SILK WAY West feiert fünfjähriges Wien-Jubiläum

Die aserbaidschanische Frachtfluglinie Silk Way West Airlines feierte am 13.Januar sein fünfjähriges Wien-Jubiläum auf ihrer Baku-Wien Verbindung.

Der Flughafen Wien musste in den vergangenen Monaten, hervorgerufen durch die COVID-19 Pandemie, ein gravierendes Passagierminus von mehr als 74% Prozent (Jan.-Nov.) verzeichnen. Doch im Vergleich zum Passagierverkehr kam der Frachtumschlag auf Österreichs größten Frachtflughafen mit einem Minus von 21,8% (November 2020) noch relativ glimpflich davon.

Und nachdem zu Beginn der Pandemie eine besonders hohe Nachfrage nach medizinischen Frachtflügen bestand, die nicht mehr von den Belly-Fracht Flügen der Linienfluggesellschaften abgedeckt werden konnte, erfreute sich das Angebot der Nur-Frachtfluglinien, wie die der im Jahr 2012 gegründeten aserbaidschanischen Silk Way West Airlines (7L), einer besonders hohen Beliebtheit auf Österreichs größten Frachtflughafen.

Frachtverbindung zwischen der Donaumetropole und der Stadt der Winde

Am 13.Januar 2016 hat die am Heydar Aliyev International Airport der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku angesiedelte Fluglinie ihren Erstflug zwischen Baku und Wien. Seitdem verkehrt zweimal wöchentlich eine Boeing 747-8 auf der Direktverbindung zwischen der Donaumetropole und dem wirtschaftlichen Zentrum Aserbaidschans. Lief das Geschäft auf der Strecke bislang schon sehr gut, so haben spätestens seit dem Ausbruch der COVID-19 Pandemie die Frachtflüge zwischen den beiden Städten weiter an Fahrt zugenommen.

Aktuell bietet Silk Way West Airlines monatlich rund 250 Flüge zu mehr als 50 Zielen rund um den Globus mit ihrer Flugzeugflotte bestehend aus insgesamt zwölf Boeing 744F und Boeing 747-8F an. Die Fluglinie ist Teil der im Jahre 2006 gegründeten Silk Way Group, die sich seit einer Reorganisation im Jahr 2019 mit seinen Tochterfirmen Silk Way Airlines, Silk Way West und Silk Way Technics auf sein Kerngeschäft, dem internationalen Luftfrachtumschlag konzentriert.  

Martin Dichler

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VIE senkt Preis für PCR-Tests ab Montag auf € 99,-

Preisreduktion bei PCR-Tests: Ab Montag, 11. Jänner 2021 bietet der Flughafen Wien molekularbiologische COVID-19-Tests (PCR-Tests) um € 99,-, statt bisher € 120,-, pro Person an. Weiterhin verfügbar sind im Health Center Vienna Airport auch Antigen-Schnelltests um € 35,- pro Person.

Das Testangebot steht in der Zeit von Montag bis Sonntag, jeweils 7.00 bis 20.00 Uhr (letzte Registrierung um 19.00 Uhr) zur Verfügung. Voranmeldung ist keine notwendig und aufgrund optimierter Prozesse gibt es auch kaum Wartezeiten vor Ort. Das Ergebnis für den PCR-Test wird innerhalb weniger Stunden, spätestens jedoch am Folgetag in Form eines ärztlichen Befundes (in Deutsch und Englisch) übermittelt. Für den Antigen-Schnelltest liegt das Ergebnis innerhalb kurzer Zeit ebenfalls als ärztlicher Befund vor.

Alle Informationen zu den Testmöglichkeiten im Health Center Vienna Airport sowie detaillierte Angaben zu den Unterschieden zwischen PCR-Test und Antigen-Schnelltest sind auf der Webseite www.viennaairport.com/coronatest zu finden.

Health Center Vienna Airport: Kompetentes Facharztzentrum am Flughafen Wien

Das Health Center Vienna Airport im Office Park 3 bietet neben PCR-Tests und Antigen-Schnelltests auch vielfältige medizinische Dienstleistungen durch ausgebildete Fachärzte und ist allen Interessierten zugänglich. Auf insgesamt 1.200 m2 erhalten Kunden kompetente ärztliche Betreuung mit kurzen Wartezeiten sowie schnellen und unkomplizierten Terminvergaben. Das Spektrum umfasst neben Allgemeinmedizin auch diverse weitere Fachgebiete (u.a. Innere Medizin, Dermatologie, Orthopädie und weitere). Ausgestattet ist das Health Center Vienna Airport mit hochwertigen medizinischen Geräten und modernster IT-Technologie.

