Qatar Airways verschenkt 100.000 Flugtickets an medizinische Fachkräfte

Die Aktion beginnt am internationalen Tag der Pflege 2020, um „Helden des Gesundheitswesens“ Dank auszusprechen

Frankfurt/Doha (12. Mai 2020) – Qatar Airways vergibt 100.000 Gratis-Flugtickets an medizinisches Fachpersonal, um sich für den heldenhaften Einsatz an vorderster Front der COVID-19-Pandemie zu bedanken.

Als weltweit führende Fluggesellschaft hat Qatar Airways in den letzten Monaten von Passagieren und Regierungen viel Lob und Dank erhalten – für die Aufrechterhaltung des Betriebs ebenso wie für die Bereitstellung von über 100 Charterflügen und die Rückführung von über einer Million Menschen. Die Fluggesellschaft, die bei der weltweiten Rückführung gestrandeter Passagiere ebenfalls an vorderster Front aktiv ist, möchte hart arbeitenden Menschen im Gesundheitswesen Anerkennung zollen und sie belohnen.

In zeitlicher Übereinstimmung mit dem internationalen Tag der Pflege beginnt die Aktion am 12. Mai um 00:01 Uhr und endet am 18. Mai um 23:59 Uhr (Ortszeit Doha). Medizinische Fachkräfte bewerben sich unter qatarairways.com/ThankYouHeroes auf dieses exklusive Angebot und erhalten einen individuellen Aktionscode solange der Vorrat reicht.

Anspruch auf Tickets haben medizinische Fachkräfte aus aller Welt. Um ein faires und transparentes Antragsverfahren zu gewährleisten, wird jedem Land ein Kontingent an Tickets entsprechend der Bevölkerungszahl zugeordnet. Darüber hinaus werden Anträge für jedes Land auf die sieben Tage vom 12. bis zum 18. Mai verteilt: Die Zuteilung wird jeden Tag um 00:01 Uhr (Ortszeit Doha) neu eröffnet.

Die 100.000 medizinischen Fachkräfte, die einen Aktionscode erhalten, können für sich selbst und eine Begleitperson kostenlos Hin- und Rückflugtickets in der Economy Class zu jeder beliebigen Destination im globalen Netzwerk von Qatar Airways buchen. Die Tickets, die vor dem 26. November gebucht werden müssen, sind für Reisen bis zum 10. Dezember 2020 gültig. Darüber hinaus ist eine unbegrenzte Anzahl gebührenfreier Ziel- oder Datumsänderungen möglich. Flugpreise und Zuschläge werden nicht erhoben, lediglich Flughafensteuern fallen an.*

Qatar Airways Group Chief Executive Akbar Al Baker sagte: „Bei Qatar Airways sind wir unglaublich dankbar für das Engagement und die harte Arbeit medizinischer Fachkräfte auf der ganzen Welt, die sich in diesen unsicheren Zeiten um die Menschen kümmern. In einer heroischen Demonstration von Freundlichkeit, Hingabe und Professionalität haben sie hunderttausende von Leben gerettet. Als verlässlicher Partner in der Krise haben wir bei Fluggästen, Regierungen, Geschäftspartnern und Flughäfen ein starkes Vertrauensverhältnis aufgebaut, und wir beabsichtigen, diese Rolle weiter zu übernehmen, indem wir die unglaublichen Leistungen dieser Helden anerkennen. Unsere Besatzung und unser Flugbetrieb haben in den vergangenen drei Monaten nicht nachgelassen, nie die Hoffnung oder Aufgabe vernachlässigt, den Menschen zu helfen, nach Hause zu ihren Lieben zu gelangen, und wir haben auch jetzt nicht die Absicht, dies zu tun. In Hingabe vereint, sind wir gemeinsam dankbar. Jetzt sind wir an der Reihe, den Menschen an der medizinischen Front etwas zurückzugeben. Für die Tapferkeit dieser Männer und Frauen sind keine Worte oder Gesten ausreichend, aber wir hoffen, dass unser kleines Angebot eines kostenlosen Hin- und Rückflugs mit Qatar Airways es ihnen ermöglicht, eine wohlverdiente Ruhepause zu genießen, Familie und Freunde zu besuchen oder eine Destination zu erkunden, von der sie schon immer geträumt haben – jetzt, da die Reisebeschränkungen allmählich gelockert werden.“

Als zusätzliche Wertschätzung wird medizinischen Fachkräften außerdem ein Gutschein über 35% Rabatt angeboten, der in Qatar Duty Free-Verkaufsstellen am Hamad International Airport (HIA) in Doha, dem top-modernen Drehkreuz der Fluggesellschaft, eingelöst werden kann und bis zum 31. Dezember 2020 gültig ist.**

Qatar Airways gab kürzlich bekannt, dass sie mit der schrittweisen Erweiterung ihres Streckennetzes entsprechend der Entwicklung der Passagiernachfrage und der voraussichtlichen Lockerung der Einreisebeschränkungen in aller Welt begonnen hat. Bis Ende Mai soll das Streckennetz auf 52 und im Juni auf 80 Ziele erweitert werden.

Qatar Airways hält die höchstmöglichen Hygienestandards ein. Dazu gehören die regelmäßige Desinfektion der Flugzeuge, die Verwendung von Reinigungsprodukten, die von der International Air Transport Association (IATA) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen werden, sowie die thermische Untersuchung der Besatzung.

Darüber hinaus verfügen die Flugzeuge von Qatar Airways über fortschrittlichste Luftfiltersysteme, die mit HEPA-Filtern in Industriegröße ausgestattet sind, die 99,97% der viralen und bakteriellen Verunreinigungen aus der Umluft entfernen und so den wirksamsten Schutz vor Infektionen bieten. Die gesamte Bordwäsche und alle Decken der Fluggesellschaft werden bei mikrobiell tödlichen Temperaturen gewaschen, getrocknet und gepresst, während die Kopfhörer nach jedem Flug von Ohrpolstern befreit und rigoros desinfiziert werden. Diese Artikel werden dann vom Personal, das hygienische Einweghandschuhe trägt, in Einzelverpackungen versiegelt.

