsk zum Einsatz kommen, auf Komfortsitze freuen, die ihren Namen auch verdienen. Mit 97cm Sitzabstand, Video on Demand, einem delikaten Catering und einen besonders freundlichen Bordservice seiner Flugbegleiterinnen, bestätigt Aeroflot einmal mehr seinen Ruf als Premium Airline.

Hinweis:
Diese Geschichte wurde von mir Mitte März neu verfasst als sich die Ereignisse auf unserer Welt überschlugen und plötzlich nichts mehr so war, wie wir es bisher kannten. Ich hoffe, ich kann euch in diesen schwierigen Zeiten mit dieser und weiteren Geschichten ein wenig Abwechslung im Alltag bieten. Für ein Feedback bin ich gerne unter der E-Mail-Adresse – myviennaairport@gmx.at – erreichbar!
Alles Gute euch allen, bleibt weiterhin gesund und befolgt bitte die Verhaltensregeln unserer Regierung!

Martin Dichler
www.myviennaairport.at

www.eastlink.at
www.aeroflot.ru
https://baikalwoodhotel.ru/en/

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Das war der Umwelttag

Im Zuge unserer Kommunikationspartnerschaft und unseres Schwerpunktthemas Umwelt und Nachhaltigkeit in diesem Jahr entstand die Idee des ersten Flughafenfreunde Wien Umwelttags. Nach wochenlanger Planung war es dann am 6. März soweit.

Mit der Unterstützung des City Airport Train war es den Teilnehmern möglich, CO2 neutral und kostenlos zu diesem Event anzureisen.

Geplant war ursprünglich die Besichtigung einer Photovoltaik Anlage, Kläranlage, Flotte der E-Fahrzeuge mit einem anschließenden Vortrag über das Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement des Flughafen Wien. Leider hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Das Ersatzprogramm konnte sich allerdings sehen lassen: die Location wurde in den Veranstaltungsraum des 109 m hohen Towers verlegt, von wo aus die 20 Teilnehmer die Infrastruktur des Flughafens überblicken konnten. Auch wurde ein Buffet bereitgestellt. Unser Dank dafür gilt Thomas Gamharter, dem Leiter der Besucherwelt.

Die Begeisterung war natürlich bei allen Teilnehmern sehr groß.

Vortragender war Mario Roch von der Abteilung Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement.

Er berichtete über alle derzeitigen Maßnahmen bei den Themen Fluglärm, Umwelt und Nachhaltigkeit.

Zum Abschluss fanden sich noch ein paar Teilnehmer im Stammtisch-Lokal Brezelmeister ein, um sich noch weiter über aktuelle Themen auszutauschen.

Video von Arno Schmidt

 

Ein Bericht von David Hanzl

 

Neuer Rekord: Über 164.000 Gäste in der Flughafen Wien-Besucherwelt

Foto: Flughafen Wien AG

164.319 Gäste haben im Jahr 2019 die Attraktionen der Besucherwelt am Flughafen Wien erlebt. Seit der Neugestaltung des Erlebnisraums im Jahr 2017 durch das Team des bekannten TV-Stars und Autors Thomas Brezina ist das Besucheraufkommen um 73,2% gestiegen. Jüngste Attraktion der Besucherwelt ist der Birdly: Dabei erleben die Gäste einen aufregenden Virtual Reality-Flug über prähistorische Landschaften, die Metropole New York oder die Stadt Wien aus der Vogelperspektive. Zu finden ist der Birdly in der Ankunftshalle am Flughafen Wien.

Birdly am Flughafen Wien: Selbst wie ein Vogel fliegen

Ein Flug mit dem Birdly ist spektakulär:  Auf einem mit hochauflösender Virtual Reality- und Robotertechnologie ausgestatteten Simulator erleben Besucher einen Flug aus der Vogelperspektive. Durch eigenständige Flügelbewegungen werden dabei die Stadt Wien, die Häuserschluchten von Manhattan, Zürich und Mailand, eine prähistorische Landschaft mit Dinosauriern, zwei Unterwasserwelten oder das Hochgeschwindigkeitsrennen VRace erkundet. Der Flugsimulator ist eine Attraktion im Rahmen der Besucherwelt am Flughafen Wien und in der Ankunftshalle des Airports zu finden. Für Veranstaltungen gemietet werden kann der Birdly übrigens auch: So war der Simulator bereits auf der Ferienmesse 2020 und anderen Anlässen im Einsatz und hat dabei das Interesse der Veranstaltungsteilnehmer geweckt.

Vielfältiges Angebot an Flughafen-Touren

Wer den Betrieb des Flughafens schon mal aus nächster Nähe erleben wollte, kann aus mehreren Tour-Angeboten wählen: Bei der Tower Blick Tour fahren die Besucher in den 22. Stock des Flughafen-Towers und erleben den Standort aus einer atemberaubenden Perspektive, bei der Night Tour erlebt man den Flughafen-Betrieb in den Abendstunden, im Rahmen der Premium A380-Tour wird das größte Passagierflugzeug der Welt  auch von innen besichtigt, die Feuerwehr-Tour bringt die Gäste in die Einsatzzentrale der Flughafen-Feuerwehr und die VIP-Tour zeigt den Besuchern die Welt des exklusiven Reisens.