Flughafen Wien senkt Kosten für PCR-Tests auf € 99,- pro Person. Foto: Flughafen Wien
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Flughafen Graz: Neue Geschäftsführung

Wolfgang Grimus und Jürgen Löschnig lösten mit 1.1.2021
Langzeitdirektor Gerhard Widmann ab.

Feldkirchen bei Graz, 05.01.2021: Am Flughafen Graz startete das Neue Jahr mit einem
Geschäftsführerwechsel. Nachdem Gerhard Widmann am 31. Dezember 2020 in Pension
gegangen ist und damit seine aktive Zeit als Geschäftsführer des Flughafens beendet hat, haben Wolfgang Grimus und Jürgen Löschnig mit 1. Jänner 2021 die Geschäftsführung übernommen.

Mag. Gerhard Widmann war seit dem 1. Juli 1999 Geschäftsführer des Flughafen Graz: „Ich durfte mehr als 21 Jahre lang den Flughafen in allen Bereichen mit einem kompetenten Team
weiterentwickeln, wofür ich sehr dankbar bin. Meinen beiden Nachfolgern wünsche ich für die Zukunft, die derzeit besonders herausfordernd ist, alles Gute. Bedanken möchte ich mich ganz besonders bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Flughafen Graz Betriebs GmbH und Tochtergesellschaften, sowie bei den vielen Geschäftspartnerinnen und –partnern, die mich in den vielen Jahren in meiner Arbeit für den Flughafen Graz unterstützt haben!

Auf der Suche nach einer Nachfolge ist die Wahl auf Wolfgang Grimus/EMBA und Mag. Jürgen
Löschnig gefallen.

Wolfgang Grimus verfügt über langjährige internationale Erfahrung und war bei mehreren Airlines in verschiedenen Managementpositionen tätig, unter anderem bei Austrian Airlines, Lauda Air, airberlin und Qatar Airways. Er bringt umfassende Expertise in Bereichen wie Flotten- und Netzwerkplanung, Geschäftsentwicklung und Vertrieb mit.
Jürgen Löschnig ist seit 2005 Finanzchef der Holding Graz. Er zeichnet sich durch eine 20jährige Führungserfahrung in verschiedenen Unternehmensbereichen in strategischer, wirtschaftlicher, rechtlicher und personeller Hinsicht aus. Was Branchenaffinität und Fachkompetenz in Flughafenangelegenheiten angeht, verantwortete er in den letzten 9 Jahren als kontrollierender Geschäftsführer gemeinsam mit Gerhard Widmann die Geschicke des Flughafen Graz.

DI Wolfgang Malik, Vorstandsvorsitzender der Holding Graz: „Gerhard Widmann hat in den letzten Jahren gemeinsam mit dem Eigentümer den Flughafen Graz zu einem Vorzeigeunternehmen im Haus Graz gemacht und zu einer wichtigen Drehscheibe für die exportorientierte steirische Wirtschaft entwickelt. Ich bedanke mich für die jahrelange Zusammenarbeit und wünsche G. Widmann alles Gute.

Mit Wolfgang Grimus ist es uns gelungen einen international bestens vernetzten Manager zu
engagieren. Jürgen Löschnig hat bereits 9 Jahre Erfahrung als Geschäftsführer des Flughafen Graz. Gerade in schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass der Flughafen mit einer klaren Zukunftsstrategie bald wieder in den Steigflug übergeht.“

Stadtrat Dr. Günter Riegler: „Dank der zwischen Eigentümer und Management gemeinsam
erarbeiteten Strategie ist der Flughafen Graz für den Wirtschafts- und Tourismusstandort Graz bzw. auch für Südösterreich und Nordslowenien zum Tor in die weite Welt geworden.
Wolfgang Grimus und Jürgen Löschnig übernehmen ein gut aufgestelltes Unternehmen in schwierigen Zeiten und wir hoffen, dass der Flughafen Graz mit seiner neuen Führung durch die baldige Wiederaufnahme der bewährten Destinationen und der guten Hub-Anbindungen sowie mit zeitgemäßen innovativen Mobilitätsangeboten bald wieder durchstarten kann.“

Trotz Pandemie neue Betriebsansiedlung in der Vienna Airport Region: Logistikimmobilienentwickler DLH baut auf 30.000m2 Fläche