Die Qatar Aircraft Catering Company (QACC) war im vergangenen Jahr die erste Organisation weltweit, die vom Bureau Veritas mit UKAS-Akkreditierung die ISO22000:2018-Zertifizierung erhielt, die bestätigt, dass ihr Managementsystem für Lebensmittelsicherheit den höchsten Standards entspricht. Alle Utensilien und Bestecke des Caterings werden mit Reinigungsmitteln gewaschen und mit entmineralisiertem Frischwasser bei Temperaturen gespült, die pathogene Bakterien abtöten. Alle desinfizierten Geräte werden vom Personal mit hygienischen Einweghandschuhen angefasst, während das Besteck einzeln neu verpackt wird.

* Dieses Angebot gilt nur für Flüge, die von Qatar Airways durchgeführt werden. Anspruchsberechtigte medizinische Berufe sind beschränkt auf: Ärzte, Arzthelfer, Krankenschwestern, Rettungssanitäter, Apotheker, Labortechniker und klinische Forscher. Am Flughafen muss beim Check-in ein gültiger Arbeitgeberausweis vorgelegt werden.

** Es gelten Sonderbedingungen, Details siehe Shop, gültig bis 31. Dezember 2020.

Erster virtueller Vereinsabend

Erster virtueller Vereinsabend

Am Freitag, dem 8.5.2020 fand unser erster virtueller Vererinsabend statt. Mehr als 30 Teilnehmer lauschten dem Vortrag unseres Obmanns Gernot Kastner von seiner letzten Reise vor der Corona Krise. Die schönen Bilder aus Vietnam und Kambodscha verbreiteten Reiselust.

Besonders erfreulich war die Teilnahme von Mitgliedern, die sonst nicht oft an Vereinsabenden teilnehmen können, da sie im Ausland leben. Egal ob Brüssel, Hamburg oder Bern das Onlineformat mit gotomeeting.com machte es möglich.

Auch der Vereinsabend im Juni am 5.6. wird in diesem Format abgehalten. Viktor Szontagh präsentiert seine Reise nach Korea, Taiwan und Japan. Wir freuen uns darauf.

Flughafen Wien kritisiert irreführende Behauptungen und standortschädliche Forderungen in Aussendung des VCÖ

Flughafen Wien kritisiert irreführende Behauptungen und standortschädliche Forderungen in Aussendung des VCÖ 

Wer Kurzstrecken-Zubringerflüge nach Wien verhindern will, riskiert die massive Schädigung des Wirtschafts-, Tourismus- und Flugverkehrsstandorts Wien, mit negativen Folgen wie der Abwanderung zehntausender Arbeitsplätze und der Verunmöglichung von Langstreckenflügen aus Wien, gleichzeitig aber auch, dass durch Umgehungsverkehr die CO2 Belastung insgesamt sogar steigt.

Die Forderung des VCÖ, den Luftverkehr trotz der bereits beschlossenen Verdoppelung der Ticketabgabe noch höher zu besteuern, obwohl dieser bereits am Boden liegt und tausende Arbeitsplätze wackeln, ist kontraproduktiv und unverantwortlich. 

Die vom VCÖ in einer Presseaussendung am 28. April 2020 veröffentlichten Darstellungen zum Thema Kurzstreckenflüge in Wien sind mehrfach irreführend und verschweigen die weitreichenden negativen Konsequenzen, würde sich die Politik daran orientieren. Denn ohne Zubringerflüge kann ein Hub-Flughafen nicht betrieben werden, ohne Kurzstreckenpassagiere nach Wien kann es kein Langstreckennetz von Wien aus geben. Ohne Tagesrand- Verbindungsnetzwerk Richtung Osteuropa und Anschlussflüge von Wien müssten die mehr als 350 Firmenzentralen in Wien mit mehr als 20.000 Beschäftigten absiedeln und auch alle anderen Unternehmen mit Osteuropabeteiligungen hätten massive Nachteile, an die Chance auf Neuansiedlungen von Betrieben wäre mangels Konnektivität nicht zu denken.

Die VCÖ-Kritik ist umso weniger nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass die Passagiere im Inlandsflugverkehr seit 2010 um rund ein Drittel zurückgegangen sind, von 746.000 (2010) auf nur noch 547.000 (2019), während die Gesamtpassagierzahlen am Flughafen Wien um 50% gestiegen sind und der Inlandsflugverkehr damit überhaupt nur noch 1,7% der Gesamtpassagiere in Wien ausmacht. Fast alle aber, mit Ausnahme der Innsbruck-Strecke, sind Umsteigepassagiere, die vorwiegend Tagesrandflüge von Wien aus nutzen. Sollte das nicht möglich sein, dann würden sie wohl mit dem Auto zu anderen Flughäfen (Laibach, Bratislava etc.) fahren und von dort zum Beispiel nach Frankfurt fliegen, was statt weniger CO2-Emissionen eine deutliche Mehrbelastung durch Umgehungsverkehre bedeuten würde. Wo immer es ein attraktives Bahnangebot gibt und das mit den Flugplänen kompatibel ist, wird es von den Reisenden gerne genutzt, Zwangsmaßnahmen hingegen sind abzulehnen. 

Grundsätzlich gilt: Je kürzer ein Flug, desto höher ist der Transferanteil. Bei der Destination München etwa liegt er über 80%.