Highlights für 2020: Vatertags-Special, 2-Stunden-Ticket für die Terrasse

Auch für 2020 gibt es wieder zahlreiche Neuerungen und spannende Sonder-Touren in der Besucherwelt. Nach dem erfolgreichen Valentine’s Day Special, bei dem die Besucher am 14. Februar 2020 einen romantischen Abend im Tower mit einem atemberaubenden Blick auf den Flughafen und Wien genießen konnten, findet am 14. Juni 2020 zum Vatertag eine ähnliche Aktion statt, nähere Informationen sind in Kürze auf der Flughafen-Website zu finden. Ebenfalls neu ist auch ein vergünstigtes 2-Stunden-Ticket für die Besucherterrasse.

Erlebnisraum, Terrasse  und Rundfahrt: Tolles Angebot für alle Altersgruppen

Im mehr als 600 m² großen Erlebnisraum erfahren Besucher mittels multimedialer Videoinstallationen in vier Stationen Interessantes rund um das Thema Luftfahrt. Wer immer schon den Flugzeugen bei der Abfertigung sowie bei Starts und Landungen aus unmittelbarer Nähe zuschauen wollte, für den bietet die Besucherwelt eine spannende Tour im modernen Doppeldecker-Bus über das Flughafen-Vorfeld. Abgerundet wird das bunte Rahmenprogramm durch die Besucherterrasse. Die ganzjährig geöffnete Aussichtsplattform ermöglicht auf 1.800 m² einen faszinierenden 270 Grad Ausblick auf das rege Treiben am Airport.

Buchungsmöglichkeiten: Kombitickets, Touren für Kinder und mehrsprachige Touren

Das vielfältige Angebot der Besucherwelt am Flughafen Wien kann individuell auf große und kleine Gäste abgestimmt werden: So gibt es das Kombiticket Erlebnisraum-, Tour und Terrasse etwa zum Spezialpreis für Familien, außerdem werden eigene Touren für Schulklassen oder Kindergeburtstage organisiert. Für internationale Gäste sind der Erlebnisraum in Englisch und die Bustouren sogar in Englisch, Ungarisch, Slowakisch, Tschechisch und Russisch zu buchen. Informationen zum Programm der Besucherwelt sowie Buchungsmöglichkeiten finden Interessierte auf der Homepage des Flughafen Wien unter www.viennaairport.com/besucherwelt.

Die Rundfahrt und der Erlebnisraum haben Montag bis Samstag von 8.30 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet und ab 13. Jänner 2019 sonntags von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Die Besucherterrasse ist Montag bis Sonntag von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Ab 01. Mai bis 30. September 2019 gelten auf der Terrasse längere Sommer-Öffnungszeiten, von 9.00 Uhr bis 20.00 Uhr.

 

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Großer Andrang beim ersten „Selection Day“ der global größten Innovationsplattform Plug and Play

Über 300 Teilnehmer besuchten den von der weltweit größten Innovationsplattform Plug and Play veranstalteten ersten „Selection Day“ im österreichischen Hauptquartier am Flughafen Wien. Mehr als 23 Startups folgten am Donnerstag dem Aufruf, mit ihren Lösungen für die Bereiche „Smart Cities“ und „Travel & Hospitality“ die über 300 anwesenden Unternehmensvertreter zu überzeugen und als potentielle Geschäftspartner zu gewinnen.

Plug and Play hat in ihrer österreichischen Niederlassung im Airport City Co-Working Space die zwei Programme „Smart Cities“ und „Travel & Hospitality“ gestartet. Am „Selection Day“ trafen die 23 attraktivsten Startups aus 9 verschiedenen Ländern und drei Kontinenten mit den Branchenführern zusammen. Die besten Köpfe sollen danach innerhalb von drei Monaten die neusten Technologien für Wien gemeinsam mit den Unternehmenspartnern weiterentwickeln, bevor es dann am 6. Mai 2020 zum finalen Expo-Day ins Plug and Play-Hauptquartier in das Silicon Valley geht. Die mehr als 300 Teilnehmer, darunter Vertreter renommierter Unternehmen – wie zum Beispiel Vienna Insurance Group, die Flughäfen Brüssel und Frankfurt sowie Oracle und viele mehr – standen neben Business Angels, Forschern und Wissenschaftlern für Gespräche zur Verfügung.

Mehr Informationen zu Plug and Play und dem Co-Working Space in der Airport City sind unter www.plugandplaytechcenter.com/travel und https://www.airport-city.at/coworking zu finden.

Fotos: Plug and Play/ Georgescu

Dr. Günther Ofner, Vorstand Flughafen Wien AG

Renée Wagner, Managing Director von Plug and Play Vienna

Über 300 Teilnehmer kamen zum Selection Day

 

 

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