Die Vienna Airport Region rund um den Flughafen Wien wächst auch in der COVID-19-Krise weiter: Die Deutsche Logistik Holding (DLH) wird auf einem rund 30.000 m2 großen Grundstück nahe des Flughafen-Areals drei Logistikimmobilien errichten.  Dort entstehen für zukünftige Mieter flexible Lager- und Industrial Light Hallen, die speziell für Luftfrachtlogistiker exzellent nutzbar sind. Der Kaufvertrag wurde kürzlich von Mag. Wolfgang Scheibenpflug MRICS, Bereichsleiter Immobilien- und Standortmanagement und dem Geschäftsführer der Deutschen Logistik Holding, Christian Vogt, unterzeichnet.

„Trotz Pandemie wächst und entwickelt sich die Vienna Airport Region weiter: Wir freuen uns, mit DLH eine weitere internationale Betriebsansiedlung in der Region begrüßen zu dürfen. Das schafft weitere Arbeitsplätze, stärkt die Kaufkraft und die gesamte Entwicklung der Flughafen-Region und das ist gerade in der Krise von besonderer Bedeutung“, erläutert Dr. Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG.

„Die Entscheidung von DLH, sich in der Vienna Airport Region anzusiedeln, bestätigt die optimalen Voraussetzungen der Region als Betriebsstandort für Unternehmen. Gerade internationale Logistikbetriebe profitieren von der Nähe zu Autobahn und Flughafen, zu den regionalen Nahversorgungsgebieten und der guten Erreichbarkeit der benachbarten osteuropäischen Märkte und Produktionsstätten. Wir freuen uns über DLH als neuen Partner in der Vienna Airport Region“, so Mag. Wolfgang Scheibenpflug MRICS, Bereichsleiter des Immobilien- und Standortmanagements.

„Wir freuen uns sehr, eines der letzten verfügbaren Grundstücke in der Nähe des Flughafens Wien zu erwerben. Als einziger internationaler Hauptverkehrsknotenpunkt in Österreich ist dieser Standort ideal nutzbar für Mieter, die mit ihrer Logistik von der kurzen Distanz zur Schnittstelle Luftfracht profitieren“, freut sich Christian Vogt, Geschäftsführer der Deutsche Logistik Holding (DLH).

Airport City und die Vienna Airport Region sind Job-Motor für die Ost-Region

Die Region rund um den Flughafen Wien ist ein optimaler Standort für Unternehmen, die Wachstumsmöglichkeiten, eine umfassende Nahversorgungs- und Verkehrsinfrastruktur sowie eine leistungsfähige Anbindung an internationale Märkte suchen. Die Nähe zur Autobahn sowie zum Flughafen schafft ideale Voraussetzungen für Betriebe und ihre logistischen Anforderungen. Gemeinsam mit den Nachbargemeinden und Wirtschaftsorganisationen entwickelt der Flughafen Wien die Vienna Airport Region als Betriebsstandort für lokale und internationale Unternehmen weiter, schafft damit neue Arbeitsplätze und stärkt Kaufkraft und Lebensqualität in der gesamten Region.

Nachhaltigkeit am Flughafen Wien: Office Park 4 ist bei Energieeffizienz höchstprämiertes Bürogebäude Österreichs

Der hochmoderne Office Park 4 ist von der Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) für seine Energieeffizienz mit dem Platin-Zertifikat ausgezeichnet worden. Für die Einbeziehung soziokultureller und funktioneller Aspekte gab es den Kristall-Award obendrauf. Der Office Park 4 darf sich also ab sofort „Austria’s Most Sustainable Office Building“ nennen.

„Der Office Park 4 ist ein Vorzeigeprojekt in vielerlei Hinsicht. So verbraucht das Gebäude beispielsweise rund um ein Drittel weniger Energie als herkömmliche Büroneubauten. Außerdem besticht der Bürokomplex durch sein breites Serviceangebot wie einem eigenen
Kindergarten, großzügiger Coworking- und Konferenzflächen sowie Gastronomiebereich. Dadurch schaffen wir ein perfektes und flexibles Arbeitsumfeld für die rund 2.500 Beschäftigten im Gebäude. Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung, denn sie zeigt, dass wir mit unserer nachhaltigen Unternehmensstrategie am richtigen Weg sind“, so Flughafen Wien-Vorstand, Dr. Günther Ofner.