Am Beispiel Austrian Airlines, die am Flughafen Wien ein Drehkreuz betreiben, wird das noch deutlicher: 2018 sind 73% der Passagiere eines AUA-Kurzstreckenfluges bis zu 400 km in Wien umgestiegen. Die Langstrecke wird zu 55% von Umsteigepassagieren genutzt, bei Osteuropa-Verbindungen sogar zu 65%.

Die Zahlen zeigen klar: Ohne Kurzstrecke gibt es kein Drehkreuz Wien, keine Osteuropa-Verbindungen und keine Langstrecke. Denn Kurzstreckenflüge werden vor allem als Zubringer für Anschlussflüge genutzt, stärken damit die Auslastung und sind so für den Betrieb eines Drehkreuzes unverzichtbar. Ohne Umsteigeverkehr können viele Flugverbindungen ab Wien, vor allem nach Osteuropa und auf der Langstrecke, nicht kostendeckend betrieben werden.
 
Noch höhere Steuern über die im Regierungsprogramm festgelegte verdoppelte Ticketabgabe  hinaus oder gar ein Verbot der Kurzstrecke würden den Luftfahrtstandort Österreich massiv schädigen: Geschäftsreisende brauchen schnelle Tagesrandverbindungen, Touristen schätzen brauchen direkte Punkt zu Punkt-Verbindungen. Aktuell kommen rund 75% der Österreich-Urlauber mit dem Flugzeug. Eine zusätzliche Verteuerung oder ein Verbot von Kurzstreckenflügen würde den Flugverkehr auf andere Airports, wie München, Frankfurt oder Laibach/Ljubljana verlagern und damit nicht nur den Standort Wien, sondern auch die österreichischen Bundesländerairports massiv schädigen.

Bahn und Flug müssen einander ergänzen – behauptete Frontstellung unzutreffend

Es ist auch verfehlt, ständig, wie es der VCÖ versucht, einen Gegensatz zwischen Bahn und Flug herzustellen. Die Bahnanbindung Linz-Wien zeigt, dass beide Verkehrssysteme einander erfolgreich ergänzen können. Einen ähnlichen Bahnausbau in Richtung Osten fordert der Flughafen Wien bereits seit vielen Jahren. Nachtzüge zu innereuropäischen Hauptstädten mit Fahrtdauern von mehr als 10 Stunden, mit teilweise mehreren Umsteigevorgängen sind als Ergänzung sinnvoll, stellen für Geschäftsreisende aber jedenfalls keine praktikable und konkurrenzfähige Alternative gegenüber der Luftfahrt dar.

Die Forderungen des VCÖ nach einer höheren Ticketabgabe und einer Kerosinsteuer erscheinen für den Flughafen Wien in einer Zeit, in der die heimische Luftfahrt und der Tourismus ums Überleben kämpfen, sind kontraproduktiv und unverantwortlich: An der Luftfahrt hängen über 90.000 Arbeitsplätze in ganz Österreich – hier ist Unterstützung notwendig und keine Mehrbelastung. Der richtige Weg für die Reduktion der CO2 Emissionen ist der vermehrte Einsatz von biogenem oder synthetischem Kerosin, wichtig wäre die europaweit koordinierte Konzentration von Forschungsmitteln, um die Erzeugung von CO2 freiem Kerosin, die technisch längst möglich ist, wirtschaftlich in großem Stil einsetzbar zu machen. Überdies ist darauf zu verweisen, dass der Flugverkehr weltweit nur 2,7% des CO2-Ausstosses verursacht, in Europa sind es nur 0,52%.

Eine Erhöhung der Ticketabgabe für die Kurzstrecke über den im Regierungsprogramm vereinbarten Rahmen hinaus würde eine Branche, die bereits am Boden liegt, nochmals massiv schädigen. Eine Kerosinsteuer würde nur durchsetzbar, wenn es dafür globale Regeln gäbe – eine Einzellösung Österreichs wurde nur dazu führen, dass in Österreich kein Kerosin mehr getankt würde, was Tanktourismus provoziert, mit höheren CO2-Emissionen. 
 

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Sonderpreis für Aviation-Schutzmaske für FFW Mitglieder bei Inflight Supplies

Auf www.inflightsupplies.com gibt es jetzt neben anderen Aviation-bezogenen Artikeln jetzt aktuell die Möglichkeit, Mund-Nasen-Schutzmasken zu bestellen, die aus Airline-Servietten oder Headrestcovers hergestellt wurden. Die Masken sind einzeln gefertigt und somit ist jede ein Unikat. Flughafenfreunde Wien-Mitglieder haben die Möglichkeit, in einer Sammelbestellung jede Maske zum Sonderpreis von 9,50 Euro zu erwerben. Im Angebot gibt es Airberlin- und Austrian Airlines-Schutzmasken. Wer eine bestellen möchte, meldet sich bitte per Mail zeitnah an claudia.winkler@flughafenfreunde.at für den Ablauf und Details.

Black Forest Aviation

Black Forest Aviation

Black Forest Aviation

Achtung: bitte nicht auf das Vereinskonto überweisen – es wird bei Interesse eine gemeinsame Bestellung organisiert da uns in diesem Fall die Versandkosten erlassen werden, Claudia übernimmt hierfür die Koordination.

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Belavia fliegt nach Wien

Die nationale weißrussische Fluglinie Belavia hat mit heutigem Tag Flugverbindungen zwischen Minsk und Wien aufgenommen. Anbei finden Sie die Presseaussendung der Fluglinie.