„Hochmodernes Design, nachhaltige Bauweise und Kosteneffizienz zeichnen den Office Park 4 aus. Wir sind stolz, dass wir mit dem Gebäude neue Akzente in der Immobilienwirtschaft setzen konnten und trotz Coronakrise den Bau planmäßig fertiggestellt haben. Unser Engagement wird durch die Auszeichnung besonders honoriert“, freut sich Mag. Wolfgang Scheibenpflug, Leiter des Immobilien- und Standortmanagements am Flughafen Wien.
„Wir sind der Ansicht, dass der Office Park 4 ein deutliches Signal in Richtung ressourcenschonenden Lebenswandel aussendet. Die im Projekt umgesetzten sozioökologischen Themen bereichern den Office Park 4 um eine weitere Facette. Der verliehene ÖGNI Kristall Award erfüllt uns mit Stolz und bestätigt uns, diesen Weg gemeinsam mit dem Bauherrn gegangen zu sein“, so Architekt Oliver Oszwald, Partner bei HNP architects.

Office Park 4: Nachhaltigkeit und Energieeffizienz auf höchstem Niveau

Der Office Park 4 erstreckt sich über zehn Ebenen. Charakteristisch sind seine lichtdurchfluteten Räumlichkeiten, die über modernste Technologieausstattung verfügen. Je nach Bedarf sind pro Etage flexible Arbeitsbereiche in den Größen zwischen 180m² und 2.700m² zu mieten. Ein besonderes Highlight sind die zweistöckigen Eventflächen und Showrooms mit 1.200 m2. Flexible Wände verleihen jeder Veranstaltung aufgrund der individuellen Gestaltungsmöglichkeiten besondere Exklusivität. Eine High-Speed-Internetverbindung von bis zu 10 Gbps sorgt dafür, dass man in Echtzeit mit der ganzen Welt verbunden ist. Ausreichende Parkkapazitäten stehen durch die hauseigene Tiefgarage sowie durch das mit einer Fußgängerbrücke angebundene Parkhaus 3 bereit.

Nachfrage nach Büroräumlichkeiten im Office Park 4 groß

Das Gebäude wurde im September 2020 in Betrieb genommen. Zu den ersten Mietern zählen die BR International Consulting Services (Speziallogistiker für Schienentransport), die global größte Innovationsplattform Plug and Play aus Kalifornien sowie der internationale Luft- und Seefrachtspediteur C.H. Robinson. Das Interesse am neuen Bürogebäude ist groß. Das spiegelt sich im Auslastungsgrad der Vorvermietung wider, der mit 40 bis 50 Prozent trotz Krise besonders gut ist.

Österreichische Gesellschaft für Nachhaltige Immobilien
Die ÖGNI ist seit 2009 die federführende Gesellschaft für Auszeichnungen in der Bau- und
Immobilienwirtschaft in Österreich. Im Bereich Nachhaltigkeit verleiht sie mit Platin, Gold und
Silber drei verschiedene Qualitätsstufen. Die Zertifizierung erfolgt mittels Gütesiegel und soll
den Mehrwert von umwelt- und ressourcenschonenden Immobilien und deren
wirtschaftliche sowie soziale Effizienz aufzeigen.

Mag. Wolfgang Scheibenpflug MRICS, Bereichsleiter des Immobilien- und
Standortmanagements am Flughafen Wien, freut sich über die Auszeichnungen der ÖGNI.

Größere Auswahl an Bord: Qualität und Frische mit regionalem Bezug bei Speisen und Getränken

Lufthansa, SWISS und Austrian Airlines bieten ab Frühjahr 2021 ausgewählte Speisen und Getränke in der Economy Class auf Kurz- und Mittelstreckenflügen zum Kauf an
 

Lufthansa, SWISS und Austrian Airlines offerieren ihren Kunden künftig ein neues Angebot in der Economy Class. Ab Frühjahr 2021 können Fluggäste auf Kurz- und Mittelstrecken aus einem breiten, qualitativ hochwertigen Sortiment ihren Bedürfnissen entsprechend Speisen und Getränke auswählen und an Bord kaufen. 

Beim neuen Sortiment werden von der Auswahl über die Zubereitung bis zur Präsentation hohe Qualitätsstandards umgesetzt. Mit dem neuen Konzept investieren die Airlines zudem stärker in Nachhaltigkeit, indem umweltfreundliche Produkte sowie Verpackungen ausgewählt und durch passgenauere Produktion weniger Lebensmittel verschwendet werden.  