Der Flugbetrieb wird entsprechend aller geltenden behördlichen Gesundheits- und Einreisebestimmungen der nationalen Behörden in Österreich und Weissrussland durchgeführt. Bei allen am Flughafen Wien ankommenden Passagieren wird unmittelbar nach der Ankunft die Körpertemperatur gemessen und sie müssen entweder ein ärztliches Attest mit negativem COVID-19-Befund (nicht älter als 4 Tage) vorweisen oder sich für 14 Tage in Quarantäne begeben. Drittstaatsangehörigen ist die Einreise nach Österreich von außerhalb des Schengen-Raumes auf dem Luftweg ohne gültigem Aufenthaltstitel grundsätzlich untersagt.

Hier noch ein Zitat von Mag. Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG, dazu:

„Die COVID-19-Krise hat die weltweite Luftfahrt- und Tourismusindustrie schwer getroffen. Aber wie schon bei vergangenen Krisen wie SARS, Ebola oder 9/11 kam die Luftfahrt stärker zurück als je zuvor. Es wird also noch einige Zeit brauchen, aber ich bin optimistisch, dass sich die Luftfahrt langfristig wieder erholen wird. Dass Airlines beabsichtigen, wieder vermehrt Linienflüge aufzunehmen, ist ein Zeichen, dass es für die Luftfahrt langsam wieder aufwärts geht. Selbstverständlich werden alle geltenden behördlichen Sicherheits-, Gesundheits- und Einreisebestimmungen streng eingehalten“, sagt Mag. Julian Jäger, Vorstand der Flughafen Wien AG, dazu.

Wizz Air vor Neustart in Wien

Für etwas Verwunderung sorgte eine Video-Pressekonferenz am vergangenen Freitag, als der stellvertretende CEO von Wizz Air, Stephen Jones, die Wiedereröffnung der Wizz Air-Basis am Flughafen Wien mit 1.Mai ankündigte! Wie alle Fluglinien weltweit, wurde auch der finanzstarke Low Coster Wizz Air von der Covid-19 Pandemie hart getroffen. Fünfundneunzig Prozent aller Flüge werden derzeit nicht durchgeführt, doch die Krise biete auch einige neue Chancen für die Zukunft wie Stephen Jones betont.

Als erste Low Cost Fluglinie am Flughafen Wien, steigt die ungarische Billigfluglinie damit nach Beginn der Covid-19 Krise wieder in den brutalen Kampf um die Gunst der Passagiere ein. Wie Stephan Jones betont, möchte man die Nachfrage am Markt mit besonders preisgünstigen Tarifen stimulieren, nachdem die Passagiere derzeit sehr verunsichert sind. Geht es nach den Wünschen der Fluglinie sollen ab dem 1.Mai insgesamt 20 Destinationen (siehe Anhang) ab der Schwechater Basis wieder bedient werden. Da es derzeit aber strenge Reiseverbote in viele der angebotenen Destinationen gibt und diese vermutlich auch noch im Mai bestehen werden, möchte man je nach aktueller Situation, „dorthin fliegen, wo es möglich sei“, so Jones.

Mit 1,5 Milliarden Euro Barkapital sieht sich Wizz Air für die aktuelle Krise sehr gut gewappnet. An eine Schließung von Basen denkt die Wizz Air Geschäftsführung derzeit nicht, sobald es die jeweilige Situation wieder erlaubt, möchte man schrittweise die bestehenden Basen in Europa wiedereröffnen. Aus diesem Grund hat sich das Unternehmen auch nicht dazu entschlossen einen 100%igen Shutdown vorzunehmen. In den letzten Wochen hat Wizz Air rund 50 Reparationsflüge in die Vereinigten Staaten, Kanada sowie Hilfsflüge nach China durchgeführt. Es sei besser einige wenige Flüge durchzuführen, als eine Fluglinie vom nichts aus wieder an den Start zu bringen, so Jones.

Obwohl es derzeit nur nationale aber keine internationalen Vorschriften zur Durchführung von Linienflügen nach Covid-19 gibt, bereitet sich Wizz Air schon heute auf zahlreiche Schutzmaßnahmen für seine Mitarbeiter & Passagiere vor. So wurden neben einer verstärkten Desinfektion der Flugzeugkabinen, dass verpflichtende tragen von Plastikhandschuhen und Mund-Nasenschutzmasken für die Crews und ein Boarding mit dem nötigen Sicherheitsabstand verordnet. Neben der kontaktlosen Bezahlung und dem Self-Check In, sollen auch Bordmagazine zukünftig der Vergangenheit angehören.

Für die österreichischen Wizz Air Mitarbeiter wurde keine Kurzarbeit beantragt. Im April erhalten alle Crews ihren Basis Lohn ausbezahlt, so Stephen Jones, Staatshilfen wird die Fluglinie ebenfalls nicht beantragt. Ob ab dem 1. Mai auf der Wizz Air Basis am Flughafen Wien wirklich wieder so etwas wie ein Normalbetrieb stattfinden kann, wird die kommende Woche zeigen!

Martin Dichler

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Brücke zu Office Park 4 in Fertigstellung

Der Flugverkehr ist in der derzeitigen Situation auf ein Minimum heruntergefahren, aber auf der Baustelle des Office Park 4 wird weiter fleißig gearbeitet. So nimmt auch die Brücke, die das neue Bauwerk der Airport City mit dem Terminal verbindet, Gestalt an. Über der Einfahrtsstraße thront ein stilisierter Flugzeugrumpf, in dessen Mitte sich eine überdimensionale LED-Wand befindet – mit rund 180 Quadratmetern die größte Österreichs. Bereits im Februar wurde die Brücke in zwei Teilen (58 und 34 Meter lang) eingehoben. Mittlerweile ist sie fast fertiggestellt und stellt somit das neue Wahrzeichen des Flughafen Wien dar.

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Branchentalk EVA AIR

Eine ganze Industrie ist durch den Ausbruch der Covid-19 Epidemie innerhalb von nur weniger Tage in die Krise gestürzt worden. In den letzten Wochen mussten immer mehr Fluglinien ihre Verbindungen nach Österreich einstellen.  Der traveller spricht in einer neuen Interviewserie mit Vertretern der Branche über die aktuelle Lage.