 „Unser bisheriges Snackangebot in der Economy Class erfüllt häufig nicht die Erwartungen unserer Gäste“, erläutert Christina Foerster, Vorstand Lufthansa Group Customer, IT & Corporate Responsibility. „Das neue Angebot wurde auf Basis unserer Kundenfeedbacks entwickelt. Mit dem kostenpflichtigen, dafür qualitativ hochwertigen Angebot werden unsere Passagiere ganz individuell entscheiden können, was sie auf ihrer Reise essen und trinken wollen.“

Das Speisen- und Getränkesortiment wird bei den einzelnen Airlines in unterschiedlichen Ausprägungen mit teils regionalen Bezügen zur Verfügung stehen. Im Fokus stehen frische Produkte sowie eine Auswahl an Snacks. Bei Lufthansa und SWISS wird zudem eine kostenfreie Wasserflasche gereicht. Der aktuell kostenfreie Standardsnack wird in Zukunft nicht mehr serviert. 

Die Einführung des neuen Angebots erfolgt gestaffelt im Frühjahr 2021: Austrian Airlines beginnt, SWISS und Lufthansa folgen. In den kommenden Monaten werden die Airlines ihre jeweiligen Produktsortimente separat vorstellen.

Covid-19-Krise belastet Luftfahrt weiter massiv: Flughafen-Wien-Gruppe im Q1-3/2020 mit 71,2% weniger Passagieren und einem Umsatzrückgang von 56,9%

Verkehrsrückgang setzt sich im Oktober 2020 fort: Minus 86,2% in der Flughafen-Wien-Gruppe (minus 86,7% am Standort Wien) 

Massives Sparprogramm von € 220 Mio., das um € 100 Mio. reduzierte Investitionsprogramm und unternehmensweite Kurzarbeit für rund 6.000 Beschäftigte sind Eckpfeiler der Krisenbewältigung 

Europaweit einheitliche Reisebestimmungen dringend erforderlich – Antigen-Schnelltests sind ein möglicher Weg zu mehr Reisefreiheit

„Ein wichtiger Lichtblick für das Wiedererstarken der Luftfahrt sind die ermutigenden Nachrichten über die baldige Verfügbarkeit von wirksamen Impfstoffen, das lässt hoffen, dass 2021 wieder einen Aufwärtstrend bringen wird. Bis dahin braucht es für die auch in der Krise unverzichtbare Luftfahrt eine praxistaugliche Teststrategie sowie europaweit und global einheitliche Reisebestimmungen, wobei die vor Abflug am Airport möglichen Antigen-Schnelltests gesundes und sicheres Fliegen ermöglichen. Diese sollten daher Teil der angekündigten Teststrategie der Bundesregierung sein und die seit Mai am Flughafen angebotenen PCR-Tests ergänzen“, stellt Dr. Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG, fest.

„Der Verkehrsrückgang am Flughafen Wien setzt sich weiter fort, derzeit liegt das Passagieraufkommen deutlich unter 20% des Vorjahres. Für das Gesamtjahr 2020 erwarten wir zwischen 7,6 Mio. und 7,8 Mio. Fluggäste am Standort Wien. Ein möglicher Weg aus der Krise sind Antigen-Schnelltests: Der gemeinsam mit Austrian Airlines laufende Probebetrieb verläuft sehr erfolgreich und zeigt, dass es möglich ist, Covid-19-Schnelltests in den Reiseprozess gut zu integrieren. Um Wirtschaft und Tourismus wieder in Gang zu bringen, braucht es dringend eine europaweit abgestimmte Teststrategie mit einem flächendeckenden Einsatz dieser Testverfahren. Die aktuellen Ankündigungen bezüglich möglicher Impfstoffe lassen jedenfalls auf eine deutliche Erholung im Reiseverkehr zumindest ab dem zweiten Halbjahr 2021 hoffen.“ hält Mag. Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG, fest.

Jänner bis September 2020: Minus 70,7% Passagiere am Standort Wien

Die weltweite Covid-19-Pandemie hat anhaltend starke Auswirkungen auf den internationalen Reiseverkehr und damit auch auf den Flughafen Wien:  Von Jänner bis September 2020 verzeichnete die Flughafen-Wien-Gruppe inklusive der Auslandsbeteiligungen Malta Airport und Flughafen Kosice einen Passagierrückgang von 71,2% auf insgesamt 8,7 Mio. Passagiere gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Am Standort Wien ging die Zahl der Passagiere um 70,7% auf 7.026.879 Reisende zurück. Die Zahl der Flugbewegungen sank von Jänner bis September 2020 um 60,1% auf 80.580 Starts und Landungen. Die durchschnittliche Auslastung (Sitzladefaktor) ging von 77,5% auf 59,5% zurück. Das Frachtaufkommen sank um 24,0% auf 157.878 Tonnen (Luftfracht und Trucking). Der Flughafen Malta verzeichnete im Q1-3/2020 einen Passagierrückgang um 72,5% auf 1.551.354 Reisende. Der Flughafen Kosice verzeichnete im gleichen Zeitraum einen Rückgang um 82,0% auf 84.640 Reisende.

Q1-3/2020: Umsatz bei € 277,0 Mio. (-56,9%) und Nettoergebnisauf € -41,3 Mio. (-127,2%)

Im Q1-3/2020 sanken die Umsatzerlöse der Flughafen-Wien-Gruppe um 56,9% auf € 277,0 Mio. Das EBITDA verschlechterte sich um 80,1% auf € 62,3 Mio. und das EBIT um 120,3% auf € -43,6 Mio. Belastet wird das Ergebnis durch die im Q3 vorgenommene Abschreibung von € 6,9 Mio. auf das Revitalisierungsprojekt Pier Ost, das krisenbedingt wegfällt. Das Nettoergebnis vor Minderheiten ging im Q1-3/2020 um 127,2% auf € -41,3 Mio. zurück. Die Nettoverschuldung erhöhte sich auf € 161,9 Mio. (31.12.2019: € 81,4 Mio.). Der Free-Cashflow lag bei € -65,3 Mio. (Q1-3/2019: € 143,7 Mio.).          

Negatives Periodenergebnis für Gesamtjahr erwartet

Die Flughafen Wien Gruppe verfügt aktuell über gesicherte Liquidität, die für alle vorhersehbaren Krisen-Szenarien eine ausreichende Finanzierung gewährleistet. Unter Berücksichtigung der bereits erfolgreich umgesetzten sowie noch geplanten Sparmaßnahmen und Kostenreduktionen geht der Vorstand angesichts der zuletzt wieder deutlich rückläufigen Verkehrszahlen davon aus, dass das Geschäftsjahr 2020 mit einem EBITDA in der Bandbreite zwischen € 55 Mio. bis € 60 Mio. abgeschlossen werden wird. Nach Abschreibungen und Finanzergebnis wird für das Geschäftsjahr 2020 nach derzeitigem Erkenntnisstand mit einem negativen Periodenergebnis zwischen € -75 Mio. und € -85 Mio. vor Minderheiten zu rechnen sein.

Umsatz und Ergebnisentwicklung in den Segmenten

Die Umsätze des Segments Airport gingen im Q1-3/2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 62,8% auf € 115,5 Mio. zurück. Das Segment-EBIT lag bei € -40,3 Mio. (Q1-3/2019: € 94,1 Mio.) Das Segment Handling & Sicherheitsdienstleistungen verzeichnete einen Rückgang der Umsatzerlöse um 43,8% auf € 68,6 Mio. Das Segment-EBIT verschlechterte sich auf € -19,9 Mio. (Q1-3/2019: € 5,3 Mio.). Darin sind auch die Sicherheitsdienstleistungen der VIAS, die Abfertigungsdienstleistungen der Vienna Aircraft Handling (VAH) und der Vienna Passenger Handling Services (VPHS) sowie die Leistungen der GetService Dienstleistungsgesellschaft m.b.H. enthalten. Im Segment Retail & Properties sanken die Umsätze in den ersten neun Monaten 2020 um 51,8% auf € 58,1 Mio. Das Segment-EBIT lag bei € 14,9 Mio. (Q1-3/2019: € 66,2 Mio.). Die Umsätze des Segments Malta gingen um 67,7% auf € 25,0 Mio. zurück. Das Segment-EBIT lag bei € -1,8 Mio. (Q1-3/2019: € 41,7 Mio.). Die Umsätze der Sonstigen Segmente lagen im Q1-3/2020 bei € 9,8 Mio. (Q1-3/2019: € 12,8 Mio.). Das Segment-EBIT betrug € 3,4 Mio. (Q1-3/2019: € 7,7 Mio.).