Heute im Gespräch: Edward HO (EVA AIR General Manager Austria/CEE)

traveller:

EVA AIR hat im März die Flugverbindung nach Wien eingestellt, wie waren die letzten Tage und konnten Sie noch viele Österreicher nachhause bringen?

Edward HO:

In den letzten Tagen vor dem „Lockdown“ hatten wir sehr viel zu tun, vor allem die Kollegen und Kolleginnen des Service Centers, die alles getan haben, um die Passagiere im Ausland zu erreichen. Wir haben zahlreiche Umbuchungen durchgeführt, um unsere Passagiere vorzeitig bzw. rechtzeitig vor dem Lockdown von ihren Reisen und Urlauben in Asien zurückzuholen. Wir haben es sehr bedauert, dass wir durch den erzwungenen, plötzlichen Stillstand ab 23. März nicht noch mehr Passagieren helfen konnten, zurückzufliegen.

Unser Headquarter hat in diesen Tagen auch eine eigene Website für Fragen rund um die Flugplanänderungen, Flugausfälle und Umbuchungen eingerichtet, um den Passagieren schnelle Informationen und Hilfe bieten zu können: https://www.evaair.com/en-global/emer/2019-nCoV.html

Am 16.April haben Sie nun wieder den regulären Flugbetrieb zwischen Taipeh und Wien wenn auch nur für Frachtflüge aufgenommen. Hat es sich bei der Fracht um medizinische Güter gehandelt?

Die Durchführung von Frachtflügen ist im Moment eine gute Alternative in diesen schwierigen Zeiten. Im Moment verwenden wir unsere Dreamliner Boeing 787-9 und -10 für die Frachttransporte. Im Hinblick auf Kapazitäten, Treibstoffverbrauch und Reichweite ist das das ideale Fluggerät für die Wien-Strecke. Darüber hinaus ist der Flughafen Wien ein wichtiger Hub und gibt uns eine gute Möglichkeit, unsere Services anzubieten und die Anforderungen der Frachtpartner zu erfüllen. Ab Mai planen wir drei wöchentliche Frachtflüge und evaluieren auch, ob die Passagierkabine für Frachtgut verwendet werden soll.

Ja, wir fliegen im Moment hauptsächlich medizinische Güter nach Österreich aber auch Pharmaprodukte sowie elektronische Güter.

Wann rechnen Sie frühestens wieder mit der Aufnahme von Passagierflügen?

Wir hatten geplant, die drei wöchentlichen Flüge von Taipeh via Bangkok nach Wien und v.v. ab Mai auch für Passagiere aufzunehmen, müssen diese Pläne aber verschieben. Wir können auf jeden Fall Frachtflüge durchführen. Ob und wann Passagiere reisen können, hängt von weiteren Verordnungen und Entscheidungen der jeweiligen Regierungen der Länder ab bzw. welche Maßnahmen im Reisebereich gesetzt werden. Unser Headquarter beobachtet und verfolgt die Situation in Österreich täglich sehr genau. Sobald Reisen wieder erlaubt ist, sind wir bereit.

Die Bundesregierung gibt sich eher pessimistisch betreffend der Reisemöglichkeiten im heurigen Jahr. Rechnen Sie wieder mit einer Nachfrage für Flüge nach Bangkok und Taipeh?

Menschen reisen sehr gerne. Unsere oberste Mission muss sein, dass sie sicher und gefahrlos reisen können. Auch wenn es wichtig ist, die Nachfrage im Auge zu behalten, müssen wir als Airline intern immer wieder Arbeitsprozesse überprüfen, mit Partnern wie Flughäfen und Handling Agents zusammenarbeiten, den Regierungsbestimmungen folgen, um für diese Reisesicherheit zu sorgen und das Vertrauen der Passagiere ins Reisen zu erhalten. Beweisen wir, dass wir unsere Aufgaben mit Sorgfalt erledigen, kehrt sicher auch bald die Nachfrage für Flüge und Reisen zurück.

Wie sieht der Arbeitsalltag ihres Eva Air Teams in Wien derzeit aus, hat ihr Büro am Flughafen geöffnet oder arbeiten die Kollegen in Kurzarbeit von zuhause aus?

Unser Büro am Flughafen ist in Betrieb, aber nicht für den Kundenverkehr geöffnet; wir arbeiten aus Sicherheitsgründen hauptsächlich von zuhause aus und begrenzen die Arbeitszeit im Büro auf ein notwendiges Minimum. Für die Abfertigung der Cargoflüge sind unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen natürlich mit den notwendigen Schutzmaßnahmen (Mund-Nasen-Maske, Sicherheitsabstand, etc.) im Einsatz.

Welche Einschränkungen gibt es im restlichen Eva Air Streckennetz aufgrund der Covid-19 Krise?

Unser Headquarter in Taipeh evaluiert jeden Tag die aktuelle Situation im Hinblick auf Einreise- und Transferbestimmungen. Alle Abteilungen prüfen regelmäßig die neuesten Informationen und passen die Flugpläne entsprechend an. Leider ist fast das gesamte Netzwerk von den Covid19-Auswirkungen betroffen, aber wir stornieren und ändern fast täglich Flüge und nehmen Flüge auch wieder auf – alles mit größtmöglicher Flexibilität und größtmöglichen Anstrengungen. Auf jeden Fall führen wir Flüge in der derzeitigen Situation mit sehr großer Sorgfalt und sehr großem Verantwortungsbewusstsein durch.