Investitionen

In den ersten neun Monaten 2020 wurden in Summe € 62,6 Mio. investiert. Die größten Investitionen betreffen den Terminalumbau mit € 20,1 Mio., die Verbindungsbrücke zum Parkhaus 3 mit € 2,0 Mio., Grundstücke mit € 2,0 Mio., den Office Park 4 mit € 1,4 Mio., Flugzeugschlepper mit € 1,3 Mio., Passagierbusse mit € 1,2 Mio. und neue Werbeflächen mit € 1,1 Mio. Am Flughafen Malta wurden im Q1-3/2020 € 9,7 Mio. investiert.

Verkehrsentwicklung Oktober 2020: Starker Verkehrsrückgang setzt sich fort

Flughafen-Wien-Gruppe mit 494.044 Passagieren (-86,2%) im Oktober 2020

Der pandemiebedingt starke Verkehrsrückgang am Flughafen Wien setzt sich weiter fort: Im Oktober 2020 verzeichnete die Flughafen-Wien-Gruppe (Flughafen Wien, Malta Airport und Flughafen Kosice) ein Minus von 86,2% auf 494.044 Reisende. Kumuliert von Jänner bis Oktober 2020 sank das Passagieraufkommen um 72,8% auf 9,2 Mio. Reisende. Am Standort Flughafen Wien entwickelte sich das Passagieraufkommen mit einem Minus von 72,4% auf 7,4 Mio. Reisende von Jänner bis Oktober 2020 weiter rückläufig.

Standort Wien: 86,7% weniger Passagiere im Oktober 2020

Im Oktober 2020 sank das Passagieraufkommen am Standort Flughafen Wien um 86,7% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 378.107 Reisende. Die Anzahl der Lokalpassagiere nahm um 86,7% ab, die Anzahl der Transferpassagiere um 86,9%. Die Flugbewegungen sanken um 70,3%. Beim Frachtaufkommen verzeichnete der Flughafen Wien einen Rückgang um 26,7% im Vergleich zum Oktober des Vorjahres. 

Das Passagieraufkommen am Flughafen Wien nach Westeuropa sank im Oktober 2020 um 85,4%, nach Osteuropa nahm das Passagieraufkommen um 87,0% ab. In den Fernen Osten ging das Passagieraufkommen im Oktober 2020 um 97,5% zurück, jenes in den Nahen und Mittleren Osten sank um 91,8%. Nach Nordamerika entwickelte sich das Passagieraufkommen mit einem Minus von 92,7% ebenfalls rückläufig und nach Afrika nahm die Zahl der Passagiere um 91,4% ab.

Der Flughafen Malta verzeichnete im Oktober 2020 ein Passagierminus um 84,3%. In Kosice sank das Passagieraufkommen um 84,4%.

Tag der offenen Tür Besucherterrasse

Die Besucherwelt Flughafen lädt zum Tag der offenen Tür auf die Besucherterrasse ein. Am Samstag, 31. Oktober 2020, zwischen 12 und 18 Uhr findet zum Saisonabschluß ein Tag der offenen Tür statt. Aufgrund der derzeit reduzierten Nachfrage schließt die Besucherterrasse ab 1. November 2020 während der kalten Jahreszeit.

Austrian Airlines und Flughafen Wien starten Probebetrieb für Covid-19 Antigen-Schnelltests

  • Ab 23.10. können Gäste auf Flug OS 229 das Angebot kostenlos & freiwillig nutzen
  • Ergebnis liegt nach max. 15 Minuten vor – derzeit kein Ersatz für PCR-Tests und behördliche Reisebestimmungen
  • Austrian Airlines COO Ritter: „Ziel ist, Grenzen die Corona aufgebaut hat, wieder abzubauen und Reisen noch sicherer zu machen.“
  • Flughafen Wien-Vorstand Jäger: „Flächendeckender Einsatz von Antigen-Schnelltests könnte Reisefreiheit für Passagiere ermöglichen.“

In enger Zusammenarbeit mit dem Flughafen Wien startet Austrian Airlines jetzt einen ersten Probebetrieb für den Einsatz von Covid-19 Antigen-Schnelltests bei Flugreisen. Dabei erhalten alle Fluggäste auf dem Flug OS 229 im Zeitraum von 23. Oktober bis vorerst 8. November von Wien nach Berlin die Möglichkeit, vor Abflug kostenlos und freiwillig einen Schnelltest zu absolvieren. Vom Flughafen Wien wurde dafür ein Testzentrum im Check-in Bereich des Terminal 3 aufgebaut. Nach erfolgtem Test bekommen Fluggäste innerhalb von 10 bis 15 Minuten ihr Testergebnis – entweder via SMS oder auf Wunsch auch nach persönlicher Rückfrage. Erst bei Vorliegen eines negativen Ergebnisses wird die Bordkarte freigeschalten und der Zutritt zum Sicherheitsbereich und Flugsteig ermöglicht. Sollte das Testergebnis positiv ausfallen, so wird der betroffene Passagier zur umfassenden Abklärung des Gesundheitszustandes vom Sanitätsteam des Flughafens betreut und die weitere Vorgehensweise mit der zuständigen Gesundheitsbehörde festgelegt. Eine kostenfreie Umbuchung oder Stornierung des Austrian Airlines Fluges ist in diesem Fall möglich.

„Das Flugzeug ist schon jetzt das sicherste Transportmittel im öffentlichen Verkehr. Dennoch wollen wir mit diesem Testprojekt noch einen Schritt weiter gehen und Flugreisen noch sicherer machen“, erklärt Austrian COO Jens Ritter das Ziel des Projektes.

v.l.n.r.: Austrian Airlines COO Jens Ritter, Luftfahrtstaatssekretär Magnus Brunner und Flughafen Wien-Vorstand Julian Jäger

Die vielen Reisebeschränkungen haben Flughäfen sowie Fluglinien in den letzten Monaten den Aufbau eines stabilen Betriebs erschwert. Gemeinsam mit dem Flughafen Wien hat sich Austrian Airlines deshalb das Ziel gesetzt, aufzuzeigen wie man Schnelltests in die Reisekette der Passagiere integrieren kann. Die Lufthansa Group arbeitet mit ihren Partnern an Verfahren, die auch während der Pandemie interkontinentale Mobilität und Reisefreiheit unter Einhaltung des Gesundheitsschutzes ermöglichen. Die Erkenntnisse aus Wien fließen in das übergreifende Projekt der Lufthansa Group ein. „Wir müssen die Grenzen, die Corona in den letzten Monaten aufgebaut hat, wieder abbauen“, betont Austrian COO Ritter. „Perspektivisch ist es unser Ziel, auch entsprechende Lockerungen bei Reiserestriktionen zu erreichen, aber zuerst einmal wollen wir aufzeigen, wie ein gezieltes Testprogramm funktionieren könnte“, erklärt er. Wenn sich der Probebetrieb gut etabliert, so möchte man das Testangebot in größerem Umfang anbieten. Flughafen Wien Vorstand Julian Jäger ergänzt dazu: „Die gesamte Tourismus- und Reisebranche braucht dringend zukunftstaugliche Lösungen, um aus der Krise zu kommen. Antigen-Schnelltests liefern ein rasches Ergebnis und können gut in den betrieblichen Ablauf einer Flugreise integriert werden. Ein flächendeckender Einsatz an Flughäfen und bei Airlines im Rahmen eines europaweit einheitlichen Testregimes könnte die für Wirtschaft und Tourismus wichtige Reisefreiheit für Passagiere ermöglichen.“

Luftfahrtstaatssekretär Magnus Brunner begrüßt das Pilotprojekt: „Mit dem Pilotprojekt kann ein Blick in die nahe Zukunft gewagt werden und vor allem die Machbarkeit der notwendigen Prozesse demonstriert werden. Damit können Antigen-Tests bei entsprechender Qualität, bezüglich Sensitivität und Spezifität, ehestmöglich zum Einsatz kommen. So setzen wir einen Schritt Richtung ‚neue Normalität‘, um unser gesellschaftliches Leben und die Wirtschaft wieder entsprechend anzukurbeln.“

Info zu Testprogramm erfolgt vor Abflug

Die Fluggäste werden vor Abflug via Preflight E-Mail und Check-in Einladung über die Testmöglichkeit informiert. Zum aktuellen Zeitpunkt ersetzt der Antigen-Schnelltest die behördlich vorgeschriebenen PCR-Tests nicht. Das heißt, alle Passagiere müssen weiterhin die lokalen Einreiseregularien beachten. Auch die Maskentragepflicht an Bord von Austrian Airlines Flügen sowie an Flughäfen bleibt aufrecht. Ausgenommen davon sind nur Kinder unter 6 Jahren und Fluggäste, die eine entsprechende medizinische Bestätigung sowie einen negativen PCR-Test (Ergebnis nicht älter als 48 Stunden) vorlegen.