Martin Dichler

 

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60 Jahre CHINA AIRLINES

Vor etwas mehr als 60 Jahren, genau am 10.Dezember 1959 begann die Geschichte von China Airlines. Eine Gruppe aus 26 pensionierten Luftwaffe Offizieren gründete in Taipeh das kleine Unternehmen, dass zunächst nur Inlandsdienste anbot. Kaum jemand der Gründungsväter hätte sich damals erträumt, dass die junge Fluglinie sechzig Jahre später jährlich mehr als 15,6 Millionen Passagiere befördert und zur größten Airline des Landes mutiert.

Wurden zu Beginn nur zwei Catalina Wasserflugzeuge betrieben, entwickelte sich das Geschäft der neuen taiwanesischen Fluglinie schneller als erwartet. Bereits im Oktober 1966 wurde eine vierstrahlige Lockheed Constellation für den Aufbau von Verbindungen außerhalb der Insel Taiwans angekauft und erste Routen nach Vietnam, Osaka, Tokyo und Hongkong aufgenommen. Nur zwei Jahre später begann mit der Übernahme einer Boeing 727 das Jetzeitalter für China Airlines. Neue Routen wurden sogleich nach Seoul, Manila, Bangkok, Kuala Lumpur und Singapore aufgenommen. Im gleichen Jahr noch trat die Fluglinie der IATA bei und erhielt den offiziellen Status als „nationale“ Fluglinie des Landes verliehen. Das ambitionierte Wachstum von China Airlines hinterließ seine Spuren, nur zehn Jahre nach Betriebsaufnahme arbeiteten 2000 Mitarbeiter im Unternehmen und die Flotte bestand bereits aus 32 Flugzeugen.

Die goldenen siebziger Jahre begannen mit der Übernahme einer vierstrahligen Boeing 707 mit der man auch gleich der Sprung nach Nordamerika wagte. Am 2.Februar 1970 wurde ein neues Trans-Pazifik Service zwischen Taipeh-Tokyo-Anchorage und San Francisco aufgenommen. Nach den ersten wirtschaftlichen Erfolgen der Trans-Pazifik Route folgte nur ein Jahr später eine zweite Verbindung nach Honolulu. Trotz der unklaren politischen Situation Taiwans (Republik China) wuchs das Streckennetz als auch die Größe der Flotte kontinuierlich an. Bis in die achtziger Jahre hinein war China Airlines ein treuer Boeing Kunde, am 28.Juli 1978 unterzeichnete jedoch das Management einen Vertrag über den Ankauf von vier europäischen A300B4 Jets. Mit dem Vertrag in der Tasche wurde es für China Airlines von nun an einfacher, Streckenrechte nach Europa zu beantragen. Der Erste, wenn auch nur als Frachtflug durchgeführte China Airlines Flug nach Europa führte am 10.Mai 1982 nach Luxemburg. Heute umfasst das Streckennetz des Mitgliedes der Luftfahrtallianz Sky Team 60 Destinationen in 29 Ländern. Im Jahr 2018 wurden mit 73 Flugzeugen mehr als 91.000 Flüge durchgeführt und mehr als 15,6 Mio. Passagiere befördert. Der Nettogewinn des Unternehmens stieg im Vergleich zum Vorjahr, um stolze 7,47% auf rund EUR 53 Millionen an.

Verstärkte Nachfrage nach Europaflügen:

Seit dem 4.Mai 2005 bedient man sehr erfolgreich eine nonstop Verbindung nach Wien. Startete man den Flugbetrieb zunächst mit drei wöchentlichen Flügen wurde schon bald die Anzahl der Rotationen als auch die Größe des Fluggerätes in Form einer Boeing 747-400 (375 Sitzplätze) erhöht. Gerade in den Monaten mit verstärkter Nachfrage wurde wie zuletzt zwischen 19.September und 25.Oktober 2019 sogar die Anzahl der wöchentlichen Verbindungen auf sechs Flüge kurzfristig erhöht. Seit dem Jahr 2017 setzt China Airlines außerdem auf ihrer Verbindung nach Wien mit dem A350-900XWB auf das modernste Langstreckenflugzeug der Welt.

Martin Dichler sprach anlässlich des runden Geburtstages mit Doris Chen (General Manager Austria/CEE) über das Firmenjubiläum und die Entwicklung der Wien-Strecke.

Martin Dichler:

Gratulation! China Airlines feierte am 16.Dezember sein 60-jähriges Jubiläum, können Sie uns einen Einblick über die heutige Größe ihres Unternehmens geben?

Doris Chen:

Wir sind glücklich und gleichzeitig stolz über die Entwicklung unserer Fluglinie, die vor 60 Jahren am 16 Dezember 1959 gegründet wurde. Alles begann mit nur drei Flugzeugen und einer Belegschaft von 26 Mitarbeitern. Heute ist China Airlines einer der größten Arbeitgeber in Taiwan mit über 10.250 Angestellten, über 1800 Mitarbeiter arbeiten zusätzlich rund um den Globus für uns. Unser Streckennetz besteht heute aus 160 Destinationen in 29 Ländern. Unsere Flugzeugflotte setzt sich aus 70 Passagier- und 18 Frachtflugzeuge zusammen, wobei unser Flugzeugpark ständig verjüngt wird.

China Airlines hat wieder neue Flugzeuge bei Airbus bestellt, wie entwickelt sich die Flotte?

Mit den neuen Flugzeugtypen wie den zuletzt bestellten A321neo oder A350-900XWB, ergänzen wir unsere Flotte durch moderne, komfortable und vor allem effiziente und umweltfreundliche Flugzeugtypen. Die 25 neuen A321neo´s die bis 2021 zu unserer Flotte stoßen, werden die Boeing 737-800 auf den regionalen Strecken innerhalb Asiens ersetzen.

Seit dem Jahr 2005 fliegen Sie auch nach Wien, wie zufrieden sind Sie mit der Entwicklung der Verbindung?

Wir sind sehr zufrieden, denn für Fluglinien ist es nicht einfach auf den Langstrecken Geld zu verdienen. Wenn man sich aber die Entwicklung der TPE-VIE Strecke ansieht, so haben wir mit zunächst drei wöchentlichen Flügen gestartet, inzwischen bieten wir je nach Saison bis zu sechs wöchentliche Flüge an. Auf der Wien-Verbindung haben wir eine gute Performance in allen Bereichen, nicht nur Taiwanesen fliegen gerne nach Europa, sondern auch immer mehr zufriedene österreichische Passagiere nutzen unseren Hub in Taipeh für ihre Flüge nach Asien.

Zwischen September und Oktober 2019 haben Sie die Anzahl ihrer Wien- Flüge auf sechs wöchentliche Verbindungen erhöht. Planen Sie zukünftig ganzjährig sechs wöchentliche Flüge anzubieten?

Innerhalb des genannten Zeitraumes wollten wir testen, wie der Markt auf unser Angebot reagiert. Das Feedback war großartig und wir verzeichneten eine sehr hohe Auslastung. Gerade für Business Passagiere ist die Frequenz besonders wichtig. Persönlich würde ich mich sehr über sechs oder mehr wöchentliche Flüge freuen. Das hängt aber einerseits von der Nachfrage am Markt und andererseits von der Kapazität unserer Flotte ab.

Sie bieten auf der Taipeh Strecke als einzige Fluglinie eine Premium Economy-Class an. Wie wichtig ist dieses Zwischenprodukt?

Es ist sehr wichtig, möglichst viele verschiedene Produkte auf den Flügen anzubieten, damit der Kunde wählen kann. Unsere Premium Economy-Class Produkt ist großartig! Wir verfügen auf den A350XWB über insgesamt 31 Premium-Economy Schalensitze dessen Rückenlehnen sich zu 129° neigen lassen. Zusätzlich bieten die Sitze mehr Beinfreiheit & Komfort, einen eigenen USB Anschluss und eine große Auswahl beim Entertainment und Catering. Immer mehr Unternehmen sparen bei den Ausgaben für ihre Geschäftsreisen, mit unserer Premium Economy bietet wir hier ein kostengünstiges Produkt mit hohem Komfort, das sehr gut angenommen wird. 

Welche Umsteigeverbindungen werden ab Österreich besonders gerne gebucht?

Als Urlaubsdestination wird interessanterweise sehr stark die Pazifikinsel Palau, aber natürlich auch Bali gebucht. Stark gefragt sind aber auch unsere japanische Destinationen, wir bieten hier ab Taipeh über zehn verschiedene Ziele an. Aber auch unsere Verbindungen nach Australien sind sehr beliebt, wer einen längeren Transitaufenthalt in Taipeh hat, kann eine kostenlose Stadtrundfahrt genießen.

Wie wichtig ist die Luftfracht auf der Wien-Taipeh Strecke?

Bei unseren Flügen generieren wir Einkünfte aus zwei Bereichen, zum überwiegenden Teil aus dem Passagierverkehr, aber natürlich auch aus den Verkäufen von Luftfracht. Die Erlöse der Luftfracht an Bord des A350XWB tragen ebenfalls sehr zum Erfolg der Wien-Verbindung bei.

Der Flughafen Wien bietet derzeit 12 wöchentliche Verbindungen nach Taiwan an. Warum ist ihrer Meinung nach gerade der VIE bei den taiwanesischen Fluglinien so beliebt?

Österreich liegt im Herzen Europas und ist damit ein hervorragender Ausgangspunkt für eine Europareise. Neben Ungarn und der Tschechischen Republik reisen inzwischen immer mehr unserer Passagiere auch nach Slowenien und Kroatien weiter. Österreich ist reich an Kultur und Musik, verfügt über eine fantastische Landschaft, ist berühmt für seine Städte und deshalb bei asiatischen Gästen als Reiseland sehr beliebt.

Zwischen Jänner und August 2019 haben gerade einmal 5.842 Österreicher Taiwan besucht! Es scheint so, als wäre Taiwan immer noch eine sehr exotische Reisedestination?

Wir müssen noch viel mehr Anstrengungen unternehmen um Taiwan als Urlaubsdestination zu promoten. Taiwan bietet alles was es für einen Urlaub benötigt, schöne Strände, Nationalparks mit heißen Quellen, viel Kultur und eine gute Küche. Es liegt noch viel Arbeit vor uns, um Taiwan als Reiseziel bekannter zu machen!

Der Konkurrenzkampf wird immer größer, warum sollten sich ihrer Meinung nach die Passagiere für China Airlines entscheiden?

Ich bin jetzt seit drei Jahren hier in Wien tätig und der Konkurrenzkampf hat stark zugenommen. Die Airlines müssen immer härter arbeiten, wir haben mit dem A350-900 XWB hier aber ein großartiges Produkt. Wir sind sehr stolz auf unser Service und das Streckennetz, welches immer mehr auch von zufriedenen Businesspassagieren genutzt wird.

Als eine von wenigen Fluglinien unterhalten Sie noch ein Verkaufsbüro, wie wichtig ist der persönliche Kundenkontakt?

Der direkte Kundenkontakt ist uns sehr wichtig! Wir können mit unseren Kunden und Partnern hier persönlich sprechen und mögliche Probleme schneller behandeln. Gerade in der Luftfahrt sollte man direkt beim Kunden sein um schnell reagieren können.

Welche Bedeutung haben die Reisebüros beim Ticketverkauf und wie gut läuft die Zusammenarbeit?

Für mich sind unsere Reisebüros die wichtigsten Partner für den Verkauf unserer Flugtickets in Österreich. Wir arbeiten eng mit den Agenten am Schalter zusammen, geben Informationen und Updates über unser Produkt direkt weiter und freuen uns über das Feedback der Branche.

Als Geburtstagskind hat man immer einen Wunsch frei, was würden Sie sich für ihre Wien-Verbindung wünschen?

Ich würde mir persönlich wünschen, dass mehr Österreicher nach Taiwan mit uns reisen und die Schönheit meines Landes erkunden. Erzählen Sie ihren Lesern doch bitte von der Faszination Taiwans!

Martin Dichler

www.myviennaairport.at

Hinweis:

Das Interview wurde bereits im Dezember 2019 geführt, also lange vor der Covid-19 Krise veröffentlicht. China Airlines hat am 17.Dezember die Bedienung ihrer Verbindung Taipeh-Wien-Taipeh vorerst eingestellt!

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Verkehrsergebnis März 2020

März 2020 – Verkehrsergebnis: Minus 65,7% Passagiere in der Flughafen-Wien-Gruppe und minus 65,8% am Standort Wien – Seit Anfang April weiterer starker Rückgang bei Passagierzahlen durch COVID-19-Krise

Im März 2020 waren die Auswirkungen der weltweiten COVID-19-Krise bereits deutlich zu spüren: Das Passagieraufkommen der Flughafen-Wien-Gruppe (Flughafen Wien, Malta Airport und Flughafen Kosice) sank um 65,7% auf 984.262 Reisende. Der Standort Flughafen Wien verzeichnete ein Minus von 65,8% auf 808.454 Reisende. Kumuliert von Jänner bis März 2020 ging das Passagieraufkommen am Standort Flughafen Wien um 18,8% auf 4,9 Mio. Reisende zurück.

Der Passagierrückgang hat sich auch im April weiter fortgesetzt: Die bisherigen April-Zahlen zeigen einen weiteren Rückgang der Passagierzahlen um rund 99% gegenüber dem Vorjahr.

März 2020 am Standort Flughafen Wien: Minus 65,8% bei Passagieren

Am Standort Flughafen Wien sank das Passagieraufkommen im März 2020 um 65,8% gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 808.454 Reisende. Die Zahl der Lokalpassagiere nahm um 64,1% ab, die Zahl der Transferpassagiere ging um 70,6% zurück. Die Flugbewegungen verzeichneten im März 2020 ein Minus von 49,9%. Beim Frachtaufkommen gab es ein Minus von 12,7% im Vergleich zum März des Vorjahres.

Das Passagieraufkommen am Flughafen Wien nach Westeuropa sank im März 2020 um 67,5%, nach Osteuropa um 61,3%. Das Passagieraufkommen nach Nordamerika ging um 64,6% zurück und Afrika verzeichnete ein Minus von 55,3%. In den Nahen und Mittleren Osten sank das Passagieraufkommen um 71,7%. Das Passagieraufkommen in den Fernen Osten ging im März 2020 um 72,8% zurück.

Auch die Auslandsbeteiligungen der Flughafen Wien AG spüren die COVID-19-Krise: Am Flughafen Malta ging das Passagieraufkommen im März 2020 um 64,5% zurück und der Flughafen Kosice verzeichnete einen Passagierrückgang um 78,5%.

Verkehrsentwicklung        März 2020

 

Flughafen Wien (VIE)
03/2020 Diff.  in % 01-03/2020 Diff.   in %
Passagiere an+ab+transit 808.454 -65,8 4.919.588 -18,8
Lokalpassagiere an+ab 656.574 -64,1 3.952.067 -17,4
Transferpassagiere an+ab 150.478 -70,6 961.746 -22,4
Bewegungen an+ab 10.479 -49,9 48.613 -13,7
Cargo an+ab in to 22.003 -12,7 63.184 -5,2
MTOW in to 458.518 -46,6 2.012.409 -12,8
Malta Airport (MLA, vollkonsolidiert)
03/2020 Diff.  in % 01-03/2020 Diff.   in %
Passagiere an+ab+transit 169.389 -64,5 1.009.052 -16,1
Lokalpassagiere an+ab 168.197 -64,6 1.001.560 -16,4
Transferpassagiere an+ab 1.068 -55,2 7.366 +36,9
Bewegungen an+ab 1.867 -46,6 8.467 -11,2
Cargo an+ab (in to) 1.221 -9,4 3.955 +1,0
MTOW (in to) 72.092 -45,8 331.470 -8,5
Flughafen Kosice (KSC, at-Equity-Konsolidiert)
03/2020 Diff.  in % 01-03/2020 Diff.   in %
Passagiere an+ab+transit 6.419 -78,5 49.886 -40,6
Lokalpassagiere an+ab 6.419 -78,5 49.886 -40,4
Transferpassagiere an+ab 0 n.a. 0 n.a.
Bewegungen an+ab 138 -63,8 773 -30,5
Cargo an+ab (in to) 1 -72,2 4 -69,9
MTOW (in to) 2.650 -66,7 14.972 -37,2
Flughafen Wien und Beteiligungen (VIE, MLA, KSC)
03/2020 Diff.  in % 01-03/2020 Diff.   in %
Passagiere an+ab+transit 984.262 -65,7 5.978.526 -18,6
Lokalpassagiere an+ab 831.190 -64,4 5.003.513 -17,5
Transferpassagiere an+ab 151.546 -70,5 969.112 -22,1
Bewegungen an+ab 12.484 -49,6 57.853 -13,6
Cargo an+ab (in to) 23.226 -12,5 67.142 -4,9
MTOW (in to) 533.260 -46,6 2.358.851 -12,4

 

Hinweis: Gesamtzahl der Passagiere enthält Lokal-, Transfer- und Transitpassagiere.
Aufrollung der Vergleichswerte 2019 und Transit-Werte in Kosice.

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